Ein Fjord voller Schiffe

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Das einzige Kreuzfahrtschiff mit einem Apple-Store an Bord – Foto: h|b

Mit 220.486 Bruttoregistertonnen Schiffsmasse ist der Geirangerfjord heute gut gefüllt. Seit heute morgen um sieben liegt die kleine Arion vor Anker und gegen neun Uhr tauchen kurz nacheinander zwei Kreuzfahrtriesen auf. Zuerst schiebt die Celebrity Eclipse mit 315 Metern Länge und rund 3000 Passagieren die Nase um die Fjordecke, kurz danach gefolgt von der Costa Deliziosa mit 294 Metern und rund 2800 Passagieren an Bord. Die Eclipse wurde übrigens 2010 in der Meyerwerft vom Stapel gelassen und hat als einziges Kreuzfahrtschiff einen Apple-Store an Bord, inklusive iLounge. Ach ja, auf 2000 Quadratmeter Echtrasen kann man auch noch stilvoll lustwandeln.

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Idyllischer Ausblick auf die im Fjord liegenden Schiffe – Foto: h|b

Das führt naturgemäß zu einem temporären Anstieg der Einwohnerzahl von Geiranger, einem kleinen Örtchen am Ende des Fjordes, allerdings auch zu einem Anstieg des Umsatzes der im Hafenbereich liegenden Geschäfte, die – wie in Warnemünde – nur die Sommersaison zur Verfügung haben, um ihr Geschäftsziel zu erreichen. Die Kreuzfahrer tragen ein erhebliches Scherflein dazu bei. Ein großer Teil der Passagiere wird allerdings sofort nach der Ankunft ausgeschifft, es gibt kein Pier in Geiranger, und in Bussen in die Umgegend gekarrt. Zum Trollstigen, hoch nach Dalsnibba, oder sogar nach Olden zum Briksdalsbreen, einem gut zugänglichen Gletscher, wo wir auch vor sechs Jahren waren.

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Keiner zu Hause, alle von Bord. Die Heckkabinen der Eclipse – Foto: h|b

Wir haben uns das Ganze gemütlich vom Wohnmobil aus angeschaut. Heute morgen sind wir nämlich in die erste Reihe vorgerückt und stehen jetzt direkt am Fjordufer. Kein anderes Wohnmobil versperrt uns mehr die Sicht. Dazu muss man hier schnell sein, denn Lücken werden gnadenlos besetzt, hier will jeder in die erste Reihe. Das Wetter ist heute ein wenig wie im April, mal scheint die Sonne, gleichzeitig schauert es vom Himmel, mal ziehen Wolken auf, mal ist der Himmel wieder blau. Alles dabei. Wir haben uns ausgiebig erholt, denn ab morgen beginnt endgültig der Rücksturz zur Erde, sprich nach Berlin. Dazu haben wir vier Tage Zeit und müssen dabei rund 1.400 Kilometer überwinden. Das sollte aber für uns und unsere Bergziege kein Problem sein.

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