Weiter Blick

ICC mit Berliner Funkturm

Was ich in unseren paar Tagen im Berliner Häusergewirr vermisse, ist der freie Blick zum Horizont. Aus unserer Wohnung in Überlingen sehen wir weit über den Bodensee bis hinüber zu den Appenzeller Alpen. In Berlin meist nur über die Straße auf die gegenüberliegende Häuserwand. Mit „Into the Great Wide Open“ von Tom Petty isses hier nicht weit her.

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Weidmanns Heil

Ansitz auf einem Feld

Wenn ich so mit dem Rad durch Feld und Flur streife, sind mir schon immer die diversen Hochsitze ins Auge gefallen. Es scheint dafür keine Din Norm oder sowas zu geben. Manche Ansitze sind recht abenteuerlich zusammengezimmert. Manche haben ein Dach, manche sind hoch, manche niedrig, ganz ohne Dach oder Komfort, manche fast baufällig. Ich habe allerdings noch NIE einen gesehen, wo jemand drauf- oder drinstand. Dazu müsste ich vermutlich früher aufstehen. Aber vielleicht gibt es auch keine Jäger mehr.

Dieses Exemplar habe ich gefunden, als ich zwei Milane fotografiert habe. Er steht mitten in einem staubigen Feld, durch einen einzelnen Baum beschützt, unten ein kleines quadratisches Rasenstück. Fast wie ein Wochenendhäuschen, nur ohne Pool. Mit der Drohne habe ich ihn dann vom Umfeld gelöst, was das Ganze noch mehr wie ein kleines Spielzeughaus aussehen lässt.

Stiftsbezirk St. Gallen

Innenaufnahme der Stiftsbibliothek in St. Gallen

Noch bevor draußen der erste Hahn kräht, sitzt er bereits über das Pergament gebeugt. Das Licht der kleinen Fensterscheiben reicht kaum aus, also flackert neben ihm eine rußende Öllampe. Federkiel, Tinte, Lineal und Messer liegen ordentlich bereit — Werkzeuge für eine Arbeit, die Geduld verlangt wie kaum eine andere. Jeder Buchstabe entsteht langsam und mit ruhiger Hand, denn ein Fehler lässt sich nicht einfach löschen. Wird die Tinte verschrieben, muss das Pergament vorsichtig abgeschabt und geglättet werden, bevor die Zeile erneut geschrieben werden kann.

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Grand Tower

Blick durch einen fast herzförmigen Durchlass auf den Grand Tower Frankfurt

Wir bleiben noch ein wenig in Frankfurt am Main, schließlich gibt es her eine Menge Hochhäuser. Unter anderem den „Grand Tower“. Das ist ein im Jahr 2020 fertiggestelltes Hochhaus im Europaviertel in Frankfurt am Main. Mit 180 Metern Höhe ist es aktuell Deutschlands höchstes Wohnhochhaus. Direkt daneben befindet sich die Mall „Skyline Plaza“.

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Hoch hinaus

Kirschblüten vor Frankfurter Skyline

Die letzten drei Tage war ich in Frankfurt am Main. Hauptgrund war ein Besuch im Städel, wo die Ausstellung „Monets Küste“ gezeigt wird. Der war im vorletzten Jahrhundert eine Zeitlang an der französischen Küste, genauer gesagt in „Etretat“ (Zur Ausstellung gibt es später einen weiteren Blogbeitrag)

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Blaues Herzblut

Straßenszene aus Lissabon verfremdet nach Josh Adamski. Links an der Hauswand ein rotes Herz aus Mosaiksteinen klar zu erkennen.

Auf einer unserer letzten Reisen waren wir wieder mal in Lissabon. Wir schlenderten gemütlich durch die Straßen der Alfama, immer auf der Hut vor den historischen Straßenbahnen. Auf dem Weg zum Miradouro da Graça, um die abendliche Aussicht von dort zu genießen, fiel mir das kunstvolle Herz aus Mosaiksteinen auf, dass gerade sein blaues Blut verlor. Mit der Kombination mit dem kleinen Gässchen, der nachträglichen Verfremdung, hab ich versucht meine Stimmung des Tages einzufangen.

Merry Christmas

Ein stimmungsvolles Foto einer beleuchteten Straßenszene aus Überlingen

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Genießt die Tage, denkt an was Schönes und bleibt gesund.

Vergänglich 50/52

Aufnahme einer Straße mit Rissen im Asphalt

„Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand“ schrieb Theodor Fontane in seiner Ballade „Brück’ am Tay“. Da geht es um den Einsturz einer gerade fertiggestellten Eisenbahnbrücke in England. Zum Zeitpunkt des Einsturzes befuhr ein Zug die Brücke und riss 75 Menschen mit in den Tod. Dass Brücken nicht so stabil sind, wie wir glauben, hat uns die jüngste Vergangenheit gelehrt.

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