Wetterscheide

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Der Leuchtturm „De lange Jaap“ in „Den Helder“ – Foto: h|b

Heute morgen in Den Helder den Luxus einer Dusche ausgiebig genossen. Nach dem Frühstück noch beim „Lange Jaap“ vorbeigefahren, dem roten Leuchtturm, und dann an vielen Kanälen vorbei Richtung IJsselmeer. Dort überqueren wir den 29 Kilometer langen „Afsluitdijk“ der bereits seit 1932 die Nordsee vom IJsselmeer trennt und die ehemalige Bucht damit zu einem Binnengewässer macht. Nach dem ersten Drittel findet sich ein Parkplatz mit Monument, wo man sich über die Entstehung des „Abschlussdeiches“ informieren kann.

Wir fahren nach seiner endgültigen Überquerung noch zum kleinen Hafenstädtchen „Harlingen“. Eigentlich zum Denkmal des Jungen, der durch seinen Finger im Deich den Bruch desselben verhütet haben soll, aber wir nutzen dann doch die Gelegenheit endlich einmal „Poffertjes“ zu essen, die kleinen holländischen Mehlpfannküchlein mit Puderzucker. Dazu sitzen wir gemütlich in der Sonne und schauen in einen blauen Himmel.

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Stein für Stein wurde der 29 Kilometer lange Damm gebaut – Foto: h|b

Der soll uns auch heute den ganzen Tag nicht verlassen, allerdings immer nur auf der linken Seite, der Küstenseite. Geht der Blick nach rechts, sieht es zappenduster aus. Weltuntergang. Wir bewegen uns fast den ganzen Tag genau entlang dieser Wetterscheide, immer ist uns der Regen eine Spur voraus, wir bemerken höchstens nasse Straßen. Sogar die Sonne scheint dazu. Fahren wir manchmal doch in die dunkle Richtung, schwenkt die Straße rechtzeitig wieder zurück und wir fahren wieder ins Blaue hinein. Gut für das Gemüt.

Gegen 15 Uhr erreichen wir die Grenze und sind damit wieder in Deutschland angekommen. Haben wir beim Start von Köln aus nur einen Tag gebraucht um die vier Länder zu durchfahren, brauchten wir auf der Fahrt entlang der Küste doch ein wenig länger. Gegen Abend erreichen wir unser Tagesziel, den Wohnmobilstellplatz in Neu-Harlingersiel.

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Abendliche Strandidylle in Neu-Harlingersiel – Foto: h|b

Wir stehen direkt am Wasser, was bei der Nordsee ja nicht unbedingt etwas zu sagen hat, meistens ist es eh weg, und links von uns ist der Hafen, von wo aus die Schiffe nach Spiekerooge fahren. Nach dem Abendessen gehen wir noch eine Runde spazieren, der untergehenden Sonne entgegen. Die Wolken über dem Meer werden dabei herrlich beleuchtet und von Westen weht dazu ein kräftiger Wind über den Deich. Jetzt ist es kurz nach acht und der Regen hat uns doch endlich eingeholt. Wir haben uns viel Mühe gegeben in heute auf Distanz zu halten und wurden dafür mit einem schönen frühherbstlichen Tag belohnt. Der Plan für morgen steht noch aus, daher an dieser Stelle eine „Gute Nacht“.

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