Kleine Dinge, ganz gross

Die Actionfigur "Sonic the Hedgehog" sitzt in seinem blauen Legoauto und hebt scheinbar ab

Das war das Motto unseres letzten Fotowalks mit Fotografinnen und Fotografen des Fotoclubs Überlingen. Martin hatte die Idee, dass wir uns abends treffen und jeder bringt ein paar Figürchen aus seinem Bestand mit. Da das Thema für mich ja nicht neu ist – hab ja schon ganze Projekte damit umgesetzt – und Charlie Brown oder die Schlümpfe meine ständigen Begleiter sind, war ich leicht im Vorteil.

Die galt es dann geschickt in Szene zu setzen. Erste Vorgabe: Damit das fotografisch gut aussieht, müssen wir uns auf Augenhöhe begeben. Von oben runter fotografieren macht nicht viel Sinn und sieht auch nach nichts aus. Das gilt auch für Kinder oder Tierfotografie: Immer auf Augenhöhe. Auch wenn die Knie knirschen. Aber zum Glück gibt es ja heute Klappdisplays.

Das Umfeld einzubinden war dann die zweite Herausforderung. Also wo platziere ich meine kleinen Models. Mein Playmobilmännchen, sprich, mein alter Ego mit der Kamera, war gesetzt, ich konnte aber auch von den Kollegen partizipieren, die auch ihre Modelle in Stellung gebracht hatten

Das Titelbild zeigt „Sonic the Hedgehog“ in seinem Auto. Wir haben das so auf einem Ast platziert, dass das Auto leicht hochsteht – dass was dabei geholfen hat, kann man ja heut leicht wegretuschieren – und zusätzlich habe ich nachträglich ein wenig Speed in Photoshop hinzugefügt. Voila, Sonic geht ab.

Wenn man so am rumfotografieren ist, erweckt man natürlich auch die Aufmerksamkeit der Umstehenden, oder man nutzt die allgemeine Fotografiererei dazu, mal nebenher ein Pärchen abzulichten, was sich grad selbst versuchte abzulichten. Netterweise schauen sie auch im richtigen Moment zum Fotografen, also zu mir 😉

Mit viel Dampf zum Bodensee

Sonderzug der "Belletrains" von der Birnau aus gesehen. Vorbeifahrt am alten Bahnhof Birnau-Maurach. Als Zuglok fungiert die 01 1104

Der Veranstalter „Belle Trains“ bietet jährlich Zugtouren an, die in unserem Fall von Köln kommend, Lindau streifend, entlang des Bodensees in die Schweiz führt, bevor sie über München und Frankfurt wieder ihren Ausgangsort erreicht. Neun Tage dauert die edle Tour und ich will gar nicht wissen, was das kostet 😉

Teile der Strecke wurden auf dieser Tour mit der 1940 in Dienst gestellten 01 1104 gefahren, einer der stärksten Dampflokomotiven der damaligen Deutschen Reichsbahn. Durch Informationen eines Clubkollegen aus dem Fotoclub wusste ich die Fahrplanlage und konnte mich an der Birnau aufstellen, um den Zug zwischen Weinbergen und Bodensee ablichten zu können. Schon sehr nostalgisch, wenn man sich auch noch das angehängte Wagenmaterial anschaut.

In Singen wurde die Dampflok abgehängt und fuhr mit einem Wagen wieder zurück, vermutlich nach München, um den Zug dort später wieder aufzunehmen, für das letzte Stück der Reise. So konnte ich sie nochmal im Rückwartsgang formatfüllend ablichten, als sie die Silvesterkapelle am Überlinger Uferpark passierte. Für alle Freunde der Dampflokära zum Schluss noch ein kleines Video, mit einem Extrapfiff, extra für uns 😉

Dampfzug am Bodensee (YouTube Link) – Da ich keine DSGVO gerechten iFrames hier einbetten kann, nur der Link der direkt zum Video auf meinem YouTube Kanal führt. Viel Spaß.

Schwereloser Gleiter

Rotmilan im Flug

Manchmal lohnt es sich, beim Spaziergang den Blick nicht nur auf den Weg, sondern auch in den Himmel zu richten. So ging es mir kürzlich in den Feldern hinter Überlingen, als plötzlich ein Rotmilan seine Kreise über der Landschaft zog. Mit seinen langen, schmalen Flügeln und dem tief gegabelten Schwanz – daher auch sein Zweitname „Gabelweihe“ – ist er selbst auf größere Entfernung leicht zu erkennen. Besonders auffällig wirkt sein rostbraunes Gefieder, das in der Sonne beinahe leuchtet.

