Colours of Aarhus

Im Rahmen unserer Skandinavien-Kreuzfahrt stand auch ein Besuch einer der beiden Kulturhauptstädte Europas, Aarhus in Dänemark, an. Neben einem Stadtbummel, haben wir dem Aarhus Art Museum, kurz ARoS, einen Besuch abgestattet. Eine der Attraktionen ist ein Skywalk in allen Regenbogenfarben auf dem Dach des Museum. Man kann dort einmal herumlaufen und sieht die Stadt so in allen Farben. Interessanterweise kann das Auge die Farben viel besser sehen, als der elektronische Sucher der Kamera. Beim ersten Durchschauen war ich etwas enttäuscht, war doch eher alles blass und kaum farbig. Vielleicht eher so eine Filterfunktion, muss ich mal recherchieren. Das Bild ist jedenfalls aus der Serie „Project Sara“ und zeigt den Grünteil des Spektrums.

Foto: Olympus OM-D E-M5 II, 12-40/2.8 PRO, ISO 200, 1/3200 bei f2.8

Räuberrad entlaufen

Das Räuberrad vor der Volksbühne - Foto: h|b

Das berühmte „Räuberrad“ vor der Berliner Volksbühne ist auf dem Sprung. Wer ist in seinem natürlichen Umfeld noch einmal sehen möchte, sollte sich beeilen. Entweder erfolgt der Abbau noch heute, spätestens aber sicher morgen, wird es doch in Avignon erwartet. Dort gastiert die Volksbühne im Juli zu einem Gastspiel, bei dem Theaterlegende Frank Castorf seinen Abschied von der Volksbühne gebührend feiern möchte. Weiterlesen „Räuberrad entlaufen“

Meerjungfrau

Spiegelfigur in Zingst in der untergehenden Sonne

Teile des Waldes und des Strandes spiegeln sich im Spiegelbild der kleinen Meerjungfrau von Zingst, während im Hintergrund langsam die Sonne im Meer versinkt. Viel zu schnell gingen die Tage hier in Zingst rum, morgen geht es – mit vielen Eindrücken und Bildern im Kopf und auf der Speicherkarte – wieder zurück ins heimatliche Berlin. Immerhin soll der Sommer dort weitergehen, fehlt nur die Ostsee. Was definitiv nicht fehlen wird: Nervige, blutsaugende Schnaken, die abends den Aufenthalt im Freien fast unmöglich machen. 

Tequilawolke

Im Rahmen der ITB findet man auf dem RAW Gelände in Berlin Friedrichshain eine hochprozentige Kunstinstallation. Mexiko hat in der „Urban Spree Gallery“ eine Wolkeninstallation – stilecht sogar mit Gewitter – geschaffen, aus der es echten Tequila regnet. Man hält seinen Becher einfach unter die Wolke und mit etwas Geduld setzt sich der Tequila Nebel im Glas ab. Für alle die nicht so lange warten wollen, gibt es einen kleinen Zapfhahn. Der Eintritt ist frei, Tequila gibt es noch bis morgen Abend. ¡a vuestra salud!

Es regnet Teqila – Foto: h|b

Kalte Hände

Pianospieler an der Promenade von Warnemünde

Es ist ein trüber und eiskalter Sonntag im Januar. Leise schweben sphärische Klänge unterhalb des alten Leuchtturms über die Promenade von Warnemünde. Die zahlreichen Flaneure – dick vermummt – ziehen langsam an dem einsamen Pianospieler vorbei. Seine Finger fliegen über die Tasten, um immer neue Töne zu finden. Viele bleiben mit einem Lächeln kurz stehen, seine Schale ist bereits gut gefüllt mit Kleingeld aller Art. Mir fallen schon fast die Finger ab, um das Foto zu machen, wie macht er das nur? Hält die Magie der Musik seine Hände warm? Wie auch immer, danke dafür.

Woher, Wohin

Unter diesem Motto präsentiert die Abschlussklasse „Reportagefotografie“ der Gilberto-Bosques Volkshochschule Friedrichshain-Kreuzberg unter Leitung von Ann-Christine Jansson ihre Bilder zum Thema Flucht und Flüchtlinge in der Fotogalerie Friedrichshain. 

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Die Gaukler

„Hereinspaziert meine Damen und Herren, kommen Sie, staunen Sie, haben Sie keine Angst, wir sind die Herren über das Feuer.“ Die Zuschauerrunde lauscht fasziniert den beiden Gauklern, die sich auf dem antiken Weihnachtsmarkt auf dem RAW Gelände bereit machen, um mit ihren Fackeln zu jonglieren. Fotografisch nicht ganz einfach. Die Unterschiede zwischen hell und dunkel sind extrem und der Autofokus ist permanent auf der Suche nach dem Punkt auf den er scharf stellen kann. Die Ausschussquote entsprechend hoch, aber immerhin sind verwertbare Bilder dabei. Auf der Olympus OM-D E-M5II sitzt das 25/1.8 mm, mit komplett offener Blende. Das Bild entstand mit 1/60stel Sekunde mit noch vertretbaren ISO 1250.

Baumgeist

Toter Baum am Schlachtensee - Foto: h|b

Heute beim Spazierengehen am Schlachtensee begegnete uns der böse Baumgeist. Wie die Dementoren bei Harry Potter versuchte er unsere Seelen in sich aufzunehmen und nur durch ein schnelles „Expecto Patronum“ und des anschließenden Banns auf das Zelluloid meiner Kamera, gelang es uns den Angriff abzuwehren. Noch mal Glück gehabt.

Foto: OM-D E-M5 Mark II / 42mm / 0.8 Sek / f22 / ISO 100 – Während der Auslösung gezoomed

Dekagon

Was hier aussieht wie größere Installationsarbeiten in der Ruine der Klosterkirche, handelt sich in Wirklichkeit um eine Rauminstallation von Luc Wolff. In der Pressemappe zur Ausstellung findet sich der folgende Text über den Künstler:

In seinen temporär angelegten Arbeiten untersucht Wolff die Grenzen etablierter Lebensräume. Er geht auf vorgefundene Orte ein und verändert diese auf eine leise, unspektakuläre Weise, meist mit einfachen, alltäglichen Mitteln. Durch das subtile Markieren augenfälliger Raumgrenzen im Kontext funktionaler Architektur verweist Wolff auf das Ausgegrenzte. Vermeintlich isolierte, fest definierte Orte werden nicht mehr als solche wahrgenommen.Weiterlesen „Dekagon“

Die Wölfe sind zurueck

Was passiert, wenn die Formen der Ordnung und des Zusammenhalts zerbrechen und Fremdenfeindlichkeit sich wie ein Virus ausbreitet? Wenn moralisch-ethische Regeln ihre Gültigkeit verlieren und die Gesellschaft zunehmend von Angst, Gewalt und Verrohung geprägt wird? Wenn blinder Nationalismus sich breitmacht? Wenn Menschen aus der Enge der eigenen Lebensverhältnisse eine Sichtweise entwickeln wie Kaninchen im Stall? Wenn Staaten, der inneren Verrohung folgend, auch nach außen aufrüsten und aggressivere Töne anschlagen würden? Was also passiert, wenn der Mensch des Menschen Wolf wird?  Weiterlesen „Die Wölfe sind zurueck“