Weiter Blick

ICC mit Berliner Funkturm

Was ich in unseren paar Tagen im Berliner Häusergewirr vermisse, ist der freie Blick zum Horizont. Aus unserer Wohnung in Überlingen sehen wir weit über den Bodensee bis hinüber zu den Appenzeller Alpen. In Berlin meist nur über die Straße auf die gegenüberliegende Häuserwand. Mit „Into the Great Wide Open“ von Tom Petty isses hier nicht weit her.

Also müssen wir nach oben. Genauer gesagt 124 Meter hoch. So hoch ist die Aussichtsplattform des Berliner Funkturms. Sie schwankt leicht im Wind, als wir oben ankommen, belohnt uns aber mit einem einmaligen Rundumblick. Bis hinaus zu den Windrädern im Brandenburgischen reicht der Blick. Fantastisch!

Zuerst muss man dazu aber durch den „Tunnel des Grauens“. Gemeint ist damit die Unterführung mit der man den Messedamm unterqueren muss. Obendrüber gibt es für Fußgänger keine sichere Möglichkeit. Die dystopische Passerelle war bereits Drehort bekannter Filme. Katniss Everdeen wurde hier in den „Hungergames“ durchgejagt, Jason Bourne musste sich durchkämpfen, selbst Cpt. America war schon an diesem heimeligen Ort 😉

Durch das Kassenhäuschen kommt man an den winzigen Fahrstuhl, der maximal 8 Personen mit 4m in der Sekunde auf 124 Meter bringt. Das Ticket hinauf kostet 10€. Wenn man die erste Aussichtsplattform betritt, ist man erstmal geschützt durch Fenster. Ein weiteres Treppchen nach oben und man wird von heftigem Wind ordentlich durchgepustet. Aber nur von hier kann man fotografieren, ohne zerkratzte und verschmutzte Scheiben vor der Linse zu haben.

Aber der Rundumblick ist fantastisch. Berlin ist ja nicht New York, eher wie Paris, sprich flach. In Richtung Osten erheben sich ein paar Hochhäuser, die meisten in der City West. Etwas nach links dominiert der Fernsehturm am Alex mit seinen 365 Metern Höhe die Sicht in die Ferne.

Zum Einen war der Funkturm, der ja das Ende der Avus einläutet, lange Zeit eine wichtige Landmarke. West-Berliner die aus der BRD zurück kamen, waren endlich wieder zu Hause. Die Rolle die heute – und auch immer für uns – eher der Fernsehturm innehat. Zum Anderen haben wir es in 22 Jahren Berlin nie geschafft, den Funkturm auch mal zu besuchen, geschweige denn ihn hochzufahren. Da er ja aktuell Geburtstag hat – er wird 100 Jahre alt – eine gute Gelegenheit das nachzuholen.

Ich war öfter vor Ort, zur ITB, oder zur InnoTrans, aber nie oben. Dazu müssen wir also erst als Touristen nach Berlin zurückkommen. Aber ist ja schön, dass es noch Dinge in Berlin gibt, die wir noch erobern können.

Mauer Park Kunst

Ein Künstler an einer Schreibmaschine im Mauerpark in Berlin

Am Mauerpark, wo Steine Geschichten tragen,
wächst Kunst aus Farben, Mut und alten Tagen.
Zwischen Lachen, Musik und wildem Treiben
darf selbst die graue Mauer bunter bleiben.
Und wer dort innehält, der merkt geschwind:
Dass Mauern manchmal Türen sind.

Weidmanns Heil

Ansitz auf einem Feld

Wenn ich so mit dem Rad durch Feld und Flur streife, sind mir schon immer die diversen Hochsitze ins Auge gefallen. Es scheint dafür keine Din Norm oder sowas zu geben. Manche Ansitze sind recht abenteuerlich zusammengezimmert. Manche haben ein Dach, manche sind hoch, manche niedrig, ganz ohne Dach oder Komfort, manche fast baufällig. Ich habe allerdings noch NIE einen gesehen, wo jemand drauf- oder drinstand. Dazu müsste ich vermutlich früher aufstehen. Aber vielleicht gibt es auch keine Jäger mehr.

Dieses Exemplar habe ich gefunden, als ich zwei Milane fotografiert habe. Er steht mitten in einem staubigen Feld, durch einen einzelnen Baum beschützt, unten ein kleines quadratisches Rasenstück. Fast wie ein Wochenendhäuschen, nur ohne Pool. Mit der Drohne habe ich ihn dann vom Umfeld gelöst, was das Ganze noch mehr wie ein kleines Spielzeughaus aussehen lässt.

