Hoppe, Hoppe, Reiter

Das schöne, alte Eingangstor zur Trabrennbahn in Karlshorst hat irgendwie so gar keinen räumlichen Bezug zur eigentlichen Rennbahn. Man muss noch gut 500 Meter laufen, bis man die vom Flutlicht bereits beleuchtete Strecke erreicht. Vereinzelte Besucher stehen herum, die Tribünen sind leer. So hatte ich mir das ja nicht vorgestellt, das erste Rennen der Traber im Jahr 2015. In Hoppegarten beim Galopprennen war seinerzeit mehr Trubel.

Die Trabrennen sind in der Regel am Abend, das ist wohl der größte Unterschied zu den Galoppern. Auch sitzt der Reiter nicht auf dem Pferd, sondern in einem Sulky dahinter. Der Start erfolgt fliegend hinter einem Startauto und geht über knapp 2 Runden. Schiedsrichter achten dabei die ganze Zeit darauf, dass die Pferde den Trabmodus nicht verlassen, also versehentlich in den Galopp verfallen. Das zieht eine spätere Disqualifikation nach sich.

Ich habe mir das auch aus fotografischer Sicht ausgesucht, man kann wunderbar das mitziehen üben. Rennen gibt es genug und damit eine Menge Gespanne die an einem vorbeiziehen. Ich wollte zuerst die Kurvenlage fotografieren, beim Galopprennen sieht das cool aus, wenn die im Pulk um die Kurve fliegen, aber bei den Trabern geht es etwas gesitteter zu. Meistens sind die Sulkys dort noch hintereinander, also nur bedingt aufregend.

Also die Kamera mit einem kleinen Tele bestückt, man kann wirklich sehr dicht an der Strecke stehen, 80 mm (KB) reichen völlig aus. Die Zeitvorwahl auf eine 60stel, bei Blende 5 und dann warten. Wenn die Sulkys im Sucher auftauchen ruhig mitziehen und abdrücken. Schwenken, mitziehen, abdrücken. Es klappt nicht immer, aber wie gesagt, es sind genug Sulkys bei den verschiedenen Rennen am Start. Übung macht den Meister. Leider wurde es trotz Flutlicht schnell zu dunkel für die Kamera, das Objektiv war jetzt auch nicht das lichtstärkste. ISO stand schon auf 6400, mehr wäre nicht zuträglich.

Übrigens waren doch eine Menge Besucher da, nur eben nicht an der Strecke. Bei Trabrennen scheint es üblich zu sein, dass sich alle in der großen Halle treffen, dort ist auch der Totalisator, dort kann man seine Wettscheine ausfüllen, Bierchen und Mettbrötchen bestellen und der Ausgang der draussen stattfindenden Rennen kann über Monitore verfolgt werden. Ist dann mehr so wie Lottospielen.

Mir hat es ganz gut gefallen, aber eher zum fotografieren. Mit Wetten hab ich nix am Hut. Wenn es wärmer und länger hell ist, werde ich mir das noch mal anschauen und wieder schwenken, mitziehen, abdrücken, schwenken ……

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