Times in ruins

Schlammskulptur in der Klosterruine

Wer ganze Romane schreiben muss um seine Kunst zu erklären und dabei auch noch Wörter und Allegorien benutzt, die ich nicht mal nachvollziehen kann, macht es dem Betrachter ebenjener Kunst nicht einfach.

Ich hatte gelesen, dass es in der Klosterruine in Berlin Mitte eine Ausstellung gibt, deren Inhalt im weitesten Sinne mit „Schlammskulpturen“ umschrieben wird. Der Name der Künstlerin ist „Anna M. Szaflarski„, der Titel der Ausstellung – einmal kurz Luft holen: „Crying face, Don’t tell anyone smile, Thinking smile, Broken heart, Wilted rose“. Klingt doch spannend, also Kamera eingepackt und nix wie hin.

Beim ersten Besuch, während der Berliner Regenzeit, sind die Skulpturen leider verborgen unter Planen, da sich ja Schlamm und Wasser nicht so wirklich gut vertragen. Ich hätte aber eh einen Test gebraucht, da auch die Open Air Ausstellung als Museum gilt und daher nur mit negativem Coronatest zu besuchen sei, wie mir die beiden Studentinnen mitteilen, die die vergängliche Kunst bewachen. Ansonsten bin ich der einzige Besucher weit und breit.

Eingang zur Ruine der Klosterkirche in Berlin
Eingang Klosterruine- Foto: h|b
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Brückentag

Alte Dampfboote auf der Spree Nähe Jannowitzbrücke

Welcher Tag eignet sich besser für eine publikumswirksame Aktion – eine alte Berliner Brücke wieder aufbauen zu wollen – als ein Brückentag. So geschehen heute nachmittag unweit der Jannowitzbrücke. Die „Allianz Neue Waisenbrücke“ hatte eingeladen und sorgte mit 10 Booten aus dem Historischen Hafen Berlins für einen symbolischen „Lückenschluss“.

Oldtimerboote auf der Spree
Auflösung – Foto: h|b
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City of Diversity – Metamorphose #6

Aktion auf der Schlosswiese in Berlin

Im Maßstab 1:775 entstand 2012 anlässlich des 775 Jahre Stadtjubiläums auf dem Schlossplatz ein überdimensionaler Berlin-Stadtplan . Dort konnten sich die Berlinerinnen und Berliner ihre Stadt auf 50 mal 50 Metern ganz genau anschauen. Meterhohe Stecknadeln markierten 125 wichtige Orte, die für Berlins Buntheit, Vielfalt und kosmopolitischen Sound stehen. Am 24. August wurde dieser begehbare Stadtplan eröffnet – „Berlin in kleen“ als die Attraktion der Stadt zu ihrer 775-Jahrfeier.

Kunstaktion auf der Schlosswiese
1:775 – Foto: h|b

Natürlich eine tolle Möglichkeit mit der Kamera loszuziehen und dem Schlossplatz mal wieder einen Besuch abzustatten. So viele Menschen auf einem kleinen Raum ist man ja zwischenzeitlich gar nicht mehr gewohnt. Wird einem schon beim betrachten der Fotos ganz schwummrig 😉

Das war dann auch die letzte mir bekannte und fotografisch dokumentierte Aktion zur Zwischennutzung. Danach begann der Bau des Humboldt Forums/Schlosses. Im nächsten Beitrag finden wir uns bereits am „Tag der offenen Tür“ in 2016 wieder. Bis dahin noch 2 Bilder aus der damaligen Kunstaktion.

Friedensschafe – Metamorphose #5

Wir schreiben inzwischen 2011 aber mit dem Aufbau des Schlosses wurde noch nicht begonnen. Dafür steht jetzt dort seit diesem Jahr die Humboldt-Box. Sie informiert die Besucher über Geschichte, Bau und Zukunft des Stadtschlosses und des Humboldt Forums sowie über neue und interaktive Ausstellungskonzepte, die für das Humboldt Forum entwickelt werden. Von der Dachterasse genießt man bei Kaffee und Kuchen den weiten Blick auf die Straße unter den Linden, oder auf die Ausgrabungen der Schlossbaustelle.

