Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

In Motion

Über 43.000 Läufer aus 137 Nationen waren gestern in Berlin unterwegs, um beim 44. BMW Marathon ihren persönlichen Schweinehund zu überwinden, einen neuen persönlichen Rekord aufzustellen, oder einfach den Flow zu spüren, wenn der Körper über seine Leistungsgrenzen hinaus gefordert wird. Dabei wurden sie von unzähligen Berlinern entlang der Strecke begeistert angefeuert. Am Gendarmenmarkt rund anderthalb Kilometer vor dem Ziel sahen die Meisten, die so in der Zeit zwischen 3 und 4 Stunden ins Ziel kommen werden, zum großen Teil noch sehr entspannt aus. Da war allerdings der Sieger Eliud Kipchoge aus Kenia mit einer Zeit von 2.03.32 schon lange im Ziel. Den Weltrekord hat er knapp verpasst, aber das Nieselwetter war gestern auch nicht so ganz zuträglich.

Am selben Tag waren die Berliner auch aufgerufen den nächsten Bundestag zu wählen. Dabei gaben alleine in Berlin 224.957 Wähler (12%) einer Partei ihre Stimme, die offen ausländerfeindlich auftritt. Wie das in einer weltoffenen und toleranten Stadt wie Berlin zusammenpasst, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben.

Jenseits der Mauer

Was oder wer sich jenseits einer Mauer befindet, liegt ja immer im Auge des jeweiligen Betrachters. Dafür hat ja eine Mauer auch zwei Seiten. Bei der Mauer, um die es bei der Ausstellung „Beyond the wall“ des Künstlers Stefan Roloff an der Rückseite der East Side Gallery geht, handelt es sich um die Berliner Mauer. War die eine Seite der Mauer (West) meist bunt und im Laufe ihres Bestehens eher Folklore, konnte man auf der anderen Seite (Ost) schon mal erschossen werden, wenn man sich ihr unerlaubt näherte. Heute vor 56 Jahren wurde sie geschlossen, damit niemand mehr aus dem Sozialismus abhauen konnte. Das hatten bis zu diesem Zeitpunkt im August 1961, aus Sicht der DDR Führung, nämlich bereits viel zu viele Menschen getan. Das war natürlich Verrat an der Sache und als „versuchter Republikflüchtling“ wurde man auch im Laufe der nächsten Jahrzehnte gern mal länger weggesperrt.

Fotograf – Foto: h|b

Neben Videostills der damaligen Grenzanlagen finden sich Interviews von Betroffenen und deren Silhouetten auf der Rückseite der Mauer. Die großformatige Arbeit erstreckt sich auf 229 Metern entlang der Spree und kann noch bis zum Tag des Mauerfalls am 9. November besucht werden. Die Interviews sind in deutsch, englisch und spanisch, so dass auch die meisten Touristen den Hintergrund der Ausstellung verstehen können.

Ausstellung zur Berliner Mauer
Ausstellung zur Berliner Mauer – Foto: h|b

Königin des Sommers

Mit Namen wie „Bittere Leidenschaft“, „Perle d’Aspromonte“ oder „Bombay Dream“ warben am Wochenende 16 Eisdielen aus ganz Deutschland (plus zwei aus Österreich und Tschechien) bei der „Gelato World Tour“ am Potsdamer Platz, um die Gunst der zahlreichen großen und kleinen Eisverkoster. Für 8 € bekam man einen Abrisscoupon, mit dem man acht verschiedene Eissorten verkosten konnte.  Auf das kleine Eishörnchen wurde aber meist soviel Eiscreme gepackt, dass es für zwei reichte, so dass man sich locker durch alle Eissorten hindurchprobieren konnte. Königin des Sommers weiterlesen

Paddywalk in Zingst

Der „Meister“ hatte während der letzten Zingster Fototage irgendwie keine Lust auf Vorträge, sehr wohl aber auf ein bißchen schnacken mit anderen Fotografen. Das was immer ein wenig zu kurz kommt, auf Fototagen, oder Vortragsreihen. So rief er und alle kamen. So ein Schnack unter Gleichgesinnten, Paddy macht das ja auch regelmäßig auf seinem Videokanal, dient mehr dem Networking und dem Kennenlernen. Für Patrick Ludolph ist es natürlich auch eine gute Gelegenheit, schließlich ist er Geschäftsmann und lebt von der Fotografie, potentielle Kunden für Workshops oder seine Produkte zu gewinnen. Das kommt allerdings nie zum Ausdruck, es ist wirklich ein zwangloses Treffen und Spazierengehen. Hier meine kleine Story dazu, am Ende gibt es auch ne Menge Bilder. Paddywalk in Zingst weiterlesen

Sunbounceeffekt

Als ich nach einem Fotowalk abends am Zingster Strand in der Sunbouncelounge noch ein Bierchen mit den anderen Teilnehmern getrunken habe, fand am Strand noch ein Shooting statt. Vermutlich noch ein Portrait-Workshop mit Availabe-Light. Es war in der Tat erstaunlich, was ein Reflektor mit der Abendsonne leisten kann. Ohne Reflektor sah das Model ziemlich dunkel und unscheinbar aus. Sowie der Reflektor in die richtige Position gebracht wurde, ging förmlich ein Glühen von der Haut aus. Der eh schon leichte Bronzeton des Models verwandelte sich in helles Kupfer. Echt faszinierend.

Foto: Olympus OM-D E-M5II mit dem Lumix 35-100 / f2.8