Düster 19/52

Ein dunkler Gang, ganz am Ende das Licht am Ende des Ganges

Hach, wieder mal ein schwieriges Thema zur #52WochenFotoChallenge, „Düster“. Klabuster, Klabuster, im Keller ist es duster, das passt noch, aber düster? Mal kurz schauen ob ChatGPT etwas dazu einfällt, was vielleicht noch mit dem Bild korrespondiert…

„Ich stehe am dunklen Eingang des Tunnels,
ein Weg in die Tiefe, ein Weg ins Unbekannte.
Ich zögere, Angst steigt in mir auf,
was wird mich erwarten am Ende des Weges?

Doch ich weiß, ich muss weitergehen,
denn nur so kann ich das Licht am Ende des Tunnels sehen.
Also atme ich tief ein und schreite voran,
durch die Düsternis, Schritt für Schritt, bis ich mein Ziel erreicht habe.“

Na, das passt doch prima. Sowohl zum Thema, als auch zu meinem gewählten Bild. Das zeigt im übrigen den Eingang zum „Caminito del Rey“ in Spanien. Nach dem Tunnel kommt erst ein Wald, danach geht man auf – hoch an die Felsen geschmiegten – Stegen, durch ein sehr enges Tal. Aufregend. In meinem Blog gibt es dazu viele Bilder und die ganze Geschichte

Der Mandelzweig

Mandelblüte in Portugal

Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht vergeht, so viel Blut auch schreit, achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht. Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt, das bleibt mir ein Fingerzeig für des Lebens Sieg.“
Quelle: Schalom Ben-Chorin, 1942

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Sherry, Sherry Lady

Fässer von Sherry

In hunderten Fässern reifen in der „Winery“ in „El Puerto de Sta María“, einer kleinen hafenstadt gegenüber von Cadiz, verschiedene Sherry Sorten. Beim Eintritt in die riesige Halle mit mehr als 600 Fässern, riecht es sofort nach Wein und wir bestaunen die teilweise hundert Jahre alten Fässer aus amerikanischer Eiche. In drei Reihen stehen sie übereinander und werden nach einem bestimmten Prinzip gelagert. Die untere Reihe beherbergt gut 30 Jahre alten Sherry, darüber der Mittelalte und ganz oben der jüngere Sherry. Entnimmt man unten Sherry zum Befüllen in Flaschen wird aus der Mitte nachgefüllt, die wiederum aus der oberen Reihe aufgefüllt wird. Ein ausgeklügeltes System der Lagerung und Reifung von Sherry.

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Planta Solar

Solarwärmekraftwerk PS 10

Als wir vor drei Wochen an Sevilla vorbei auf der Autobahn Richtung Portugal gefahren sind, tauchte rechts ein Stück entfernt ein Konstrukt auf, dass aussah wie eine der Hängeseilbrücken von denen es hier ein paar gibt. Ein hoher Mast und rechts und links davon laufen die Seile zur Brücke. Es gab allerdings weitere Masten zu sehen, die scheinbar keine Tragseile hatten. Ein Grund auf der Rückfahrt gestern mal nachzuschauen, was es denn nun eigentlich ist.

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Antequera

Die Alcazaba von Antequera

Zwischen Ardales und Malaga – unserem nächsten Ziel – liegt die Stadt Antequera. Sie ist eine Stadt und Gemeinde in der Provinz Málaga, auch als das „Herz von Andalusien“ bekannt, da hier die Landstraßen der vier großen andalusischen Städte Cordoba, Granada, Sevilla und Málaga zusammenlaufen. Sie hat eine lange und reiche Geschichte, die bis in die prähistorische Zeit zurückreicht. Ein Grund für uns mal vorbeizuschauen. Die Stadt wurde ursprünglich von den alten Iberern besiedelt, die auf einem Hügel über dem Guadalhorce-Tal eine Festung errichteten. Später wurde sie von den Römern erobert, die in der Gegend ein Netz von Straßen und Aquädukten bauten.

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El Torcal

Steinformationen im Naturschutzgebiet El Torcal

Nachem wir gestern den „Caminito del Rey“ durchwandert und heute vormittag der Alcazaba von Antequera einen Besuch abgestattet haben, (Berichte folgen später) schrauben wir uns mit unserem Wohnmobil über jede Menge Serpentinen auf knapp 1200 Meter. Dort wartet das Felsenmeer „El Torcal“ auf uns.

