Land unter

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Regenbogen über unserem Wohnmobil in Scheveningen – Foto: h|b

Wie versprochen schüttet es heute morgen wie aus Eimern, während wir im Wohnmobil frühstücken. Unglückliche Businsassen werden neben uns ausgekippt und müssen sich nun Brügge in strömenden Regen anschauen. Das macht sicher nicht so viel Spaß wie uns gestern im Sonnenschein. Was haben wir doch wieder ein Glück gehabt. Vielen Dank noch mal an den Wettergott, falls es so jemanden gibt. Wir dagegen verzichten auf die Madonna mit Kind und stürzen uns nach dem Frühstück in die Sintflut Richtung Holland.

Bei Zelzate erreichen wir die Niederlande und kurz danach durch den Westerscheldetunnel Zeeland. Auf der anderen Seite ist tatsächlich in Richtung Küste ein wenig blauer Himmel zu sehen und der Regen lässt langsam nach. Am nördlichen Ende von Zeeland überqueren wir mit dem „Osterscheldedamm“ und dem „Deltawerke“ zwei große Sperrwerke, die bei Sturmflut die Nordsee draussen halten sollen. Die Holländer tun ja alles, um nicht überschwemmt zu werden.

Das haben sie natürlich auch bitter nötig, da das Land ja zum Teil unter dem Meeresspiegel liegt. Als wir – nach einer längeren Mittagsrast in Scheveningen, dem Seebad von Den Haag – weiter Richtung Amsterdam fahren, befinden wir uns laut Navi zum Teil bis zu sieben Meter unter dem Meeresspiegel. Da wäre also noch eine Menge Wasser über uns wenn alle Dämme brechen, was wir natürlich weder uns, noch den Holländern wünschen wollen.

Wir lassen Amsterdam rechts liegen und fahren immer weiter in den Norden der Niederlande, bis es an der Westküste nicht mehr weitergeht. Wir sind in Den Helder angekommen und steuern den Stellplatz im historischen Hafen an. Kleine Heckenbereiche grenzen 6 Stellplätze ab. Für größere Mobile bietet sich in der Nachsaison der Parkplatz generell an. Nach der Bezahlung bekommt man einen Pincode und kann damit die sanitären Anlagen nutzen und die Toilette entsorgen. Das Login für das WiFi bekommt man auch vom freundlichen Kassierer, der abends vorbeikommt, wenn die Info schon zu hat.

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Ein Spaziergang übern Deich von Den Helder – Foto: h|b

Wir gehen vor dem Abendessen noch eine Runde spazieren bis zum Fähranleger nach Texel. Über dem Meer ist der Himmel aufgerissen und die Sonne lugt zwischen den Wolken hervor. Mal sehen wie es morgen aussieht. Bisher war ja immer ein Tag regnerisch und der nächste Tag sonnig. Da wir morgen über den 29 Kilometer langen „Afsluitdijk“ fahren wollen, der die Nordsee vom Ijsselmeer trennt, wäre ein wenig Sonne ganz nett. Morgen Abend werden wir dann wieder in Deutschland sein. Bis dahin, slaap lecker.

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