Archiv der Kategorie: Deutschland

Sichtachsen

Man tausche ein G (Görlitzer Park), gegen ein W (Wörlitzer Park) und schon ist man in einer völlig anderen Welt. Einem Park ganz ohne Dealer, ohne Grillschwaden, ohne Müll, dafür mit Skulpturen, pittoresken Tempeln, durchzogen von kleinen Kanälen, überspannt von skurrilen Brücken. Wo es keine Brücke gibt fährt einen die „Amtsfähre“ für einen Euro auf die andere Seite. Die Besucher lustwandeln entspannt auf kleinen, verschlungenen Wegen die sich durch den Park ziehen, wer möchte, kann sich auch bequem mit Gondeln über die Seen fahren lassen. Sichtachsen weiterlesen

Kraft tanken

Nach langen Projekttagen hilft ein kleiner Ausflug an die Ostsee, um wieder zu sich zu kommen, Kraft zu tanken. Die Seele baumeln lassen, wie es so schön heisst. Allein die Luft an der See ist eine ganz andere als in der Großstadt. Die Lunge nimmt begierig jedes Gramm Ozon in sich auf, das Luftholen fällt gleich viel leichter. Ein langer Spaziergang nach Wilhelmshöhe bringt auch den Körper dazu sich ein wenig anzustrengen. Als Ausgleich für viele Stunden Bürostuhl. Warnemünde ist allemal einen Ausflug wert.

Hipsterangeln

Wir stehen ja relativ häufig mit dem Wohnmobil am Warnowkanal und kommen so in den Genuss, das abendliche Angeln der Einheimischen zu beobachten. Normalerweise sind das entweder picklige Jungs in Camouflagehosen, die aussehen als würden sie noch bei Mutti wohnen, oder Hightechangler, die mit komplizierten Auflagekonstruktionen drei Angeln mit roten Blinklichtern gleichzeitig am Start haben, plus der, mit der sie noch alle paar Minuten ihre Schnur mit Blinker weit in den Kanal werfen. Dosenbierchen dazu, läuft.

Beim letzten Besuch ist mir ein neues Exemplar untergekommen: Knöchelhose, Hosenträger, Vollbart, rosa Brille. In Berlin ganz klar als Hipster zu identifizieren, in Warnemünde eher eine seltenere Spezies. Aber vielleicht ist die Gentrifizierung inzwischen sogar bei den bodenständigen Anglern angekommen, kann ja sein. Angeln als so spießige Betätigung, dass es schon wieder hipp ist.

Im Übrigen ist es eigentlich relativ egal, wie man am Warnowstrom angelt, die fischige Ausbeute ist am alten Strom bei den Fischbuden auf jeden Fall höher. Aber beim Angeln geht es ja nicht so sehr darum etwas zu fangen, sagen die Angler, sondern eher um die damit einhergehende Meditation. Ein kräftiges OMMMMM auf die Scholle.

Foto: Olympus OM-D E-M5II, Lumix Vario 35-100 / 2.8

 

Rushhour in Warnemünde

Gut 21000 Kreuzfahrtpassagiere besuchten, während unserer drei Tage Auszeit auf der Warnemünder Mittelmole, die kleine Hafenstadt Warnemünde, ungefähr 20 x so viele Menschen wie die Stadt Einwohner hat. Acht Kreuzfahrtschiffe von ca. 35, die über die Sommermonate den Hafen insgesamt ca. 180 mal anlaufen.

AIDAmar mit Begleitschiffen
AIDAmar mit Begleitschiffen – Foto: h|b

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Surfers Paradise

Am Freitag bescherte eine besondere Wetterlage den Surfern in Warnemünde ein wenig Atlantikfeeling und uns eine kleine Überraschung. Eigentlich waren wir, nach der Ankunft mit dem Wohnmobil auf der Mittelmole, nur auf dem Weg zu unserem Ritual, dem grünen Leuchtturm in Warnemünde Hallo sagen und abklatschen. Der Wind blies uns bereits nach verlassen des alten Stroms heftig ins Gesicht und das Sandpeeling war nicht ohne.

Erstaunlicherweise trieb der Wind mit Stärken 7-8 aber auch das Wasser so in den Warnowkanal, dass sich auf der Seite mit dem grünen Leuchtturm, lange Wellen bildeten, die den dort versammelten Surfern oft Gelegenheit boten, für rund 50-100 mit der Welle zu surfen, bis sie sich an den Ufersteinen brach. So bot sich den staunenden Spaziergängern ein ungewohntes Bild von Surfern, wo sonst nur Fähren, Möwen und Schwäne zu sehen sind.

Alle Bilder mit der Olympus OM-D E-M5 MKII und dem 12-40 PRO