La Muralla Roja

La Muralla Roja in Calpe

Neben viel schrecklicher Architektur an den Stränden der Costa Blanca ragen zwei Bauwerke in Calpe heraus, die in den 70er Jahren vom Architekten Ricardo Bofill entworfen wurden, der letzte Woche im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Eins davon ist das „La Muralla Roja“ – die rote Mauer. Ein Grund für mich sich dieses Gebäude näher anzuschauen, dass unter „Ricardo Bofills 10 berühmtesten Werken“ eingestuft wird. Mit Kamera und Drohne bewaffnet mache ich mich also mit dem Rad auf den Weg durch Calpe.

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Beniyork

Benidorm Süd

130 Hotels, 41.000 Betten, unzählige Appartements und 11 Campingplätze. 77 Hochhäuser und 27 Wolkenkratzer wachsen mit mehr als 100 Meter in den Himmel über der Costa Blanca. Der Apartmentturm „Intempo“ ist mit 200 Metern das höchste Gebäude, gefolgt vom „Grand Bali“ mit 186 Metern. Benidorm – von dem Ort ist hier die Rede – besitzt damit die weltweit höchste Dichte an Hochhäusern pro Einwohner. Pedro Zaragoza, seines Zeichens früherer Bürgermeister, ist in den fünfziger Jahren nach Madrid gefahren, um den damaligen Diktator Franco von seinen Plänen einer Urlaubsstadt ala „Beniyork“- einem New York am Mittelmeer – zu überzeugen. Hat funktioniert.
Quelle: Website Reisen nach Spanien

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Otra torre

Torre del Cap d'Or

Die ganze Küstenlinie der Costa Blanca scheint ja mit Türmen verziert zu sein. Alle paar Meter reckt irgendwo „noch ein Torre“ sein Haupt in die Luft und hält Ausschau nach Piraten. In Peñíscola waren wir ja schon mal beim Torre Badum, auch dorthin war der Weg nicht ohne. Auch mit E-Bikes. Hier in Calpe gibts in der Gegend auch Torres, was spricht dagegen zu einem mal eine Radtour zu machen. Irgendein Ziel zu haben ist ja meist ganz hilfreich. Kann motivierend wirken. Statt einfach nur in der Gegen rumzukurven. Also Komoot gefüttert, Tour gespeichert und ab aufs Rad, Richtung Moreira und den Torre del Cap d’Or.

Komoot hat die merkwürdige Angewohnheit auf ausgewählten Strecken zwischendurch kleine Schlenker oder Abkürzungen einzubauen, ohne Rücksicht auf Verluste. Das passierte auch auf der halben Strecke und plötzlich fanden wir uns auf einer MTB Strecke wieder. Erst holterdiepolter einen Rüttelberg runter, dann auf der anderen Seite wieder mühsam rauf. Okay, besser ignorieren die Vorschläge. Wir bleiben von da an lieber auf der Straße, die malerisch die Küste entlang mäandert. Halt mit Verkehr. Aber die Spanier sind rücksichtsvoll und kennen das. Im Winter sind hier ohne Ende Radrennfahrer zum Training in Gruppen aus ganz Europa unterwegs.

Als wir nach rund 15 km in Moraira um die Ecke kommen, sehen wir den Torre del Cap d’Or oben auf dem Berg thronen und beschließen spontan ihn da oben allein zu lassen. Wir suchen uns gegenüber der Festung an der Promenade ein Plätzchen und genießen vor der Rückfahrt bei Wein und Sandwich und dem Blick auf den Torre oben auf den Klippen das Meer und die Sonne. Vielleicht ein anderes mal.

Megacity

Sonnenuntergang mit Möwe

Um gute Fotos von einem Sonnenuntergang zu bekommen braucht es auf jeden Fall Wolken. Nur die garantieren einen „brennenden Himmel“. Dann, wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist. Was auch gut hilft, ist eine Kamera mit der Möglichkeit ein „Szenenprogramm“ nutzen zu können. Beim Ersten ist man von der Natur abhängig, für das Zweite habe ich ja meine Olympus OM-D E-M5II mit dem entsprechenden Programm für Sonnenuntergänge. Ein wenig Vordergrund, oder irgendwas, was die Szenerie belebt macht sich natürlich auch immer gut.

Von Calpe aus habe ich vom Fuße des Ifach gesehen einen tollen Blick hinüber über das Meer nach Benidorm. Mit dem 70-200er Lumix Objektiv (umgerechnetauf VF) kann ich mir die Kulisse der Stadt ganz nah heranholen, so dass sie ein wenig wirkt, wie ich mir Dubai. vorstelle. Es fehlen ja die Größenverhältnisse zum Vergleich. Es könnte allerdings auch eine Megacity der Zukunft auf dem Mars sein, die rote Farbe passt ja schon gut dazu. Wenn einem dann pittoresk noch eine Möwe durchs Bild fliegt – wie auf dem Titelbild zu sehen – ist mein Fotografenherz glücklich.