Elchzeit

Heute ist Elchtag auf unserer Tour. Nachdem wir heute morgen sehr früh von unserer Übernachtung in Kristiansand aufgebrochen sind, stehen wir eine gute Stunde später auf dem Neset Camping, mitten im Byglandsfjorden. Unser Stellplatz liegt direkt am Wasser, langsam kommt die Morgensonne über die Berge und taucht alles in weiches Licht. Die Anmeldung ist noch zu, das Motto in Norwegen: Such dir einen Platz und komm später zur Anmeldung. So machen wir das. Erstmal das ausgefallene Frühstück nachholen.

Wir packen das erste Mal auf der Tour die Räder aus und fahren in den nächsten Ort zum einkaufen. Salat und Hühnchenfilets zum grillen für heute Abend. Zurück am Wohnmobil tausche ich Einkaufstasche gegen Fototasche und mache mich auf Elche suchen. In Norwegen sieht man zwar viele Warnschilder die auf Elche hinweisen, nur sieht man sie selten bis nie. Ist vielleicht ganz gut so, Unfälle gehen meist nicht gut aus. Weder für Tier noch für den Mensch. Daher besuche ich das ganz in der Nähe befindliche „Elgtun“.

Mit dem Rad ist es eine knappe halbe Stunde entfernt und nach der Zahlung von 200 NOK stehe ich bereits in der Einführung auf deutsch. Welche und wieviele Elche es hier gibt (10), was die so essen (gerne Bananen), dass einer öfter mal abhaut (Orvar) und was der Elch mit seinem Geweih macht wenn er „singt“. In der Zwischenzeit versammeln sich bereits die Elche am Gatter, das gleich für die Besucher geöffnet wird. In einem Körbchen werden den Besuchern Bananenschnitzen und Karotten gereicht, die man den wartenden Elchen kredenzen darf. Nicht flach auf die Hand wie beim Pferd, sondern aufrecht mit den Fingern haltend.

Zur Fütterung stehen bereit: 2 Elchbullen mit stattlichem Geweih, noch umhüllt vom weichem Bast, 2 Elchkühe und 2 Junge. Irgendwo im Wald stromern noch 2 Teenies rum, aber die haben scheinbar keinen Hunger, oder keinen Bock auf Besucher, wer weiß. Nach zwei Stunden sind 5 Filme verschossen (nach früheren Maßstäben :)) und mehr Elch geht jetzt nicht mehr. Es sei denn als Elgpølser, aber die ist mir dann doch zu teuer. So bleibt als Andenken nur das Digitale und die Berührung mit den Elchen. Ein Besuch der sich gelohnt hat, kommt man doch selten in die Gelegenheit den großen, majestätischen Tieren so nahe zu kommen.

Hier noch ein paar Impressionen…

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