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#DankeTXL

Ein Airbus 320 der Air France verlässt als letztes Flugzeug Tegel

Am späten Nachmittag startete ein Airbus 320 der Air France als letztes Flugzeug vom Flughafen Berlin Tegel mit dem Ziel Paris CDG. 1960 eröffnete ebenfalls eine Maschine der Air France den zivilen Lufverkehr von und nach Berlin Tegel. Der Kreis hat sich nun – nach 60 Jahren – geschlossen. Damit existiert kein Flughafen mehr auf Berliner Gebiet, der Neue – der BER – liegt ja schon in Brandenburg. Zeit für viele Berliner für einen nostalgischen Rückblick. Für das „alte“ Westberlin war er der Freiheitsflughafen, konnte man von hier doch am schnellsten die Insel verlassen. Hier landeten Kennedy und Obama und sicher noch ganz viele andere Berühmtheiten, auch mein erster Flug überhaupt ging 1990 von Frankfurt (FRA) nach Berlin (TXL), ohne da schon zu wissen, eines Tages Einwohner von Berlin zu werden.

#DankeTXL
#DankeTXL – Foto: h|b
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Amelia fliegt

Walkperformance mit Clara Rodriguez Garcia Muñoz im Spreepark Berlin

Ein weiterer Streetact bei der Spreepark-Performance „Spaziert ins Grün!“ aus dem letzten September war „Amelia“. Angelehnt an die berühmte amerikanische Pilotin Amelia Earhart, die als erste Frau den Atlantik überflog, landete die Künstlerin Clara Rodriguez Garcia Muñoz im Spreepark vor ihren Mitpassagieren. Sie ließ uns an ihrem Wunsch teilhaben immer noch höher und weiter zu fliegen – es gab für Amelia scheinbar keine Grenzen. Aber nur scheinbar.

So wie alle Vorführungen an diesem Tag im Spreepark, hatte auch dieser den ökologischen Zeigefinger im Gepäck und so blieb Amelia nach ihren anstrengenden Flugversuchen lieber in Berlin. Erkenntnis des Tages: „Hier ist schön, weniger Fliegen“.

Bereits vorgestellt…

Mandelduett und Zwischen den Stühlen

Pictures of an exhibition

Der Fotograf mit seinen Bildern

Diese Woche war mein persönlicher Fotomarathon. Gleich drei Ausstellungen standen auf der Besuchsliste, zwei davon mit persönlichem Bezug. Fangen wir mit der letzten Ausstellung an, die leider heute auch schon ihr Ende fand.

Berlin Streetphotography by Kai Pagels

Wer am 14. Februar 2020 40 Jahre alt wird, hat etwas besonderes verdient. Dachte sich wohl auch die Freundin von Kai und organisierte still und heimlich eine Ausstellung im Studio Ober!Schön mit Kais „Straßenbildern“ aus Berlin. Kai ist ein Kollege von mir und schon seit Jahren fotografisch unterwegs. In Magdeburg ging es in die Clubs oder zu den Fußballspielen, immer nebenberuflich, Kai ist nämlich eigentlich Eisenbahner. So wie ich. Noch nicht so lange, aber auf einem guten Weg.

Später wurde das Business erweitert, die Hochzeitsfotografie kam noch dazu, ein sehr zeitaufwändiges Genre mit wenig freien Wochenenden. Aber man muss immer offen sein für Neues und lebenslanges Lernen ist die Devise. Auch fototechnisch sind wir inzwischen auf einer Ebene angekommen, wir fotografieren beide mit Kameras von Olympus. Eine Ausstellung der eigenen Bilder ist sicher ein Highlight im Fotografenleben, daher ist die Überraschung mehr als gelungen und die Latte sehr hochgelegt für etwaige Revanchen.