Lichtmalerei

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Gestern Abend waren wir mit gefühlt einer Fantastillion Menschen unterwegs beim Festival of Light. Ich hatte nur die kleine Kamera dabei und stieß schnell an die Grenzen des Möglichen. Wenn es aber damit nicht funktioniert, dann macht man am besten aus dem Nachteil einen Vorteil. Da die Kamera ungefähr auf einer halben Sekunde Belichtung bestand, hatte ich ja die Zeit sie noch ein wenig zu bewegen. Da es am buntesten auf dem Potsdamer Platz zuging, bot sich hier die exzessive Nutzung dieses Features an. Das Ergebnis ist so schön bunt und wirr, wie es gestern Abend hier zuging.

Nordsee ¡ Ostsee

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Die beiden Leuchttürme von Warnemünde in der Abendsonne – Foto: h|b

Seit heute morgen um vier Uhr trommelt der Regen mal wieder auf das Wohnmobil, was ja nun nichts wirklich Neues ist. Ich würde es vermutlich vermissen, wenn es nicht so wäre. Ergibt beim morgendlichen Toilette leeren mit anderen Wohnmobilisten immerhin einen kleinen philosophischen Austausch über richtiges und falsches Wetter und dass es gut ist, dass der Mensch es nicht ändern kann. Find ich auch, wer weiß was dann dabei rauskäme, so bleibt es wenigstens unberechenbar.

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Zeit zum Auswandern

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Auswandererschicksale in Karteikästchen – Foto: h|b

Lange bevor RTL seine unbedarften Protagonisten, schlecht vorbereitet ins Ausland abdampfen ließ, taten das Millionen von Deutsche seit dem 18. Jahrhundert. Ob Nord- oder Südamerika, ob Australien oder Neuseeland, die Deutschen zog und zieht es immer noch in die ganze Welt. Teils aus wirtschaftlichen Gründen, teils aus politischen Gründen suchten sie damals ihr Heil in der Ferne und der Start in dieses „Abenteuer“ war oft der Überseehafen in Bremerhaven. Weiterlesen „Zeit zum Auswandern“

Wetterscheide

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Der Leuchtturm „De lange Jaap“ in „Den Helder“ – Foto: h|b

Heute morgen in Den Helder den Luxus einer Dusche ausgiebig genossen. Nach dem Frühstück noch beim „Lange Jaap“ vorbeigefahren, dem roten Leuchtturm, und dann an vielen Kanälen vorbei Richtung IJsselmeer. Dort überqueren wir den 29 Kilometer langen „Afsluitdijk“ der bereits seit 1932 die Nordsee vom IJsselmeer trennt und die ehemalige Bucht damit zu einem Binnengewässer macht. Nach dem ersten Drittel findet sich ein Parkplatz mit Monument, wo man sich über die Entstehung des „Abschlussdeiches“ informieren kann.

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Land unter

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Regenbogen über unserem Wohnmobil in Scheveningen – Foto: h|b

Wie versprochen schüttet es heute morgen wie aus Eimern, während wir im Wohnmobil frühstücken. Unglückliche Businsassen werden neben uns ausgekippt und müssen sich nun Brügge in strömenden Regen anschauen. Das macht sicher nicht so viel Spaß wie uns gestern im Sonnenschein. Was haben wir doch wieder ein Glück gehabt. Vielen Dank noch mal an den Wettergott, falls es so jemanden gibt. Wir dagegen verzichten auf die Madonna mit Kind und stürzen uns nach dem Frühstück in die Sintflut Richtung Holland. Weiterlesen „Land unter“

Brügge sehn und …

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Die Silhouette von Brügge im Gegenlicht der Abendsonne – Foto: h|b

… auf jeden Fall nicht sterben, da muss man schließlich mehr als einmal hin. Es ist schon ein sehr schmuckes Städtchen, von denen es auf der Welt nicht allzuviele geben dürfte. Eine gut erhaltene Stadt aus dem Mittelalter, bei der man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Daher gehört die Stadt auch zu Recht zum Weltkulturerbe der Unesco.

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Le canal

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Gerade ist die Sonne als roter Feuerball im Atlantik versunken. Am Horizont glänzen noch die Klippen von Dover herüber und ich stehe auf den Klippen von Boulogne sur mer. Nach rund 1000 Kilometern haben wir die Küste von Frankreich erreicht. Den ersten Teil von Berlin nach Köln ist Ulla vorgefahren, ich bin mit dem Zug am Freitag nachgekommen, den zweiten Teil haben wir heute gemeinsam unter die Räder unseres Wohnmobils genommen.

