Jenseits der Mauer

Was oder wer sich jenseits einer Mauer befindet, liegt ja immer im Auge des jeweiligen Betrachters. Dafür hat ja eine Mauer auch zwei Seiten. Bei der Mauer, um die es bei der Ausstellung „Beyond the wall“ des Künstlers Stefan Roloff an der Rückseite der East Side Gallery geht, handelt es sich um die Berliner Mauer. War die eine Seite der Mauer (West) meist bunt und im Laufe ihres Bestehens eher Folklore, konnte man auf der anderen Seite (Ost) schon mal erschossen werden, wenn man sich ihr unerlaubt näherte. Heute vor 56 Jahren wurde sie geschlossen, damit niemand mehr aus dem Sozialismus abhauen konnte. Das hatten bis zu diesem Zeitpunkt im August 1961, aus Sicht der DDR Führung, nämlich bereits viel zu viele Menschen getan. Das war natürlich Verrat an der Sache und als „versuchter Republikflüchtling“ wurde man auch im Laufe der nächsten Jahrzehnte gern mal länger weggesperrt.

Fotograf – Foto: h|b

Neben Videostills der damaligen Grenzanlagen finden sich Interviews von Betroffenen und deren Silhouetten auf der Rückseite der Mauer. Die großformatige Arbeit erstreckt sich auf 229 Metern entlang der Spree und kann noch bis zum Tag des Mauerfalls am 9. November besucht werden. Die Interviews sind in deutsch, englisch und spanisch, so dass auch die meisten Touristen den Hintergrund der Ausstellung verstehen können.

Ausstellung zur Berliner Mauer
Ausstellung zur Berliner Mauer – Foto: h|b

Planet der Affen

Diese Woche haben wir – mein Enkelkind und ich – uns intensiv mit unseren nächsten Verwandten beschäftigt. Zuerst waren wir im Berliner Zoo wo wir – nach den langweiligen Pandas – ins Affengehege zu den Gorillas gewechselt sind. Da war wenigstens was los und um 14 Uhr sogar Essenszeit. Ibo und sein Harem warteten bereits auf den Lieferdienst, klopften ungeduldig aufs Gras, oder trommelten sich auf die Brust.  Zur Belohnung gab’s dann viel gesundes Gemüse.

Im Laufe der Woche lief dann auf 3Sat eine gut gemachte Dokumentation in drei Teilen, wo – gefühlt – sämtliche Affenrassen vorgestellt wurden. Abgeschlossen haben wir das dann mit dem dritten und vorerst letzten Teil der Neuverfilmungen vom „Planet der Affen“ in 3D. Cooler Film mit viel Action und Pathos.  Mehr Affen geht nicht. Oder doch? Hier sind noch ein paar …

Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M5II und dem Olympus 75-300 mm

Pandamie

Die Schlange vor dem Eingang des neuen Pandapalastes im Berliner Zoo ist ungefähr 100 Meter lang. Die Besucher werden nur in verträglichen Blöcken ins Gehege gelassen, wo die beiden Pandabären Meng Meng und Jiao Qing sich in ihren klimatisierten Räumen ihrer Lieblingsbeschäftigung hingeben.

Wenn man zwischen den Menschenmassen hindurchspäht, sieht man zuerst, wie sich immer wieder Blätter hektisch bewegen. Ein Hauch Jurassicpark liegt in der Luft. Was werden wir gleich zu sehen bekommen? Endlich vor dem Fenster angekommen, die Auflösung: Erst einer, ein paar Meter weiter der zweite Panda. Mit dem Rücken zum Publikum schieben sie sich einen Bambusast nach dem anderen zwischen ihre kräftigen Kiefer. Keine Pause, keine Fütterungszeiten, wie bei den anderen Tieren, ihr Lieblingsessen ist maximal eine Armlänge entfernt und wird permanent weggefressen.

Die Zuschauer, die mit allerlei Verrenkungen versuchen, das eigentlich gar nicht so kuschelige, monochrome Fellwesen auf den Farbchip des Handys zu bannen, verlieren dann auch schnell das Interesse an den beiden Langweilern und ziehen weiter zu den anderen Bewohnern des Berliner Zoos. Viel Hype also um nichts.

Colours of Aarhus

Im Rahmen unserer Skandinavien-Kreuzfahrt stand auch ein Besuch einer der beiden Kulturhauptstädte Europas, Aarhus in Dänemark, an. Neben einem Stadtbummel, haben wir dem Aarhus Art Museum, kurz ARoS, einen Besuch abgestattet. Eine der Attraktionen ist ein Skywalk in allen Regenbogenfarben auf dem Dach des Museum. Man kann dort einmal herumlaufen und sieht die Stadt so in allen Farben. Interessanterweise kann das Auge die Farben viel besser sehen, als der elektronische Sucher der Kamera. Beim ersten Durchschauen war ich etwas enttäuscht, war doch eher alles blass und kaum farbig. Vielleicht eher so eine Filterfunktion, muss ich mal recherchieren. Das Bild ist jedenfalls aus der Serie „Project Sara“ und zeigt den Grünteil des Spektrums.

Foto: Olympus OM-D E-M5 II, 12-40/2.8 PRO, ISO 200, 1/3200 bei f2.8

Meerjungfrauen

Auf unserer Nordseekreuzfahrt mit der Costa Favolosa, waren wir heute bei herrlichem Sommerwetter in Kopenhagen. Neben einer ausführlichen Fahrt mit dem HopOn, HopOff Bus einmal kreuz und quer durch die Stadt, gehört natürlich der Besuch der kleinen Meerjungfrau dazu. Schließlich ist die Geschichte vom Dänen Hans-Christian Andersen, und im Original trauriger als uns Arielle weißmachen will. Jetzt warten wir aufs auslaufen und auf den morgigen Seetag. Eine schöne Erholung nach dem heutigen Großstadtgewusel. Nächster Halt: Geiranger.

Bilder und Geschichten aus Berlin und der Welt