Das Auge Istanbuls

Ara Güler - Das Auge Istanbuls - Foto: h|b
Ara Güler – Das Auge Istanbuls – Foto: h|b

Eine schier unüberschaubare Zahl von Fotos hängen auf 2 Ebenen im Willy-Brandt-Haus, wir befinden uns immer noch in Kreuzberg. Ara Güler, mittlerweile 85 Jahre alt, ist ein türkischer Magnum-Fotograf und seine Bilder aus Istanbul und der anatolischen „Provinz“ sind einfach fantastisch. Teilweise in einem riesigen Format mit geheimnisvollen Lichtstimmungen, zeigt er eine türkische Welt vor rund 60 Jahren. Wie kein anderer hat er das Straßenleben, den Trubel der Großstadt und das Alltagsleben der Bewohner festgehalten, schreibt der Veranstalter. Nebenbei hat er auch noch viele Künstler portraitiert, wie Bresson, Dali, Picasso oder Hitchcock. Eine Ausstellung die unbedingt zu empfehlen ist. Sie wird über den Monat der Fotografie bis zum 15. Januar 2015 zu sehen sein. Ausweis nicht vergessen, sonst kommt man nicht in das Willy-Brandt-Haus.

Künstler, Revolutionäre und 25 Jahre Mauerfall

Künstler, Revolutionäre und Berliner - Foto: h|b
Künstler, Revolutionäre und Berliner – Foto: h|b

Gleich zwei Ausstellungen kann man auf der Galerie der Marheineke-Halle besuchen. Während von unten der Duft von frischem Kaffee oder leckeren Galettes die Nase betört, können sich die Augen an den Schwarz-weiß Fotografien von Axel Benzmann sattsehen. Sie zeigen auf der einen Seite die Studentenproteste Ende der 60er Jahre in Westberlin, ergänzt um Kundgebungen der „Gutbürger“, zum anderen viele Stars die Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre die Clubs und Hallen in Berlin bespielten. Ergänzt wird die Ausstellung von Bildern des Pressefotografen Günter Zint, der die Grenzöffnung vor 25 Jahren dokumentiert. Wer nach den vielen Bildern Hunger bekommen hat, die kulinarische Auswahl in der Halle ist vielfältig und gut.

Selfies vom Oranienplatz

Selfies vom Oranienplatz - Foto: h|b
Selfies vom Oranienplatz – Foto: h|b

An rund 120 Orten über ganz Berlin verteilt, spielt sich aktuell der „6. Monat der Fotografie“ ab. Mal drin, mal draussen, mal gegen Eintritt, meist jedoch frei, kann man vom 16. Oktober bis zum 16. November so viele Fotos anschauen wie in den Kopf hineinpassen. „Umbrüche und Utopien“ ist der Leitgedanke der Ausstellungen, viele der Fotografen und Künstler sind mit ihren Fotografien Zeitzeugen des Wandels einer Epoche. Ich war am Wochenende in fünf der Ausstellungen und stelle sie euch im Rahmen einer „Woche der Fotografie“ einzeln vor. Ein kleiner Tipp noch, am Donnerstag ab 16 Uhr ist das öffentliche Grand-Opening des c/o Berlin im Amerikahaus am Bahnhof Zoo.
Selfies vom Oranienplatz
Beginnen möchte ich mit einer Open-Air Ausstellung am Oranienplatz in Kreuzberg. Hier wo lange Zeit Flüchtlinge den Platz in ein Zeltlager verwandelt haben, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen, findet sich ein Rondell mit vielen verschlossenen Türen. Auf jeder Tür findet sich ein Selfie. Nach der Räumung des Platzes sind die Menschen anderweitig untergekommen, an ihren neuen Orten haben sie sich selbst „lomografiert“. Es ist eine schnell konsumierbare Ausstellung, trotzdem macht sie nachdenklich. Die Menschen sind von diesem Ort verschwunden, über ihr Schicksal ist mir nichts bekannt. Ihre Bilder füllen den Platz noch einmal auf. Danach bleibt Leere.