Vom Ufer des Rheins aufgebrochen Richtung Westen, durchqueren wir später ein kleines Stückchen Holland, bevor wir Belgien erreichen. Unser erstes Ziel ist die heimliche Hauptstadt Europas, Brüssel, und dort das Wahrzeichen, das Atomium. Unser Navi hat uns punktgenau dort hingeführt und so können wir gegen Mittag die in der Sonne gleißenden Silberkugeln bewundern.

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Danach geht es weiter auf der Autobahn und kurze Zeit später überqueren wir die Grenze zu Frankreich, unserem vierten Land heute. Minieuropa sozusagen. Gegen Abend erreichen wir dann die Küste von Frankreich und stehen hoch über dem Meer auf einem Stellplatz für rund 40 Wohnmobile mit weitem Blick auf den Ärmelkanal. Nach einem kleinen Spaziergang runter in die Stadt, Beine vertreten, genießen wir das Abendbrot zurück im Wohnmobil bei einem Bierchen und erfreuen uns am kitschigen, aber schönen Sonnenuntergang. Morgen bleiben wir hier und erkunden ein wenig die Gegend. Bon nuit.

Im Wandel der Zeiten

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Als ich eben so, gemütlich auf der Couch mit einem Glas Rosé sitzend, mit dem iPad dem Konzert von Norah Jones beim iTunes Festival lausche, schweifen meine Gedanken ab. In eine Zeit, lange vor MTV oder VIVA. Musikvideos gab es auch nicht, höchstens DISCO mit Ilja Richter oder die Hitparade mit Dieter Thomas Heck.

Was es damals schon gar nicht gab, waren Konzertmitschnitte, da es ja noch gar keine Trägermedien dafür gab. Mit Einführung der VHS Kassetten in den 80er Jahren sollte sich das ändern, allerdings nicht in Deutschland. Ich weiß noch wie begeistert ich war, als ich bei einem Tripp nach London in einen Musikladen am Trafalgersquare geriet. Die ganzen Wände voll Kassetten mit Konzerten von David Bowie, Paul Mc Cartney und vielen anderen Musikgrößen. Channel 5 war damals der führende Musiksender Englands und die Kassetten lagen in einem Preissegment was durchaus erschwinglich war.

Nach einigem Zaudern entschloss ich mich dann zwei Kassetten mit nach Hause zu nehmen und fühlte mich wie King Louie. Heute sitze ich hier zu Hause und zeitgleich läuft in England im Roundhouse eine Konzertreihe mit vielen Stars an der ich „over the air“ teilhaben kann. Das ist schon faszinierend. Die Qualität, sowohl vom Ton als auch vom Bild (HD) ist fantastisch, kein Vergleich mit den damaligen Kassetten, und wenn ich will, kann ich mir die Musik auch noch gleich herunterladen. Schöne neue Welt.

Esparanza

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Während wir im Wohnmobil sitzen und auf die Ausfahrt der Seven Seas of Voyager warten, echot im Hintergrund die Band Irish Coffee, die am alten Strom in Warnemünde zum Stromfest singt. Das Stromfest ist das Pendant zum Stromerwachen im Mai und läutet langsam das Ende der Saison ein.

Die ist in Warnemünde zwar nicht mehr unbedingt an den Sommer gebunden, da auch im Herbst und Winter viele Gäste kommen, aber es wird in Kürze sicher insgesamt ruhiger, da auch die Kreuzfahrtsaison sich dem Ende zuneigt. Gegen acht Uhr hat bereits die Costa Fortuna unter lautem Tuten Warnemünde Richtung Kopenhagen verlassen.

Wir haben es heute auch endlich mal geschafft, die Mittelmole bis zum Ende zu gehen, wo die neue, goldene Figur „Esparanza“ die Schiffe begrüßt und verabschiedet. Dazu ein dramatischer Himmel mit verblassendem Sonnenuntergang. Ein schöner Spätsommertag in Warnemünde geht damit zu Ende. Gute Nacht.

Katzencontent

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Mit Bildern von süßen Katzen, und eigentlich sind die ja immer süß, erreicht man in der Regel hohe Zugriffe auf Blogbeiträge, oder viele Likes auf Facebook. Daher habe ich das auch mal getestet und die kleinen, vier Wochen alten, Kätzchen aus Hattersheim ins Studio gebeten. Eigentlich war es eher die Küche, aber wir haben halt mit einer Decke und einem Stuhl etwas Studioatmosphäre geschaffen. Die Kätzchen waren eher nicht so erbaut von der Aktion und schauten verwirrt in die Kamera. Aber ich konnte alle vier portraitieren und hier ist die Erste. Voila.