Ryvarden Fyr

Ryvarden Fyr

Auf unserem Weg nach Haugesund wo wir die nächsten Tage auf einem Campingplatz direkt am Meer unseren Norwegenurlaub ausklingen lassen, müssen wir noch etwas Zeit schinden, da wir erst am Nachmittag dort eintreffen sollen und der Weg von unserer letzten Übernachtung nach Haugesund ein recht kurzer ist. So nutzen wir die Gelegenheit eine der großen Brücken zu fotografieren über die wir erst fahren, um uns anschließend in einen 7 Kilometer langen Tunnel zu stürzen der in der ersten Hälfte steil nach unten bis auf eine Tiefe von 230 Meter unter N.N. führt und anschließend ebenso steil wieder bergauf Die nächsten 10 Jahre entstehen zwischen Bergen und Stavanger aber noch ganz andere Tunnel, unter anderem mit 27 Kilometern der neue, längste Tunnel der Welt mit einer Tiefe von rund 400 Metern unter dem Meer. Die Norweger trauen sich was.

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Schrecksekunde

Sonnenuntergang an der Nordsee

Gegen Mittag – wir sind inzwischen in Dänemark angekommen – erreicht uns eine Mail unseres Fähranbieters FjordLine. Die für morgen gebuchte Verbindung wurde gecancelled, die FjordCat sei „out of Business“, sprich kaputt. Was sich die ganze Woche schon abzeichnete, die Fahrzeiten wurden immer wieder korrigiert, wurde nun zur Gewissheit, wir müssen nach Norwegen schwimmen. Damn.

Der Grenzübertritt lief übrigens völlig problemlos, keine Kontrollen mehr, ob man gebucht hat, was man denn hier so wolle, einfach durchgewunken. Ein positiver Aspekt der neuen Bestimmungen in Dänemark. Aber leider keine Fähre mehr. Was tun? Wir wären ja nicht „digital Natives“ wenn wir nicht sofort die Alternativen am Handy checken. 

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Lummenland

Basstölpel vor Kreuzfahrtschiff

Heute waren wir Kegelrobben und Seehunde auf der Helgoländer Düne besuchen. War aber weniger spektakulär als gedacht. Das Pack liegt nämlich breit und dösig auf dem Nordstrand (Robben) oder Südstrand (Seehunde) und ist nicht besonders willig für die interessierten Touristen ein wenig Animation zu bieten. Das höchste der Gefühle ist mal ein Heben der Flosse, um sich damit am Bauch zu kratzen.

Näher als 30 Meter darf man – aus Eigenschutz – auch nicht ran, um ein bißchen Stimmung in die Bude zu bringen. Kegelrobben haben nämlich ein ausgezeichnetes Gebiss, mit dem sie notfalls kräftig zubeißen können, falls sie sich bedrängt fühlen. Und schnell sind sie auch. So hab ich mich nach der Düne wieder den Basstölpeln auf dem Lummenfelsen gewidmet. Da kommt man dicht ran und muss auch keine Angst haben gebissen zu werden. Die sitzen brav auf ihren Nestern und brüten und turteln allerliebst.

Heute ist auch der letzte Tag unserer Wattenmeer Mini-Kreuzfahrt. Die Nacht geht es nach Bremerhaven, morgen früh dann mit dem Zug zurück nach Berlin. Wir hatten wieder mal super Glück mit dem Wetter. Fünf Tage lang schien die perfekte Sonne vom Himmel, die Nordsee zeigte sich von ihrer besten Seite und die Cocktails aus der Hansebar, am Heck der MS Astor, trugen zu unserer völligen Entspannung bei. Besser geht Urlaub nicht.

Ellenbogen

Es gibt ja diese deutsche Insel, auf der ich als klassisches Westkind nordseesozialisiert wurde. Also bis auf die Quallen, die kann ich bis heute nicht ab. Vor deren nördlichstem Ende, dem Ellenbogen, lagen wir gestern und heute mit der MS Astor auf Reede und haben die Gelegenheit genutzt, kurz den Sehnsuchtsort der „Ärzte“ zu besuchen. Obwohl der Titel wohl eher ironisch gemeint war, hab ich mal irgendwo gelesen.

Mit dem Bus braucht man von List ne gute halbe Stunde nach Westerland und für 3,50€ „Eintritt“ darf man dort sogar den Strand betreten. Bissi überteuert wie ich finde, aber, vielleicht tragen wir damit ja zur Rettung der Insel vor dem Untergang durch Sturm und Klimaerwärmung bei, wer weiß.

Der „Fußtest“ attestierte der Nordsee noch keine Badetemperatur, eher so …. brrrrr, eiskalt. Aber als Ausgleich zu den sommerlichen Temperaturen ganz erfrischend. Inzwischen sind wir wieder unterwegs, umrunden Sylt und steuern unser nächstes Inselziel an. Dort gibt es dann Lummen und Robben.

Klein aber fein

Wir sind mal wieder auf den Weltmeeren unterwegs und haben uns als Kontrastprogramm zur Mittelmeertour einen kleinen Kreuzfahrer ausgesucht. 500 statt 5000 Passagiere, 20.000 statt 60.000 PS und 170 statt 380 Meter Länge, von der Höhe ganz zu schweigen. Sehr kuschelig das Ganze und das Weltmeer ist auch nur die Nordsee. Heute morgen sind wir in Esbjerg, nachher gehts rüber nach List auf Sylt. Schiff ahoi 😉