Luftikus

Stadtblick

Zwischen den Winterstürmen bietet sich ja auch mal eine Zeit der Ruhe, auch wenn die zwischen Sabine und Viktoria nur kurz ist. Gestern ist aber so ein Tag. Die Sonne scheint, der Wind hält sich in Grenzen, eine gute Gelegenheit das Fahrrad aus dem Keller zu holen und die Drohne startklar zu machen. Akkus geladen und los gehts. Erste Station: Der Campus Berlin, Ende des Jahres mein neuer Arbeitsort.

Der künftige Campus Berlin der DB Systel – Foto: h|b

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Besuch im Wolkenhain

DJI Mavic Mini

Seit ein paar Tagen gibt es „fotografischen“ Nachwuchs in unserem Hause. Neben der Olympus OM-D E-M5II und dem iPhone 8 kann ich jetzt noch aus der Luft fotografieren. Mit einer Drohne. Einer DJI Mavic Mini. Mit 249 Gramm nur 90 g schwerer als mein Handy. Sie liegt damit exakt 1 g unter der Grenze von 250 g, um nicht unter bestimmte Regelungen für Drohnen zu fallen: Kennzeichnungspflicht, Versicherung, Führerschein, und so weiter. Ist grad nicht so einfach zu bekommen, bei Amazon in der Regel bis zu 2 Monate Lieferzeit, ich hatte Glück und sie nach 4 Tagen bereits in der Hand. Da passt sie auch locker rein, so klein ist sie.

Nun ist es ja in Berlin gar nicht so einfach eine Drohne fliegen zu lassen. Noch bis dort wo ich wohne zieht sich der große rote Kreis rund um das Regierungsviertel in der APP der DFS: No Flight possible. Man klickt dann also in dieser APP auf interessante Punkte von dem man die Drohne gern starten möchte und bekommt dafür meist ein rotes „NO GO“. Es gibt – zumindest in Ballungsgebieten – weit mehr Regeln wo eine Drohne NICHT fliegen darf, als Locations wo das problemlos möglich ist. Eine davon ist aber netterweise das Wuhletal. Kein Naturschutzgebiet, weit genug von Bundes- und Wasserstraßen entfernt. Perfekt.

Drohne in Anflug – Foto: h|b

Ab zur Seilbahnstation in Hellersdorf. Auto parken und ab in den Park. Das erste was ich sehe: Eine Drohne 😉 Hatte wohl noch jemand dieselbe Idee. Wir gehen ein Stück weiter, wollen uns ja nicht ins Gehege kommen, und machen die Kleine startklar. Erster Schritt: Automatischer Start auf 1.20 m. Da steht sie dann, summt wie ein Bienenschwarm vor sich hin und wartet auf weitere Befehle. Erst mal ein wenig drehen, vorwärts, rückwärts, hoch, seitlich, wieder runter, dann höher. Wir stehen allerdings in der Windschneise und so kommt mit steigender Höhe schnell die Meldung im Display, dass der Wind die Flugmanöver beeinträchtigt. Also erstmal wieder runter damit.

Dann versuche ich mal die automatischen Manöver wie Drohnie oder Rocket. Dabei behält einen die Drohne im Fokus und fliegt entweder schräg von einem weg, oder kerzengerade nach oben. Dabei filmt sie und kommt dann automatisch wieder zurück. Nach dem ersten Versuch packen wir alles wieder ein und gehen Richtung Kienberg. Im Schatten des Hügels ist es etwas windstiller und ich starte den 2. Flug. Dabei sind zum Teil die Bilder entstanden, die am Ende des Artikel zu finden sind. Sie liegt hier gut in der Luft, macht erstmal ein Selfie von uns, bevor sie aus 30 m Höhe den Wuhleteich und das Wuhletal ins Visier nimmt. Höher darf man im gesamten Großraum Berlin nicht fliegen, da die beiden Flughäfen das ganze Gebiet zur Flugzone machen.

Nach dem zweiten Flug packen wir die Mavic Mini wieder ein und machen uns auf den Weg zum Wolkenhain, eine Aussichtsplattform die zur IGA Berlin im Jahr 2017 errichtet wurde. Von hier oben in knapp 120 Meter Höhe, hat man fast einen ähnlichen Blick über das Umland wie von einer Drohne, wobei diese offiziell an dieser Stelle nie so hoch fliegen dürfte. Das Cafe hat leider noch zu, so dass wir nach dem Aufstieg wieder zurück zum Auto laufen. Für den ersten Ausflug lief das recht gut, jetzt muss ich noch ein wenig fitter in der Bedienung der Drohne werden und beim nächsten Mal einen etwas windstilleren Tag aussuchen. Auf jeden Fall macht es Spaß die Welt von oben zu betrachten. Egal ob Drohne oder Wolkenhain.

Abhängen

Roter Panda

So wie der kleine, rote Panda im Berliner Tierpark, einfach mal ein paar Tage lang die Seele baumeln lassen, abhängen, sich um nichts kümmern müssen, in der Sonne liegen, Inseln besuchen. Das ist unser Plan für die nächsten 14 Tage. Morgen geht es los. Inselhopping auf den Kanaren bei 21 Grad und viel Sonne. Soweit die Prognose. Kann mir aktuell grad gar nicht vorstellen, wie sich Temperaturen jenseits der 20 Grad anfühlen, noch dazu, wenn die Sonne scheint. Die auch noch früher aufgeht und länger am Himmel bleibt. Ick freu mir drauf.

Der alten Zeiten wegen

Brandenburger Tor Silvester

Should auld acquaintance be forgot
And never brought to mind?
Should auld acquaintance be forgot,
and days of auld lang syne?

For auld lang syne, my jo
For auld lang syne
We’ll tak’ a cup o’ kindness yet
For auld lang syne

And surely ye’ll be your pint-stoup
And surely I’ll be mine
And we’ll tak’ a cup o’ kindness yet
For auld lang syne
(Text nach Robert Burns)

Ich wünsche euch eine schöne Silvesterfeier, und freue mich auf ein neues Jahr mit viel Liebe und wenig Hass. Bis gleich im Pub 😉

Wet Christmas

Brandenburger Tor spiegelt sich in Wasser

„Schneeheflöckchen, weiß Röckchen…“, „Leise rieselt der Schnee“, „White Christmas“, „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus, die Welt, die Welt sieht ganz verzaubert aus“.

Tief in unserem kollektiven Bewusstsein hält sich hartnäckig die Hoffnung auf weiße Weihnachten. Wenn der Schnee auf die Erde fällt, alles leiser wird und auch die Nacht in helles Licht getaucht ist. Aber… meist bleibt es beim Träumen, eine weiße Weihnacht in unseren Breitengraden ist eher selten. Wer jetzt sagt, hey, stimmt gar nicht, früher, als ich noch ein Kind war, lag immer Schnee, dem spielt sein Gedächtnis einen Streich. Es mag die Jahre gegeben haben, aber vermutlich überdeckt die schöne Kindheitserinnerung alle nachfolgenden eher nassen und trüben Weihnachtstage. Wer das nicht glaubt, kann das gern hier selbst überprüfen: Weiße Weihnachten. Für meine Orte an denen ich bisher Weihnachten gefeiert habe, trifft das ausnahmslos zu. Das letzte Mal in Berlin gab es übrigens 2010 weiße Weihnachten, dann kam auch ein echt langer Winter hinten nach.

Das Bild ist aus dem Volkspark Friedrichshain, kurz vor Weihnachten im Dezember 2010.

Rodelspaß
Rodelspaß – Foto: h|b