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Sevilla

Der Plaza España in Sevilla

Sevilla ist die Hauptstadt von Andalusien und dank des Andalusientages sind alle auf den Beinen an diesem Montag. Straßen, Restaurants und Bars sind gut gefüllt und wir mittendrin. Vom Stellplatz aus gehen wir zuerst zum „Plaza de España„, dem berühmten Platz mitten in Sevilla. Der Platz wurde in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts angelegt und symbolisiert laut den Architekten durch den halboffenen Charakter eine Umarmung mit den spanischen Kolonien in Südamerika. Ein gewagtes Symbol würde ich sagen, hat diese „Umarmung“ doch wesentlich dazu beigetragen die indigenen Völker mehr oder weniger auszurotten. Schließlich waren die Konquistadoren dort nicht hingefahren um sich kulturell weiterzubilden, sondern schlicht und ergreifend um Gold für die spanische Krone zu erpressen.

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Helau & Alaaf

Brunnen in einem Park in Cadiz

Wenn wir nicht auf den Kalender geschaut hätten, wäre die klassische Karnevalssaison in Deutschland ganz an uns vorübergegangen. Aber wie wir heute gelesen haben, wurden aus den Rosenmontagsumzügen riesige Friedensumzüge gegen den Krieg in der Ukraine. Find ich gut. Hier in Spanien ist man weit weg davon und genießt den Karneval ganz ohne Hintergedanken.

Als wir in Cadiz das erste Mal verkleidete Kinder sahen, Superwoman, Spiderman und überhaupt alles von DC und Marvel ist schwer im Trend, mussten wir erst mal recherchieren, was hier los ist. So erfuhren wir, dass Cadiz das Zentrum des berühmten spanischen Karnevals ist. Elf Tage, von Fastnachtsdonnerstag an, wird hier der Straßenkarneval gefeiert. Nicht so wie bei uns, organisiert und Kamelle und so, sondern einfach verkleiden, raus auf die Straße und Spaß haben. An vielen Stellen in Cadiz stehen dann Künstlergruppen und geben ihr Repertoire zum Besten. Das Publikum dankt mit viel Applaus. Die Straßen sind voller Menschen, alle Bars umlagert, das war uns schon fast ein wenig zu viel, sind wir gar nicht mehr gewohnt.

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Ronda

Puente Nuevo in Ronda

Warum fährt man 80 Kilometer und rund 800 Höhenmeter über viele Kurven ins spanische Hinterland? Genau, wegen einer Brücke. Der Hotspot für alle Besucher von Ronda ist die „Puente Nuevo“ wie auf dem Titelbild des Beitrags zu sehen ist. Vermutlich schon millionenfach abgelichtet, aber wenn wir schon mal in der Nähe sind, nutzen wir auch die Gelegenheit für einen Besuch. Wir sind dazu auf dem Campingplatz „Le sur“ untergekommen, der ca. 3 km von der eigentlichen Stadt Ronda entfernt liegt. Von hier kommt man zu Fuß – oder auch mit dem Rad – schnell in die Stadt.

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Alhambra – die „rote“ Festung

Alhambra mit Sierre Nevada

Am 2. Januar 1492 wurde mit dem Ende der Belagerung von Granada und der Übergabe der Alhambra an die spanische Königin Isabella mit ihrem Mann Ferdinand nach 700 Jahren der letzte muslimische Herrschaftsbereich auf der Iberischen Halbinsel erobert.

Unter der Herrschaft der Kalifen von Córdoba war Al-Andalus (Andalusien) ein reiches, blühendes Land. Kunst und Wissenschaft waren weltberühmt, das Handwerk galt in ganz Europa als Vorbild. Für alle Kinder gab es Schulen, für die Einwohner der Stadt Krankenhäuser, Bibliotheken und Freizeitzentren. Die Straßen waren befestigt, und es gab überall Wasserleitungen – im christlichen Europa war solch ein Luxus unbekannt.

Die Alhambra ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe. Für uns ein Grund die spanische Küste zu verlassen und für ein paar Tage auf 750 Metern Höhe in Granada anzudocken. Am Tag vor dem geplanten Besuch haben wir die Tickets online gebucht, inklusive eines Zeitslots für den Teil des Nasridischen Palastes. Den sollte man unbedingt mit einplanen, ist es doch mit einer der faszinierendsten Teile der Alhambra.

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