Das schöne, alte Eingangstor zur Trabrennbahn in Karlshorst hat irgendwie so gar keinen räumlichen Bezug zur eigentlichen Rennbahn. Man muss noch gut 500 Meter laufen, bis man die vom Flutlicht bereits beleuchtete Strecke erreicht. Vereinzelte Besucher stehen herum, die Tribünen sind leer. So hatte ich mir das ja nicht vorgestellt, das erste Rennen der Traber im Jahr 2015. In Hoppegarten beim Galopprennen war seinerzeit mehr Trubel. Weiterlesen „Hoppe, Hoppe, Reiter“
Paddywalk

Aufschlag Games

Am Mittwoch Abend wurde im Computerspielemuseum an der Karl-Marx-Allee 93a eine neue Ausstellung zur Kultur der Computerspiele von den 70ern bis heute eröffnet. Das Computerspiele und Kultur in einem Satz verwendet werden können, verdankt sich zu Teilen auch diesem einzigartigen Museum. So wie aber eben Film und Fernsehen heute zur Kultur zählen, gilt das inzwischen in gleichem Maße auch für Computerspiele und ihre Geschichte, brachte es Kulturstaatssekretär Tim Renner bei seiner Eröffnungslaudatio auf den Punkt. Weiterlesen „Aufschlag Games“
#Lichtgrenze
Wir starten das neue Jahr mit einem kleinen Rückblick auf DAS Ereignis in 2014, zumindest aus Berliner Sicht: Der Lichtgrenze. Ist ja auch gleichzeitig noch das Wort des Jahres geworden. Ein guter Zeitpunkt also, sich noch einmal daran zu erinnern. Ich habe 36 Bilder – eine Menge die einem Diakasten entspricht, wenn noch jemand weiß was das ist 😉 – zusammengestellt und in der Reihenfolge des Erwanderns in einem Flickr-Album veröffentlicht. Wer also diesem filigranen Meisterwerk noch einmal nachspüren möchte, ist herzlich eingeladen das zu tun. Ich wünsche viel Spaß dabei.
Zeit das sich was dreht

Leider spielt das Wetter diesmal nicht so recht mit. Es ist nasskalt und nieselig. Keine guten Voraussetzungen um sich 6 Stunden ans Brandenburger Tor zu stellen um Tokio Hotel oder David Hasselhoff zu sehen. Aber das ist eh nicht mehr unser Ding. Aber wenn wir über Silvester in Berlin sind, besuchen wir Tommi am Bierstand und gönnen uns zwei Sekt. Also jeder. Dann dreht es schon ein wenig im Kopf. Zur Steigerung der Performance haben wir uns dann – im Gegenwert von ungefähr 5 Kreuzberger Döner – eine Runde Riesenrad gegönnt. Yehaaaa. Wünsche allen Leserinnen und Lesern ein durchgeknalltes Silvester und ein gesundes neues Jahr.

Die Lichtgrenze

Es war ein gigantisches Fest, und die Idee die Grenze zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls mit rund 8000 Ballonen zu markieren fand ich sehr gelungen. Das Ende am Sonntag Abend war weniger spektakulär als erwartet, die Ballons entschwanden – kaum vom Lichtmast getrennt – in der dunklen und trüben Nacht. Aber die drei Tage in denen man die Grenze ablaufen konnte, im Hellen, bei herrlichem Sonnenschein am Samstag, in der Nacht, wenn allein die Lichter die Grenze markierten, es war faszinierend. Weiterlesen „Die Lichtgrenze“
Niemand hat die Absicht …

Seit Dienstag wird die „Mauer“ in Berlin wieder aufgebaut. Diesmal allerdings nicht mit unüberwindbarem Beton, sondern mit filigranen Lichtstelen. Die Aktion „Lichtgrenze“ wird 8000 Segmente wie auf dem Bild zu sehen, entlang der innerstädtischen, ehemaligen Grenze aufstellen. Startpunkt ist die Bornholmer Brücke, Ende an der Eastsidegallery.
Dort wo jetzt noch Plastetüten Schutz bieten, werden dann beleuchtete Ballons ab Freitag Abend den Grenzverlauf jeden Abend illuminieren. Sonntag Abend um 19 Uhr dann der Höhepunkt: 8000 Ballonpaten werden an „ihrer“ Stele den Ballon fliegen lassen. An jedem Ballon wird dann ein kleines Kärtchen mit einer persönlichen Geschichte zum Mauerfall hängen.
Flashback: Wer sich vielleicht erinnern kann, es gab auch zum 20-jährigen Jubiläum eine spektakuläre Aktion. Vom Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor wurden Mauersegmente aus Holz und Bespannung aufgestellt, die am Abend des 9. November wie Dominosteine zum Fallen gebracht wurden. Den Anstoß gab damals Lech Walesa.

Kontaktabzüge

Die Qual der Wahl hatte der Fotograf schon immer. Welches der geschossenen Fotos verdient es das „Licht der Welt“ zu erblicken? In der Zeitung, in den Agenturen, im Blog, in einer Ausstellung, wo auch immer. In der guten, alten analogen Zeit ließ man sich von jedem Film sogenannte Kontaktabzüge herstellen. Alle 36 Bilder auf einem Bogen zur Ansicht. Jetzt konnte der Fotograf mit der Lupe die einzelnen Bilder betrachten und sich – hoffentlich – für das Richtige entscheiden. Weiterlesen „Kontaktabzüge“
#achtens
Diese Ausstellung ist leider schon vorbei, was ich sehr schade finde. Zum Einen werden sehr unterschiedliche Werke der Absolventen der Ostkreuzschule für Fotografie gezeigt, zum Anderen wurden sie im SEZ in Friedrichshain gezeigt, das teilweise bereits das Morbide eines „Lost Places“ ausstrahlt. Es gibt kein durchgängiges Thema, da themenbedingt jede/r Schüler/in einen anderen Blickwinkel auf das Thema Fotografie hat. Es gibt Gegenständliches, Abstraktes, Diavorführungen, ein Triptychon wie in einer Kirche, Schwarzweiß und Farbe, klein und groß. Manches überfliegt man, vor manchem bleibt man länger stehen.
Road to Europe
Eine Ausstellung, deren erste Hürde darin besteht sie zu finden, kann man sich auf Gleis 13/14 der S-Bahn am Potsdamer Platz anschauen. Lässt man eine S-Bahn fahren, reicht die Zeit für den Besuch der Ausstellung an den 4 Mittelpfosten am nördlichen Ausgang. Die Ausstellungsmacher der „Movement for Galleries Berlin“ schreiben dazu:
„Die Ausstellung zeigt unterschiedlichste Innen- und Außenansichten von einem Europa, das sowohl als geografischer Kontinent wie auch als politischer und wirtschaftlicher Staatenbund, auf den Wünsche und Visionen, Bedeutungen und Identitäten projiziert werden, gesehen werden kann.“
Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.



