Adiós Calpe

Nach insgesamt 51 Tagen Aufenthalt hier in Calpe, fällt der Abschied heute schon ein bisschen schwer. Der kleine Ort mit dem markanten Felsen ist uns schon ein wenig ans Herz gewachsen. Immerhin waren wir die längste Zeit der Überwinterung hier, unterbrochen nur durch eine spannende Rundreise durch Andalusien im Februar. Wir sind diesmal auf einem anderen Platz untergekommen als zwischen den Jahren, etwas weiter weg vom Baulärm der Hochhäuser und ohne Hochhäuser die morgens erstmal die Sonne nicht durchlassen. Das ist auf dem Platz Calpe Sol der Fall und daher haben wir eine gute Wahl getroffen.

Ja, Calpe sieht immer noch nicht wie das Paradies auf Erden aus, egal welchen Campingplatz man wählt, aber dafür bietet es eine Menge Infrastruktur. Man kann gut einkaufen, der Strand ist fußläufig erreichbar und es gibt Restaurants und Bars für jeden Geschmack. Es gibt eine deutsche Bäckerei, deutsch sprechende Ärzte, in den Märkten finden sich deutsche Produkte, aber man kann sich auch auf das spanische Leben einstellen. Mit den wichtigsten Sprachbrocken kommt man hier prima zurecht. Es wurde uns während der ganzen Zeit nicht langweilig.

Wir waren gestern wieder Essen am Hafen, frischer Fisch, ein komplettes Menü (Lachs und Seezunge) mit Vorspeise, einer Flasche Wein, Kaffee und Nachtisch für 35€. Für ZWEI. Ich glaube ich hatte es schon mal geschrieben, in Berlin-Friedrichshain unvorstellbar. Das Leben hier in Spanien ist schon recht günstig, ich kann verstehen, dass es viele Rentner auch auf Dauer hierherzieht. Dazu kommt das milde Klima, es ist grün, die Vögel zwitschern den ganzen Winter über, ein dauerhafter Frühling im eigentlichen Winter.

Im Sommer möchten wir allerdings auch nicht hiersein. Es dürfte doch sehr viel höhere Temperaturen geben, die Häuser, Bars und Gaststätten werden voll mit Touristen sein. Die Strände belagert vom Wasser bis zur Promenade. So wie die Bettenburgen an der italienischen Adria. So stell ich mir das jedenfalls vor, gesehen habe ich es ja noch nicht. Im Hochsommer ziehen wir dann doch die nördlichen Gefilde vor. Entweder Ost- und Nordsee, oder Skandinavien. Aber erstmal sehen, was die allgemeine Entwicklung so mit sich bringt, sowohl politisch, als auch mit den Energiepreisen. Diesel über 2€ in Deutschland ist schon eine Hausnummer, mit der man kakulieren muss.

Aber noch sind wir in Spanien und verlassen heute ja nur Calpe. Die kommende Woche verbringen wir in der Nähe von Valencia und ich hoffe auf spektakuläre Aufnahmen der Archiktektur der „Ciutat de les Arts i les Ciències„. Ich bin schon sehr gespannt. Auch der Naturpark „Parc Natural de l’Albufera“ lädt zum Besuch einer Natur ein, die bereits Kulisse für die spanische Dramaserie „El embarcadero (the Pier)“ war.

Das heutige Titelbild und das Bild vom Campingplatz habe ich mit der DJI Mini aufgenommen, das Bild mit dem Ifach auf der rechten Seite aus der „Suitopia Skybar“, vom 29. Stock des Hotels Sol y mar in Calpe mit der Olympus.

Tschüss Calpe, es war schön mit dir, aber leider müssen wir langsam nach Hause, im April warten Termine auf uns. Was wir hier alles erlebt und aufgeschrieben haben, findet sich gesammelt hier.

Hoffentlich ist der Frühling bis dahin auch in Deutschland ausgebrochen, dann wäre der Kontrast nicht zu groß. Frieren sind wir gar nicht mehr so gewohnt, obwohl es auch hier kalte Nächte und kühle Tage geben kann. Aber dann meist nur kurz und weiter im Süden hatten wir auch Nachts durchgängig zweistellige Gradzahlen. Bis irgendwann mal wieder.

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