Filefjell

Rentiere

Heute morgen sind wir von dem kleinen Platz in Uvdal gestartet, nicht ohne uns beim Platzbetreiber zu bedanken, der sich ein Bein ausgerissen hat, um unser Stromproblem zu lösen. Am Ende war unser Kabel von der Kabeltrommel zum Wohnmobil der Übeltäter. Kaputt. Warum auch immer. Ach ja, unsere Frontscheibe ziert jetzt ein kleines Loch (nur außen), ist wohl gestern ein Steinchen reingeflogen. Wenn es so bleibt ist es aber tolerabel. Zu Hause bleibt dann aber nur der Weg zu Carglass.

Um das Kabelproblem zu lösen brauchen wir Ersatz. Zubehörläden für Wohnmobile gibt es hier allerdings seltener, aber in Gol gibt es einen riesigen Campingplatz mit angeschlossener Infrastruktur, da sollte es doch vielleicht sowas geben. Da es eh auf unserer Strecke liegt, geben wir das als Ziel ein. Vielleicht bleiben wir ja sogar dort, mal schauen. Wir haben Glück, neben diversen Adaptern gibt es den CEE Stecker mit einem 10 m Kabel. Genau was wir brauchen und je nach Nähe des Stromanschlusses auf dem Platz sogar ausreichend. Bisschen teurer als zu Hause, aber hey, wir sind im Urlaub und in Norwegen, da ist eh alles ein wenig teurer. Da kostet das Sixpack Becks Dosen schon mal 15 Euro.

Rentierherde
Rentierherde – Foto: h|b
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Regenzeit

Während in unserer Heimat Berlin die Leute bei 36 Grad schwitzen müssen, haben wir gerade die Heizung am Laufen um die 16 Grad draußen ein wenig zu kompensieren. Nachdem heute morgen beim aufstehen noch die Sonne im Sandvik Camping in unser Wohnmobil scheint, ist es ab Mittag vorbei mit der Gemütlichkeit. Der Himmel ist grau und dicke Wolken entladen ihre Last auf die Erde und auf uns. Der Scheibenwischer kommt kaum noch hinterher der Regenflut Herr zu werden. Die Spurrillen auf der Straße lassen die Gischt in alle Richtungen spritzen. Gut dass niemand auf der Straße unterwegs ist.

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Gaustatoppen

Folge dem T

Am Morgen nach einer unruhigen Nacht, erblicken wir aus dem Wohnmobilfenster einen blauen Himmel. Hätte ich nach dem Sturm und Regen heute Nacht nicht erwartet. Aber so ist das wohl in den Bergen. Der Blick auf den Gipfel des Gaustatoppen zeigt klare Sicht. Um uns herum wabern noch die Nebel in der Morgensonne über dem See. Wir haben uns für die „Seniorenvariante“ entschieden: Hoch und runter mit der Gaustabanen.

Gaustatoppen
Gaustatoppen – Foto: h|b

Für zusammen 780 Kronen erstehen wir die Tickets für die Fahrt in den Himmel. So sieht es zumindest aus, als wir mit dem ersten – doch sehr gemütlichen Bähnchen – den Umsteigepunkt erreichen. Hatte mich schon gefragt, wie wir denn damit den Gipfel erreichen sollen. Nun stehen wir vor der Saturn V und warten darauf in die Umlaufbahn geschossen zu werden. Wer baut sowas? Und warum? Dazu muss man wissen dass der Gaustatoppen im „Kalten Krieg“ ein wichtiger Horchposten Richtung Osten war. Und geheim.

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Berg- und Talfahrt

Bergspiegelung im See

Heute morgen nehmen wir Abschied vom Stellplatz am See und nehmen die norwegischen Straßen wieder unter die Räder unseres Wohnmobils. Heute steht eine längere Etappe auf dem Plan, die sich letztendlich als sehr kurven- und höhenreich herausstellt. Der Anfang folgt noch vielen Seen und Flüssen und das heutige Titelbild ist von unserem Mittagsrastplatz. Eine Badestelle an einem Flusslauf und die schroffen Berge die sich im See spiegeln, eine typische norwegische Landschaft.

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Elchzeit

Elchjunges in Elgtun

Heute ist Elchtag auf unserer Tour. Nachdem wir heute morgen sehr früh von unserer Übernachtung in Kristiansand aufgebrochen sind, stehen wir eine gute Stunde später auf dem Neset Camping, mitten im Byglandsfjorden. Unser Stellplatz liegt direkt am Wasser, langsam kommt die Morgensonne über die Berge und taucht alles in weiches Licht. Die Anmeldung ist noch zu, das Motto in Norwegen: Such dir einen Platz und komm später zur Anmeldung. So machen wir das. Erstmal das ausgefallene Frühstück nachholen.