Berliner Musikwoche

Die Jägermeister-Show-Band an der Spree - Foto: h|b Die „Jägermeister Blaskapelle“ an der Spree – Foto: h|b
In Berlin versammelt sich wieder mal die musikalische Elite um über das „Business“ zu reden. Damit auch die Bewohner und Berlinbesucher etwas davon haben, gibt es auch viel Musik auf „der Straße“. Unter anderem läuft bis morgen das „First we take the streets Festival“ entlang der Berliner Mühlenstraße, sprich, an der Eastside-Gallery. Neben vielen Newcomer-Bands, die sich um einen „Slot“ bewerben konnten, mischte heute Abend noch die Jägermeister Blaskapelle feat. „Das Bo“ die zahlreich gekommenen Besucher auf. Klasse Stimmung bei einem herrlichen Sonnenuntergang. Berlin, ick liebe dir.

More Sky

Selfie

Gestern Abend waren wir noch auf den letzten Drücker bei der Ausstellung „More Sky“ von Otto Piene. der obere Bereich der „Neuen Nationalgalerie“ ist dazu mit großen Tüchern abgeteilt, mittendrin liegt ein großer Ballon. Mehrere Projektoren bestrahlen die Objekte und die Wände. „Noch 5 Minuten“ wird projeziert als wir den riesigen Raum betreten. Menschen stehen und liegen herum, viele üben sich im Schattenspiel an den Wänden.

Dann geht es los. Der Raum wird verdunkelt und eine Stimme aus dem „Off“ gibt englische Befehle: „Follow the trace“, „Set Frequenz to eight seconds“, „Eight Seconds“, Eight Seconds“ …. In diesem Rhythmus werden nun farbige „Dias“ auf die Kugel, die Tücher und die Wände geworfen. Mal in langsamen Rhythmus, mal im schnellen Takt. Je nach Befehl. Durch die herumlaufenden Menschen, verändern sich die Strukturen zusätzlich.

Ich bin erst eine Runde gelaufen um zu fotografieren, hab mich dann aber auch auf das Spektakel eingelassen. Nur noch der hypnotischen Stimme gelauscht und die Farben wirken lassen. So stelle ich mir einen LSD-Trip vor. Als Laie. Die Ausstellung läuft noch bis zum Sonntag. Wer Zeit hat, sollte mal hingehen. Jeden Abend ab 22 Uhr. Eintritt ist frei.

Zirkuszelt

Zirkuszelt aus Beton am Anhalter Bahnhof - Foto: h|b
Zirkuszelt aus Beton am Anhalter Bahnhof – Foto: h|b

Aus aktuellem Anlass gibt es heute ein Foto eines architektonischen Juwels am Anhalter Bahnhof in Kreuzberg. Die Geschichte dieses Gebäudes, wie es entstand, warum es entstand, könnt ihr hier nachlesen. Eigentlich so’ne typische Berliner Nummer. Ich war dort schon zum „Blauen Montag“, zu einer internen Veranstaltung meines Arbeitgebers zur Unternehmenskultur und ab heute Mittag bin ich mit rund 600 meiner Kollegen und Kolleginnen aus ganz Deutschland wieder dort, um mich mit ihnen über das Thema „Kommunikation“ auszutauschen. Was kann verbessert werden, wie kann Kommunikation effektiver werden ohne zu nerven? Diese und ähnliche Fragen harren der Beantwortung. Am Abend schließt sich ein „Get together“ an, bevor am nächsten Morgen die Ergebnisse des Vortages vorgestellt werden. Auch das alles im Rahmen der Unternehmenskultur, ein wichtiges Thema für meine Kollegen und unseren Arbeitgeber.

Querbeet mit Harald Hauswald

Erholung vor der Tür - Foto: h|bErholung vor der Tür – Foto: h|b

Als mir die Einladung einer weiteren Vernissage der Fotogalerie Friedrichshain per Mail ins Haus flatterte nahm ich sie erstmal nur zur Kenntnis. Schließlich wechseln die Ausstellungen im 6-8 Wochenrhythmus und nicht immer entsprechen sie meinen Vorstellungen. Diesmal war es aber etwas anders. Es geht um die Bilder von Harald Hauswald. Die Ausstellung ist auch ein Geburtstagsgeschenk, der Fotograf wurde 60. Sogar der Tagesspiegel berichtete auf Seite 1. Warum? Wer ist Harald Hauswald? Weiterlesen „Querbeet mit Harald Hauswald“