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Iris-Farbkreis

Irisblüte vom Rosenobelturm in Überlingen

Wir bleiben noch etwas in der Welt der Blumen, schließlich ist noch Frühling, auch wenn es sich bereits wie Sommer anfühlt. Seit der Landesgartenschau im Jahr 2021 findet sich auf dem Rosenobelturm in Überlingen eine Art Blumenkranz.

„15 Farben, ein Kreis: Der Überlinger Mediziner und Hobby-Gärtner Christfried Preußler hat auf dem ehemaligen Wehrturm im Rosenobelgarten einen farblich perfekt abgestimmten Blumenkranz gepflanzt. Dafür verwendete er 15 Sorten der Bart-Iris aus der Gärtnerei Gräfin von Zeppelin im Markgräfler Land.“

„Das Farbspektrum reicht von weiß über Gelb- und Apricot-Töne zu einem leuchtenden Orange. Dann wird es dunkler und gipfelt mit der sattroten „Merlot“ und der schwarz violetten „Before the Storm“. Es folgen Blautöne, die sich immer mehr aufhellen, um mit „Blue Reflection“ den Kreis wieder zu schließen.“

Der Text aus dem Südkurier vor nun 5 Jahren ist immer noch aktuell, da jedes Jahr um diese Zeit die Iris auf dem Rosenobelturm in voller Blüte steht und mit einem Irisfest – ausgerichtet von den Stadtverschöneren – gefeiert wird.

Ich war vorher schon mal da um zu fotografieren. Wie bereits in dem Beitrag zu den Rhododendron geschrieben, habe ich auch hier lediglich mein iPhone 15pro eingesetzt, um mit der „Portraitfunktion“ und dem „Bühnenlicht“ die tollen Irisblüten freizustellen. Der dunkle Hintergrund gibt hier – selbst bei den blauvioletten Iris – die Pracht der Iris wider.

Stiftsbezirk St. Gallen

Innenaufnahme der Stiftsbibliothek in St. Gallen

Noch bevor draußen der erste Hahn kräht, sitzt er bereits über das Pergament gebeugt. Das Licht der kleinen Fensterscheiben reicht kaum aus, also flackert neben ihm eine rußende Öllampe. Federkiel, Tinte, Lineal und Messer liegen ordentlich bereit — Werkzeuge für eine Arbeit, die Geduld verlangt wie kaum eine andere. Jeder Buchstabe entsteht langsam und mit ruhiger Hand, denn ein Fehler lässt sich nicht einfach löschen. Wird die Tinte verschrieben, muss das Pergament vorsichtig abgeschabt und geglättet werden, bevor die Zeile erneut geschrieben werden kann.

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Tödliche Blumen

Rote Rhodondendronblüte auf der Insel Mainau

In ihrer verschwenderischen Pracht sind sie aktuell auf der Insel Mainau nicht zu übersehen. Kurz hinter dem Eingang strahlen sie in riesigen Mengen in leuchtenden Farben um die Wette. So dominierend, als gäbe es nichts anderes.

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Kulturlandschaft #3

Blick mit der Drohne über Apfelplantagen bis hinunter zum Bodensee bei Überlingen

Neben der klassischen Felderwirtschaft gibt es am Bodensee natürlich eine Menge Obstanbau. In vorderer Linie natürlich Weinanbau, aber auch Äpfel, Kirschen und Birnen werden in langen Reihen mit niedrigstämmigen Bäumen angepflanzt. Sie lassen sich leichter ernten, als die klassischen – oft alten – Hochstämmer, an denen das Obst oft verfault, weil sich niemand findet, der die Mühe des Erntens auf sich nehmen will.

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Kugelwelten – Paradiso

Ausstellung "Paradiso" von Annette Grunert im Palmenhaus in Konstanz

„Wenn die Urform „Kugel“ auf die üppige Form des Palmenhauses trifft, entsteht ein besonderer Spannungsraum. Annette Grunert aus der Schweiz zeigt mit ihrer Serie „PARADISO“ eine Werkreihe, welche Farbe Licht und Geometrie in Einklang bringt. Ihre Objekte scheinen im Raum zu schweben und laden ein, die Welt aus einer runden Perspektive zu betrachten.“

Soweit der Ausstellungsflyer der Ausstellung die vom 26. April bis zum 03. Mai im Palmenhaus in Konstanz stattfand.

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Zwischen Trauer und Freude – Waldrapp in Überlingen

Zwei Waldrapp in der Felsnische bei Überlingen

Trotz der vielen Rückschläge der Überlinger Waldrappkolonie gibt es Grund zur Hoffnung. Derzeit befinden sich wieder neun Waldrappe im Brutgebiet in Überlingen, drei davon sind Weibchen. Samo, die inzwischen bereits brütet, wurde aus einer Kolonie in Salzburg an den Bodensee gebracht und erfolgreich in die Gruppe integriert. Was ist passiert?

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