Noch bevor draußen der erste Hahn kräht, sitzt er bereits über das Pergament gebeugt. Das Licht der kleinen Fensterscheiben reicht kaum aus, also flackert neben ihm eine rußende Öllampe. Federkiel, Tinte, Lineal und Messer liegen ordentlich bereit — Werkzeuge für eine Arbeit, die Geduld verlangt wie kaum eine andere. Jeder Buchstabe entsteht langsam und mit ruhiger Hand, denn ein Fehler lässt sich nicht einfach löschen. Wird die Tinte verschrieben, muss das Pergament vorsichtig abgeschabt und geglättet werden, bevor die Zeile erneut geschrieben werden kann.











