Fort Mice

Wand des Mäusebunker in Berlin

Ende der 60er wurden sie geplant, Anfang der 80er Jahre dann endlich fertig gestellt: die zentralen Tierlaboratorien der Freien Universität Berlin in Steglitz, auch bekannt als Mäusebunker, gebaut im Stil des Berliner Brutalismus. Hier war an einem Ort Platz für Tierzucht und -versuche zu medizinischen Forschungszwecken. (Quelle RBB)

Mäusebunker
Glaskugel – Foto: h|b
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Herbstblues

Campingplatz im Herbst, von oben

Einen Monat ist es jetzt schon wieder her, dass wir mit unserem Wohnmobil ein letztes langes Wochenende am Senftenberger See verbringen konnten. Inzwischen haben wir ja wieder Reiseverbot und einen Lockdown Light. Die Zahlen der sich täglich neu mit Corona Infizierenden ist immer noch auf einem viel zu hohen Stand, als dass man von Restriktionen absehen könnte. So wie es jetzt aussieht verlängert sich das bis Weihnachten. Ob es dann Besuche geben kann, hängt stark davon ab, wie diszipliniert die Menschen in den nächsten Wochen agieren. Im Moment bin ich da eher pessimistisch. Schulen und Kitas sind starke Trigger und vor den Weihnachtsferien wird man keine Schulen schließen.

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Stonehenge (Lausitz)

Altdöbener See mit Stonehenge

Idyllisch am Altdöberner See auf einem Hügel gelegen gibt sich Stonehenge in Pritzen ganz nahbar. Keine überteuerten Tickets, kleiner Parkplatz davor und eine Anfahrt durch wunderbare kleine Alleen nach Pritzen, ein lohnenswerter Ausflug. Hat man den kleinen Hügel erstiegen auf dem sich der magische Steinkreis befindet, hat man einen herrlichen Blick auf den See. Gut, die Steine sind nicht ganz so gewaltig wie im wirklichen Stonehenge, vermutlich auch nicht wirklich alt, aber die Mühe hier im ehemaligen Braunkohle Tagebau Lausitz sogenannte „Landmarken“ zu errichten muss man einfach honorieren.

Stonehenge von Pritzen
Steinkreis – Foto: h|b

Da manche Dinge sich erst von oben so richtig zeigen, durfte die kleine DJI Mini wieder mal eine Runde fliegen. Die Schatten zeigen nach Norden, die Sonne stand herbstlich im Süden, die beste Zeit für magische Momente. Aus der Ferne wummert leise Techno, irgendwo östlich im Wald liegt die „Wilde Möhre“ ein Festivalgelände mitten im Wald. Mit dem Wohnmobil müssen wir – wieder über sehr kleine Straßen – direkt daran vorbei. Alles voller junger Leute. Ein letzter Blick von ganz oben, zeigt die Steine von Stonehenge in aller Schönheit.

Stonehenge von Pritzen
Steinhaufen – Foto: h|b

The rising tide

Skulpturenpark Kvalsvik

Nicht weit von unserem Campingplatz in Haraldshaugen gibt es ein Kunstwerk in einer kleinen Bucht. Vier merkwürdig anzusehende Pferde mit verschiedenen Menschen auf dem Rücken stehen dort halb im Wasser. Der Künstler Jason DeCaires Taylor erklärt sein Werk mit den folgenden Worten: „Die vier Hybridskulpturen verschmelzen Ölfördermaschinen mit der Pferdeform und verweisen auf das inzwischen pensionierte Arbeitspferd. Gleichzeitig machen sie auf unsere anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die möglichen apokalyptischen Folgen des Klimawandels aufmerksam. Die Skulpturen fragen: Wer ist zuständig? Wo gehen wir hin?“ The Rising Tide war ursprünglich in der Themse in London zu sehen. Eine gute Gelegenheit Kamera und Drohne auszupacken und das Kunstwerk ins rechte Licht zu rücken. Ein kleines Drohnenselfie nach getaner Arbeit ist natürlich auch drin.

Die „Kvala Kystbatteri“ bzw. deren Reste liegen direkt daneben und zeigen heute noch die Handschrift der deutschen Wehrmacht, die ja Norwegen besetzt hielt und an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen hat. Teilweise bis weit über den Polarkreis hinaus. Hier sind es ein paar verfallene Steinbunker und auf der großen Schafkoppel zwei rostfarbene Flakbunker die aussehen wir verlorene Stahlhelme. Mit den beiden Flaks sicherten die Deutschen die wichtige Schifffahrtsverbindung nach Norden. Bis zu 10 km Reichweite hatten die Kanonen. Da die Hügel nicht zugänglich sind, habe ich die Drohne auf Spurensuche geschickt.

Haraldshaugen

Haraldshaugen aus der Luft

Seit gestern stehen wir auf dem Campingplatz Haraldshaugen. Direkt unterhalb des gleichnamigen Denkmals. Mein eigenes Denkmal in Südnorwegen? Nein, leider nicht. Es handelt sich um das „Reichsmonument Norwegens“. Hier soll König Harald Hårfagre (Harald I. genannt Schönhaar)  – cooler Name, oder? – der Sage nach begraben liegen. Ein 1872 errichteter granitener Obelisk mit 29 kleineren Monumenten aus 29 Landesteilen erinnert an die Reichsgründung 872 und den Reichsgründer Harald Schönhaar. In direkter Nähe, an einer alten Thing-Stätte in Krosshaugen, befindet sich noch ein Steinkreuz aus der Christianisierungszeit um das Jahr 1000.

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