Stonehenge (Lausitz)

Altdöbener See mit Stonehenge

Idyllisch am Altdöberner See auf einem Hügel gelegen gibt sich Stonehenge in Pritzen ganz nahbar. Keine überteuerten Tickets, kleiner Parkplatz davor und eine Anfahrt durch wunderbare kleine Alleen nach Pritzen, ein lohnenswerter Ausflug. Hat man den kleinen Hügel erstiegen auf dem sich der magische Steinkreis befindet, hat man einen herrlichen Blick auf den See. Gut, die Steine sind nicht ganz so gewaltig wie im wirklichen Stonehenge, vermutlich auch nicht wirklich alt, aber die Mühe hier im ehemaligen Braunkohle Tagebau Lausitz sogenannte „Landmarken“ zu errichten muss man einfach honorieren.

Stonehenge von Pritzen
Steinkreis – Foto: h|b

Da manche Dinge sich erst von oben so richtig zeigen, durfte die kleine DJI Mini wieder mal eine Runde fliegen. Die Schatten zeigen nach Norden, die Sonne stand herbstlich im Süden, die beste Zeit für magische Momente. Aus der Ferne wummert leise Techno, irgendwo östlich im Wald liegt die „Wilde Möhre“ ein Festivalgelände mitten im Wald. Mit dem Wohnmobil müssen wir – wieder über sehr kleine Straßen – direkt daran vorbei. Alles voller junger Leute. Ein letzter Blick von ganz oben, zeigt die Steine von Stonehenge in aller Schönheit.

Stonehenge von Pritzen
Steinhaufen – Foto: h|b

The rising tide

Skulpturenpark Kvalsvik

Nicht weit von unserem Campingplatz in Haraldshaugen gibt es ein Kunstwerk in einer kleinen Bucht. Vier merkwürdig anzusehende Pferde mit verschiedenen Menschen auf dem Rücken stehen dort halb im Wasser. Der Künstler Jason DeCaires Taylor erklärt sein Werk mit den folgenden Worten: „Die vier Hybridskulpturen verschmelzen Ölfördermaschinen mit der Pferdeform und verweisen auf das inzwischen pensionierte Arbeitspferd. Gleichzeitig machen sie auf unsere anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die möglichen apokalyptischen Folgen des Klimawandels aufmerksam. Die Skulpturen fragen: Wer ist zuständig? Wo gehen wir hin?“ The Rising Tide war ursprünglich in der Themse in London zu sehen. Eine gute Gelegenheit Kamera und Drohne auszupacken und das Kunstwerk ins rechte Licht zu rücken. Ein kleines Drohnenselfie nach getaner Arbeit ist natürlich auch drin.

Die „Kvala Kystbatteri“ bzw. deren Reste liegen direkt daneben und zeigen heute noch die Handschrift der deutschen Wehrmacht, die ja Norwegen besetzt hielt und an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen hat. Teilweise bis weit über den Polarkreis hinaus. Hier sind es ein paar verfallene Steinbunker und auf der großen Schafkoppel zwei rostfarbene Flakbunker die aussehen wir verlorene Stahlhelme. Mit den beiden Flaks sicherten die Deutschen die wichtige Schifffahrtsverbindung nach Norden. Bis zu 10 km Reichweite hatten die Kanonen. Da die Hügel nicht zugänglich sind, habe ich die Drohne auf Spurensuche geschickt.

Haraldshaugen

Haraldshaugen aus der Luft

Seit gestern stehen wir auf dem Campingplatz Haraldshaugen. Direkt unterhalb des gleichnamigen Denkmals. Mein eigenes Denkmal in Südnorwegen? Nein, leider nicht. Es handelt sich um das „Reichsmonument Norwegens“. Hier soll König Harald Hårfagre (Harald I. genannt Schönhaar)  – cooler Name, oder? – der Sage nach begraben liegen. Ein 1872 errichteter granitener Obelisk mit 29 kleineren Monumenten aus 29 Landesteilen erinnert an die Reichsgründung 872 und den Reichsgründer Harald Schönhaar. In direkter Nähe, an einer alten Thing-Stätte in Krosshaugen, befindet sich noch ein Steinkreuz aus der Christianisierungszeit um das Jahr 1000.

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Unter Tage

Tvindefossen

Heute stehen zwei Wasserfälle auf dem Programm. Um sie zu erreichen haben die Norweger extra ihr halbes Land untertunnelt. So kommt es uns jedenfalls heute vor. Wir starten gegen zehn in Flåm und schon stecken wir im ersten Tunnel mit fast 7 km Länge. Kaum aus dem einen Tunnel raus, geht es in den nächsten mit knapp 11 Kilometern. So erreichen wir Udvangen und fahren weiter die E 16 in Richtung Voss. Über den ersten Wasserfall stolpern wir eher zufällig. Nicht dass er zu übersehen wäre, er liegt ja direkt neben der Straße, aber wir hatten nicht mit ihm gerechnet: Dem Tvindefossen. Vor 14 Jahren waren wir schon mal hier und etwas enttäuscht, was die Wassermenge anging. Heute ist es okay, man wird ja auch genügsamer. Ich gönne der Drohne einen kleinen Ausflug und das heutige Titelfoto.

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Lærdalsfjorden

Gamle Lærdalsøyri

Heute also Ruhetag auf dem Campingplatz direkt am Fjord. Regelmäßig klopft der Regen auf das Wohnmobildach, Südnorwegen ist aktuell ein einziges Feuchtgebiet. In einer Regenpause machen wir uns auf den Weg ins Gamle Lærdalsøyri. „Gamle“ heißt in Skandinavien „Alt“ und umfasst irgendwie alles was im 19. Jahrhundert entstanden ist und heute noch steht. Meist sind es bunte Holzhäuser oder welche aus dunklen Balken mit Gras auf dem Dach. Die sind dann schon sehr alt.

Das Entrèe des alten Ortes spiegelt sich pittoresk in einem kleinen See und gibt einen prima Aufmacher für den heutigen Artikel ab. Wir schlendern dann durch den Ort, finden die Kirche und einen Bautastein. Von diesen Menhiren, meist mit Zeichnungen die eine Geschichte erzählen, gibt es über tausend Stück in Skandinavien und sie stammen meist aus der Wikingerzeit.

Ford GT 40
Heiße Schlitten – Foto: h|b
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