Neuruppin #fontane.200

Theodor Fontane

Wir kennen jetzt das Süd- und Ostufer des Ruppiner Sees, haben Wustrau und Karwe und Radensleben durchstreift und schicken uns nun an, der alten Hauptstadt dieses Landesteiles unseren Besuch zu machen, der Stadt Ruppin selbst, die dem See, woran sie liegt, wie der ganzen Grafschaft den Namen gegeben hat“ schreibt Fontane weiter in seinen Wanderungen und erreicht damit auch den Ort, in dem er vor 200 Jahren geboren wurde. Für uns ist Neuruppin auch der Endpunkt für den Tag. Im Gegensatz zur Zeit Fontanes, ließ sich der Besuch von Wustrau, Karwe und Neuruppin prima an einem Tage organisieren und wir mussten dazu nicht mal früh aufstehen.

Figur Fontane in Schaufenster
Figur Fontane in Schaufenster – Foto: h|b

Wünsch dir was

Visions in Motion / Patrick Shearn - Foto: h|b

Mit dem Projekt „Visions in Motion“ sorgte der Künstler Patrick Shearn, im Rahmen der Feiern zu „30 Jahre Mauerfall“ in der letzten Woche, für ein farbenfrohes Spektakel am Brandenburger Tor. Ein 150 Meter langer Teppich aus insgesamt 100.000 Bändern, von denen 30.000 mit kleinen Botschaften beschriftet sind, bildete den Himmel unter dem die Besucher wandeln konnten.

Wünsche, Forderungen, Hoffnungen und Visionen von vielen verschiedenen Menschen hat der Künstler auf der Straße, auf Festivals im Rahmen von Workshops, Veranstaltungen sowie Aktionen in Schulen und Kirchen eingeholt, sodass sich ein breites Spektrum an Meinungen aus der Gesellschaft zusammen getragen hat.

Grenzlinien

Spreegrenze

„Do you remember the 9th of November?“ Das fragen sich dieser Tage wieder gegenseitig Zeitzeugen und Menschen, die die Öffnung der Mauer damals bewusst mitbekommen haben. Erinnerst du dich und wo warst du? Ich war zu Hause im beschaulichen Steinbach in der Nähe von Frankfurt am Main und für mich war die DDR relativ weit weg. Früher – als ich noch in der Nähe von Kassel gewohnt hatte, im sogenannten „Zonenrandgebiet“ – war sie etwas näher. Wir sind ab und an mit den Eltern in die Nähe von Bad-Sooden Allendorf zur Werra gefahren und haben mit leichtem Schaudern hinüber auf die riesigen Grenzschneisen geschaut, die die Waldhänge herunterkamen und West von Ost trennte. Oder andersrum. Echt gruselig für uns Kinder.

Weiterlesen „Grenzlinien“

Wir sind das Volk!

Alexanderplatz

Nach den großen Demonstrationen in Leipzig fand heute vor 30 Jahren die bis dahin größte Demonstration der DDR-Bürger auf dem Alexanderplatz in Berlin statt. Rund eine halbe Million Menschen versammelten sich in den Abendstunden des 4. November 1989 auf dem Alex und lauschte den Reden von Stephan Heym, Jan-Josef Liefers, Ulrich Mühe und vielen anderen bekannten Persönlichkeiten. Viele Transparente zeugten von kreativem Geist und der Ablehnung der DDR Führung.

Heute Abend eröffnete der regierende Bürgermeister die Woche der Feierlichkeiten auf dem Alex, die am kommenden Samstag in einem Finale am Brandenburger Tor endet.  An weitere Standorten in Berlin soll das Erleben des einzigartigen Aufbruchs spürbar werden. Am Alex werden dazu jeden Abend die Fassaden illuminiert, Geschichte so multimedial aufbereitet. Ergänzend dazu Künstleraktionen, Bandauftritte und vieles mehr. Das ganze Programm findet sich hier: Mauerfall30

Wustrau #fontane.200

Steg in den See

Wir kommen in einem Boot über den See gefahren, legen an einer Wasserbrücke an und springen ans Ufer. Ein kurzer Weg, an Parkgrün und blühenden Linden vorbei, führt uns an den Eingang des Hauses.

