Anleger

Bootsanleger aus der Luft

Mit der Zeit beginnt man ja beim Blick ins Land oder auch über Wasser Strukturen zu sehen, die sich aber nur aus der Luft darstellen lassen. Quasi die verinnerlichte Drohnensicht. So ging es mir bei einer kurzen Rast am Müllroser See auf dem Weg ins Schlaubetal. Der Anleger für die malerisch vertäuten Bootchen wollte unbedingt von oben betrachtet werden. Ein bißchen eingependelt bis der Ausschnitt stimmt und Foto im Kasten, bzw. der Drohne. Kleine Korrekturen in Lightroom und fertig ist die luftige Sicht auf die kleinen Ruderboote im Wasser. Für die drumherumflitzenden kleinen Fische reicht die Auflösung der DJI leider nicht. Die konnte man nur vom Ufer aus sehen.

Geisterstadt

Ich habe gestern die Gelegenheit genutzt bei frühlingshaften Temperaturen eine kleine Radrunde durch die Stadt zu drehen. Alleinsein darf man ja, und ab und an mal ein Foto machen ist auch erlaubt. Berlin ist im Moment ein Paradies für Radfahrer und Fotografen, selbst auf Hauptstraßen is es völlig ungefährlich zu fahren, alle Hotspots der Stadt sind frei von Touristen, keine stinkenden HopOn, HopOff Busse verstellen im Minutentakt den Blick, fast paradiesisch. Könnte ich mir das für immer vorstellen? Na klar, allerdings sollte ich dann von Berlin vielleicht auf ein Dorf ziehen, oder nach Bielefeld. Städte wie Berlin leben davon, dass Gäste zu Besuch kommen, so wie wir gern wieder Rom, Paris oder London besuchen möchten, wenn das Virus besiegt ist. Am Tourismus hängt in Großstädten die Wirtschaft. Ein vertretbares Maß wäre vielleicht noch schön, aber ganz ohne ist eine Illusion.

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Die große Leere

Absperrband auf einem Spielplatz

Beim benennen der Bilder zu diesem Beitrag ist mir aufgefallen, dass „leer“ ein oft benutztes Adjektiv geworden ist, um unseren Kiez und damit auch Berlin zu beschreiben. Es ist ruhig geworden in der Stadt. Keine Rollkoffer mehr, kein Kindergeschrei auf dem Spielplatz vor der Tür, keine Ballgeräusche vom Bolzplatz auf dem Comeniuspark. Ruhe. Einzelne Spaziergänger, Jogger oder Hundeausführer zeigen, dass noch etwas Leben existiert, ansonsten kommt man sich vor wie in einem dystopischen Roman, wo über Nacht alle Menschen – außer einem selbst – von der Erde verschwunden sind.

Leerer Spielplatz
Leerer Spielplatz – Foto: h|b
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Goldkreis

Goldener Herbst

Auf dem iPhone sammeln sich ja im Laufe der Zeit diverse Foto-Apps, die man – manchmal zu recht – völlig vergessen hat, andererseits durch diverse Updates möglicherweise zu neuer Blüte gekommen sind. Am letzten Wochenende waren wir in Warnemünde und beim Spaziergang durch den Wald ist mir wieder mal „Bluristic“ in die Hände gefallen. Habe ich vor ca. 5 Jahren mal mit rumexperimentiert und weiß inzwischen gar nicht mehr genau, was man damit eigentlich macht.

Fotos halt, okay, aber man muss entweder das iPhone dabei bewegen, oder das zu fotografierende Objekt muss sich bewegen. Das Ergebnis ist in allen Fällen eine Verfremdung der Umwelt. Alles dreht und bewegt sich. Das Foto bildet keine Realität mehr ab, sondern im besten Fall die Stimmung des Fotografen. Von den Fotos hab ich mal drei ausgesucht und präsentiere sie an diesem trüben und regnerischen Samstag dem geneigten Publikum. Möge es Freude im Herzen bescheren. Einen schönen 3. Advent.

Indian Summer

Herbstlicher Tiergarten in Berlin - Foto: h|b

Beim Spaziergang durch den Berliner Tiergarten muss ich aufpassen nicht alle paar Meter stehenzubleiben, weil sich immer neue Perspektiven auf den goldenen Herbst öffnen. Wenn dann noch ein kleiner See mit idyllischer Brücke das bunte Herbstlaub spiegelt, springt die Kamera fast automatisch in die Hand und vor das Auge. Die richtige Perspektive suchen, passt. Beim entwickeln der Fotos in Lightroom sieht es schon fast nach einem Gemälde der alten Landschaftsmaler aus. Ein bißchen an den Reglern drehen, um den Eindruck noch etwas zu verstärken und fertig ist das klassische Herbstbild.

Tiergarten
Herbstlicher Tiergarten in Berlin – Foto: h|b