Auf zu neuen Ufern

Vier Palmen mit Sonnenaufgang

Am heutigen Tag endet unser Aufenthalt in Peniscola nach etwas mehr als 14 Tagen. Zwischen heftigem Wind, dem dadurch bedingten, dreifachen Auf- und Abbau unseres Vorzeltes, kalten Nächten, schmerzenden Rücken, stand das Projekt „Überwintern in Spanien“ sogar auf der Kippe. Es hat sich aber – im wahrsten Sinne des Wortes – alles wieder eingerenkt und es geht nun weiter gen Süden.

Am Sonntag hab ich mich auch endlich mal aufgerafft und bin morgens – um kurz nach acht und bei 4 Grad – zum Strand, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Ich hab es die ganze Zeit vor mir hergeschoben, weil es morgens im Bett des Wohnmobils irgendwie kuscheliger ist. Aber schließlich musste meine Olympus Kamera ja auch mal wieder zum Einsatz kommen und Sonnenaufgänge sind definitiv eher was für „richtige“ Kameras mit Teleobjektiven.

Nach einer guten halben Stunde war ich durchgefroren genug, Zeit für eine heiße Dusche und leckeres Frühstück. Die Ergebnisse zeige ich euch hier in der kleinen Galerie …

Ab heute betreten wir nun Neuland. Weiter im Süden von Spanien waren wir bisher nur mit einem Kreuzfahrtschiff. Malaga und Cadiz – damals die Anlaufhäfen – stehen aber noch auf unserer Liste. Jetzt ist es allerdings nur ein mittlerer Hopser, es geht 270 km weiter, nach Calpe in der Region Murcia. Dort haben wir den CP Calpe Mar gebucht und sind schon sehr gespannt was uns dort erwartet. Laut Wetterapp soll es endlich auch etwas wärmer werden, angeblich bis zu 21 Grad über Weihnachten. Das wäre sehr cool. Lassen wir uns überraschen. Neue Geschichten und Bilder vom (Un-)Ruhestand und unserem nächsten Ziel gibt es dann in Kürze in diesem Blog. Stay tuned.

Nachbarschaften

Der Campingplatz Eden in Peñíscola von oben

Auf einem Campingplatz ist es fast wie in einem Mehrfamilienhaus, nur das man – dank fehlender Wände – mehr von den Nachbarn mitbekommt. Zusätzlich ist es auch gleichzeitig wie AirBnB, da es sehr international ist, aber eben auch sehr temporär. Hat man sich an den einen Nachbarn gewöhnt, packt der am nächsten Morgen seine Siebensachen zusammen und zieht weiter. Meist Richtung Süden. Wenn man aus Turku in Finnland kommt, wo es aktuell 20 Grad minus hat, gut nachvollziehbar.

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Torre Badum

Torre Badum

Damit wir nicht nur auf der faulen Haut in der Sonne Spaniens rumliegen, obwohl das durchaus erstrebenswert ist, haben wir ja unsere E-Bikes dabei. Nachdem sich der Wind endlich mal gelegt hat sind wir Richtung Alcossebre gefahren, aber das Ziel ist der Torre Badum, rund 8 km von unserem Campingplatz entfernt. Der Turm ist arabischen Ursprungs und eine Verteidigungsinfrastruktur, mit der die Bewohner der Burg von Peñíscola durch Rauchsignale vor der Ankunft des Feindes gewarnt wurden. Er befindet sich auf der wichtigsten Klippe der Serra d’Irta, einer bergigen Linie parallel zur Küste.

Küste bei Peñíscola
Küste bei Peñíscola – Foto: h|b

Ein wunderschönes Fleckchen Erde – hier steht die Zeit still – die Farben des Meeres, das Rauschen der Wellen und ansonsten absolute Stille – ein Ort zum puren Genießen. Der Weg dahin ist allerdings nicht ohne, es gibt dort einen Anstieg, bei dem selbst unsere E-Bikes bzw. unsere Beine die Segel streichen mussten. Wir haben dann die Schiebefunktion der Räder nutzen müssen. Ansonsten ist der Weg gut fahrbar. Hier ein paar Impressionen unserer Radtour.

Alle Bilder wieder mit dem iPhone 13Pro. Ich muss mir langsam Gedanken machen, was ich mit meiner Olympus anstelle 😉

Überwintern

Peñíscola Altstadt im Abendlicht

Vor fünf Tagen sind wir auf unserem Platz in Peñíscola angekommen. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Waren die Tage während der Anfahrt noch strukturiert und identifizierbar, beginnen sie jetzt so langsam zu verschwimmen. Ohne Uhr wüsste ich momentan weder Datum noch Wochentag korrekt zu benennen. Es spielt im Grunde auch keine Rolle, außer man muss einkaufen.

Das ist in dieser Woche aber eh schwierig, da die Spanier gerade einen Feiertagslauf haben. Am Montag war Verfassungstag, heute ist Mariä Empfängnis. Als Feiertag! Dadurch sind auch grad viele Spanier unterwegs, sie nutzen die wenigen Tage die sie Urlaub nehmen müssen, um eine ganze Woche plus die zwei Wochenenden an die spanischen Küsten zu fahren. Auch auf unserem Platz ist das zu merken.

Wasseraufsicht am Strand
End of Saison – Foto: h|b
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