Mit diesem Satz aus dem Buch „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschreibt Fontane die Ankunft im Örtchen Wustrau am Südende des Ruppiner Sees. Mit „dem Haus“ meint Fontane das Ende des 18. Jahrhunderts erbaute „Zietenschloss“. Heute dient es schön herausgeputzt als „Deutsche Richterakademie“ der Fortbildung von Richtern und Staatsanwälten. Es liegt idyllisch am See und kann nach Absprache auch besichtigt werden.

Zietenschloss
Zietenschloss – Foto: h|b

Weiterlesen „Wustrau #fontane.200“

Glitzerwelten

Festival of Lights 2019

Wer seinem Kind einen der glitzernden Ballons gekauft hat, in der Hoffnung den Nachwuchs damit im Dunkeln besser wiederfinden zu können, hat sich wahrscheinlich verkalkuliert. Das Geschäft mit dem Glitzermüll läuft fantastisch und beschert den fliegenden Händlern sicher einen Mordsumsatz. Nur zum wiederfinden ist dann die Masse der Leuchtballons eher nicht geeignet. Weiterlesen „Glitzerwelten“

#berlinphotoweek

#berlinphotoweek

Seit gestern läuft die #berlinphotoweek in Berlin, unter anderem im alten Kraftwerk in Kreuzberg, in der Köpenicker Strasse. Neben kostenpflichtigen Vorträgen, gibt es auch eine Exhibition Karte, die zum generellen Eintritt, den Besuch der Fotoausstellung und natürlich zum schlendern rund um die Anbieter von Kameras und Zubehör berechtigt. Manchmal kann man auch irgendwas mitmachen, ist aber eher zufällig. Fotografisch durchaus einiges zu sehen und natürlich auch die Herausforderung selbst aktiv zu werden. Wer noch hinwill… läuft bis morgen und… Kamera nicht vergessen 😉

Pomnik Chrystusa Króla

Der Besuch der weltgrößten Christusstatue in Świebodzin in Polen stand schon länger auf unserer Agenda. So nutzten wir am letzten Wochenende die Gelegenheit unserem Wohnmobil ein wenig Auslauf zu gönnen und fuhren in unser Nachbarland Polen. Obwohl es näher liegt, als alle Ziele die wir bisher so angefahren haben, ist Polen irgendwie „Terra incognita“ geblieben. Das müssen wir dringend ändern.

Blick nach Westen – Foto: h|b

Weiterlesen „Pomnik Chrystusa Króla“

Bilbao

Guggenheimmuseum in Bilbao

„Sich neu erfinden oder sterben, dieses Motto hat das alte Bilbao umgesetzt. Die Industriestadt war vom wirtschaftlichen Niedergang gezeichnet. Nach Eröffnung des Guggenheim-Museums gelang der Stadt eine wirtschaftliche Neupositionierung: sie wandelte sich zur kulturellen Metropole“. Soweit der Werbesprech. Auch wir haben die baskische Hauptstadt Bilbao wegen des architektonischen Highlights vom amerikanischen Architekten Frank O. Gehry auf dem Plan, sind aber ansonsten leider nicht sehr gut vorbereitet.

Puppy, Blumen-Skulptur von Jeff Koons
Puppy, Blumen-Skulptur von Jeff Koons – Foto: h|b

Weiterlesen „Bilbao“

Zeichenkunde

Zeichne einen Baum

Lauter Konjunktive: „Zeichne einen Baum, auf den du klettern könntest.“ oder „Zeichne einen Baum, der vor deinem Haus stehen könnte“. Interessante Aufforderungen an die Flaneure am Schiffbauerdamm, aufgehängt am Bertold-Brecht Platz

Ich habs ja nicht so mit dem Zeichnen und malen und nutze daher die Fotografie als Möglichkeit mich auszudrücken. In diesem Fall habe ich allerdings nur die Kunst von anderen genutzt, um mit dem iPhone und den kleinen Fotohelferlein-Apps das reale Bild ein wenig künstlerisch zu verfremden. Ich hoffe es gefällt.