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Panta Rhei

Kleiner Fluss mit Langzeitbelichtung

In Norwegen hat es ja an Wasserfällen, Flüssen und Bächen kein Mangel und bei der diesjährigen Tour hatte ich endlich auch mal mein Stativ dabei.  Das Titelbild des Beitrag entstand in Norwegen am Treppensteig hoch zum Geiranger Norsk Fjordsenter. 327 Treppenstufen führen hinauf und immer wieder bieten sich auf Plattformen herrliche Blicke auf das gischtende Wasser, das hier von weit oben zum Geirangerfjord hinunterstürzt und fließt. Mit einer Langzeitbelichtung wird das Wasser natürlich sehr weich und alles fliesst.

Kleiner Wasserfall mit Langzeitbelichtung
Weiches Wasser – Foto: h|b

Das zweite Bild ist spät Abends an einem kleinen Bach entstanden, der, gespeist vom Jostedalsbreengletscher, vorbei am Campingplatz Briksdalsbreen in den Oldevatnet fließt. Da ich hier das Stativ nicht dabei hatte, musste das stabile und flache Brückengeländer herhalten, was aber kein Problem für eine Belichtungszeit von knapp 20 Sekunden war. Die malerischen und bunt bemoosten Felsen, runden den Naturblick ab.

Titelbild: OM-D E-M5 II / 12-50mm (27 mm) / Belichtung: 30 Sek bei f22 und ISO 100

2. Bild: OM-D E-M5 II / Lumix 35-100 mm (68 mm) / Belichtung: 20 Sek bei f22 und ISO 100

 

Perspektiven

Ein Pärchen schaut auf eine Costa

Wenn ich in das kleine Städtchen Geiranger in Norwegen komme, ob mit dem Wohnmobil wie diesmal, oder mit einem Kreuzfahrtschiff, wie beim letzten Mal, laufe ich meist hoch zur kleinen Kirche und hoffe, das sich auf der Bank, oder auf dem Friedhof jemand eingefunden hat, den ich als fotografischen Vordergrund nehmen kann. Das bietet eine schöne Gelegenheit um die Dimension der oder des im Geirangerfjord ankerndem Kreuzfahrtschiff(e) zu visualisieren. Mit dem Wohnmobil hatte ich diesmal auch wieder Glück mit dem Wetter, beim Besuch mit der Costa Favolosa vor ein paar Wochen, hat es leider den ganzen Tag geregnet und so musste Sara als Vordergrund herhalten. An dem Tag war der Friedhof der kleinen Kirche recht menschenleer. Weiterlesen „Perspektiven“

Himmelwärts

Als wir vor rund 11 Jahren das erste Mal zum Prejkestolen wanderten, mussten wir zum Teil Steigungen erklimmen, die nur mit Klettern über scheinbar willkürlich von großen Trollen dahingekegelte Felsen möglich war. So cool das auch damals letztendlich war, hatten wir uns eigentlich geschworen, diese Strapaze nicht noch einmal auf uns zu nehmen. Aber was heisst das schon, wenn man a) Ende August gerade wieder mal in der Nähe ist und b) (fast) Geburtstag hat, und sich ein schönes Geschenk machen will. Weil, so strapaziös diese 4-Stundenwanderung auch ist, der Ausblick am Ziel entschädigt für alles. Weiterlesen „Himmelwärts“

Zimtschnecken

Gedeckter Kaffeetisch vor Costa Favolosa

Heute sind wir auf unserer Wohnmobiltour durch Norwegen fast uns selbst begegnet. Wir hätten nur einen kleinen Zeitsprung von fünf Wochen in die Vergangenheit machen müssen, dann hätten wir vom Schiff aus gesehen, wie wir aufs Schiff schauen. Aber gut das sich Zeiten nicht mischen lassen.

Vorhin hat im Wohnmobilforum jemand gefragt, ob es eine Seite gibt, auf der es uns besser gefällt. Nein, gibt es nicht. Beides hat seinen Reiz, das Eine fremdbestimmt, mehr Luxus, viele Häfen und Städte in kurzer Zeit, das Andere individuell, einfach mal länger bleiben, wenn es einem gefällt und das Wetter schön ist, der Weg ist gleichzeitig das Ziel, Landpartie statt Seetag.

Wir sind seit 2005 mit dem Wohnmobil unterwegs und haben dabei gut 80.000 km in Europa zurückgelegt. Die letzte Kreuzfahrt mit dem Schiff auf dem Bild, der Costa Favolosa, war unsere Achte,  und Nummer 9 und 10 sind fürs nächste Jahr gebucht. Immer schön im Wechsel. Aber jetzt genießen wir erstmal den Urlaub in Norwegen mit unserem Wohnmobil.

Jagdfieber

In Warnemünde kann man häufig beobachten, das heimkommende Fischerboote von einem dichten Schwarm von Möwen begleitet werden, die laut kreischend auf die Abfälle warten, die die Fischer beim filetieren der Fische über Bord werfen.

Dieses Verhalten kann man erstaunlicherweise auch beim Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffes beobachten, obwohl da nicht unbedingt mit Abfällen zu rechnen ist. Vermutlich wird aber durch die Manöver des Schiffes die See so aufgewühlt, dass kleinere Fische dabei an die Oberfläche getrieben werden und eine leichte Beute darstellen. Weiterlesen „Jagdfieber“