Wangerooge

Seit ich Mitte der 2000er im Rahmen der Deutschen Bahn die Website der „SIW-Wangerooge“ aufgebaut und bis zu meiner Pensionierung betreut habe, wollte ich da schon immer mal hin. Gestern hat es endlich geklappt.

Das bedarf einer gewissen Vorplanung, da der Besuch von Wangerooge tiedenabhängig ist. Vor allen Dingen wenn man nur einen Tagesausflug machen möchte. Hin kommt man schon irgendwie im Laufe des Tages, oft aber nicht mehr zurück. So blieb nur der 12. Mai für einen Besuch auf der östlichsten der ostfriesischen Inseln. Da ich auch schon mal auf Borkum war, habe ich jetzt die Rahmenbedingung geschaffen, irgendwann auch mal die anderen Inseln zu besuchen. Ach ja, wie kann man sich die Namen der ostfriesischen Inseln merken? Ganz einfach, von Ost nach West …

Welcher Seemann liegt bei Nacht im Bett – Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist, Borkum.

An die Überfahrt mit dem Schiff von Harlesiel aus, dass sich dabei exakt an die Fahrrinne halten muss, schließt sich noch die Fahrt mit der Inselbahn an. Die wird in diesem Jahr 125 Jahre alt und zu diesem Anlass wird der Bahnhof in Wangerooge gerade umgebaut um barrierefrei zu werden. Nach Fertigstellung müssen auch die Waggons umgebaut werden, die Treppen werden dann abmontiert, um korrekt an den neuen, höheren Bahnsteig zu passen. Danke an meine Ex-Kollegin Kerstin Hillen, vom Marketing der SIW, die wir zufällig auf der Insel getroffen haben und die mich mit den Neuigkeiten versorgte.

Vor Wangerooge laufen auch drei Schiffahrtsrouten der Hochseeschifffahrt entlang. So kann man neben riesigen Containerschiffen auch ab und an Kreuzfahrer sehen, auf ihrem Weg nach oder von Bremerhaven und Hamburg. Ein Bild – was ich noch vom der Fähre aus gemacht habe – zeigt die schiere Größe manches dieser Schiffe, überragt es doch die Insel um ein vielfaches. Ich dachte zuerst, es wäre dort gestrandet, aber da wusste ich noch nichts von den Schiffsrouten vor der Insel.

Nach gut vier Stunden Inselbesuch ist es dann auch wieder an der Zeit „Tschüss“ zu sagen. Irgendwie muss man mit einem Urlaub auf einer Insel – die gerade mal knapp 7 qkm groß ist – gut umgehen können. Man muss Strandleben mögen, oder Strandwandern (obwohl man in drei Stunden um die ganze Insel gelaufen ist), oder einfach die Ruhe an sich. Da es keine Autos auf der Insel gibt, ist es ein gutes Klima für alle Großstadtmenschen, auch Kinder fühlen sich wohl, die Strände zum Burgenbauen sind gigantisch groß. Trotz der Winterstürme in diesem Jahr. Für uns ist ein wenig zu ruhig, also ab zurück zum Festland.

Am Ende steht dann noch die Radtour zurück nach Neuharlingersiel auf dem Programm. Bei einem Wind von ca. 40 km/h plus der 20 km/h Eigengeschwindigkeit der E-Bikes sind es anstrengende 10 Kilometer bis wir endlich gemütlich im Wohnmobil das Abschlussweinchen trinken können.

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