Am Waldesrand #5

Distelfalter auf einer lilafarbenen Blüte

Hatte ich an meinem ursprünglichen Waldesrand so viele Insekten gefunden, dass ich gar nicht wusste, wen oder was ich alles fotografieren sollte, war mein Besuch an unserem heimischen Bach anfangs eher frustrierend. Es war zum Einen sauheiß, zum Anderen hielten sich die Insekten bedeckt.

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Zeitreise

Ein Foto mit einem kleinen Jungen, der vor einem alten Opel steht, vermutlich Ende der 50er Jahre

Da ich gerade in der Vorbereitung auf meinen nächsten runden Geburtstag bin, habe ich in der großen Bilderkiste gekramt, auf der Suche nach meiner Vergangenheit. Die liegt ja schon seeehr weit zurück, im letzten Jahrhundert sozusagen. Mein Gott klingt das furchtbar. Naja, es gibt ein paar schwarzweiss Bilder, die es bis heute überlebt haben, aber natürlich nicht mehr die beste Qualität haben.

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Beringt und besendert

Waldrapp aus Überlingen

Noch heißen sie A19_100 oder A23_100 im Animaltracker. Der siebenköpfige Nachwuchs der Überlinger Waldrapp hält sich im Moment auf den Wiesen unterhalb von Leustetten auf, um sich auf die Migration im Herbst vorzubereiten.

Vor kurzem konnte man die Kolonie noch in der Nähe von Hohenfels finden, wo das Waldrappteam die sieben Jungtiere kurzfristig eingefangen, anschließend beringt und besendert hat. Dabei wurden den Vögeln auch Federn entnommen, um das Geschlecht bestimmen zu können.

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Partielle Sonnenfinsternis

Partielle Sonnenfinsternis am Bodensee

Irgendwie hatte ich mit ein paar Leuten im Uferpark gerechnet, aber in Zeiten von Social Media bleibt das wohl ein Wunschtraum. Ich schätze mal, dass sich rund 500 Leute gegen halb sieben eingefunden hatten, um die Sonnenfinsternis in Überlingen zu sehen.

Ich konnte mir mit meiner Kamera ein Plätzchen am vorderen Rand sichern und wartete auf das erste Anknabbern der Sonne. Das war so gegen 19.40 Uhr das erste Mal zu sehen. Es fing zwar schon vorher an, aber da war es wirklich nur eine sehr kleine Delle.

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Seenachtfest Konstanz

Buntes Feuerwerk zum Seenachtsfest 2026 in Konstanz

Jedes Jahr an einem Samstag Anfang August füllt sich der Bodensee vor Konstanz mit einer Menge Schiffe. Kleine, Große, Yachten, Fähren, BSB Schiffe, alles was irgendwie schwimmen kann. Nach Veranstalterangaben kamen dieses Jahr rund 3000 Boote zusammen. Dazu kommen noch ca. 35.000 Besucher an Land.

Ein Grund für mich das Spektakel zu meiden. Ich konnte so zwar nicht die neue Drohnenschau sehen, aber von unserem Balkon und mit dem Tele durchaus die 14 km Luftlinie überbrücken, um ein paar Fotos vom Feuerwerk zu bekommen.

Mit der Schärfe ist es natürlich nicht mehr soweit her, liegt doch eine Menge Luftfeuchtigkeit über dem See, die für die Kameraoptik schwer zu kompensieren ist. Aber für einen kleinen Eindruck sollte es reichen. Vielleicht buch ich mir doch mal irgendwann einen Platz auf einem Boot. Dann heißt es: Mittendrin statt nur dabei 😉

Am Waldesrand #4

Das Foto zeigt ein Großes Ochsenauge, einen Tagfalter

„Von der großen Welt der Insekten sind Schmetterlinge wohl die beliebtesten Vertreter: Sie strahlen Leichtigkeit und Ruhe aus und begeistern durch vielfältige Farben und Muster. Ein Sommer ohne Schmetterlinge wäre nur halb so bunt – und für die meisten von uns kaum vorstellbar. Etwa 3.700 verschiedene Schmetterlingsarten leben in Deutschland. Nur rund 200 dieser Arten sind Tagfalter. „

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Mathe mit Sonnenblumen

Eine Nahaufnahme einer Sonnenblume von innen. Eine Biene sucht nach Blütenstaub

Was aussieht wie ein Flammenmeer hinter einer verbrannten Landschaft, ist das Innere einer Sonnenblume. Wie in Frankreich, Spanien und Griechenland, besteht auch im Süden Deutschlands aktuell die höchste Warnstufe für Waldbrandgefahr. Grillen, Feuerwerk und ähnliches ist verboten. Es ist definitiv zu heiß und zu trocken für einen normalen Sommer.

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