Lockdown light

Oberbaumbrücke, im Vordergrund Menschen

Vor einem Jahr habe ich mit dem Fahrrad eine kleiner Coronarunde entlang der Berliner Touristenhotspots gemacht. Der Titel Geisterstadt war damals durchaus berechtigt. Das Virus war neu, sogar die Spielplätze waren mit rot-weißem Flatterband abgesperrt und die Straßen und öffentlichen Plaätze waren wirklich leer. Das Wetter war ähnlich, auch die Zeit passt. Was nicht passt ist der Inzidenzwert. Der lag im März 2020 in Berlin bei 35, alles war zu. Aktuell liegt der Wert berlinweit steigend bei rund 141 (!). Und es sieht draußen aus wie ein normaler Frühlingstag. Einzig die Touristen fehlen noch.

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Vogel des Jahres 2021

Rotkehlchen vor grünem Hintergrund

Dieser Titel würde sich aktuell auch gut für manchen Politiker eignen, aber da ist die Auswahl vielleicht noch schwerer, als die für die echten Vögel. Die Niedlichen, die uns an ihrem Getschilpe teilhaben lassen und vom nahen Frühling künden. Die uns morgens ab fünf Uhr im Berliner Hinterhof aus dem Schlaf holen und um Aufmerksamkeit wetteifern. Wenn es denn mitten in der Stadt noch Singvögel gibt.

Diesmal durfte die Bevölkerung abstimmen, die Jahre davor hat der NaBu diese Entscheidung getroffen. Das Rotkehlchen setzte sich vor der Rauchschwalbe und dem Kiebitz mit knapp 60.000 Stimmen durch. Die Stadttaube, in der Vorwahl noch auf Platz 1, konnte sich am Ende doch nicht durchsetzen. Ihr Beliebtheitswert liegt dann vielleicht doch weit unter ihrem städtischen Nervfaktor.

Mein Siegerportrait stammt aus 2015 und entstand in Österreich am Hallstatter See. Auf dem Campingplatz in Obertraun-Winkl, wo wir 3 Tage Rast auf unserer Österreichtour eingelegt haben, hatte ich endlich mal die Muße und die Möglichkeit mit der OM-D und einem Teleobjektiv die kleinen Piepmätze zu fotografieren.

Der Siegervogel im Portrait auf der Website des NaBu.