War vor kurzem die Vogelperspektive an der Reihe, ist diesmal das Gegenteil, die Froschperspektive gefragt. Es gibt verschiedene Möglichkeit das fotografisch umzusetzen, ich habe es mal wörtlich genommen und bin dabei auf den Frosch gekommen. Auf einer unserer letzten Touren mit dem Wohnmobil durch Frankreich haben wir in „Le Petre“ übernachtet. Dort gibt es einen kleinen See, in dem sich der Ort im Abendlicht spiegelt.

Bei einem Spaziergang um den See konnte man bereits die Frösche hören, die laut vor sich hin quakten und knurrten. Nur sehen konnte ich sie nicht. Ein Schritt hin zum Wasser und schon hörte ich nur noch ein leises „plumps“ und sah kleine Wellen im See. Bei der ersten Runde war ich auch nur mit dem Handy bewaffnet, musste also dicht ran, um ein Foto zu bekommen. Allerdings war das den Fröschen wohl schon zu dicht. Die Ausbeute war eher enttäuschend und wenn, haben die Fotos gerauscht wie der Teufel. Ist halt nur ein Handy.

Also bin ich zurück zum Wohnmobil, um meine Olympus mit dem Telezoom zu holen, in der Hoffnung, aus etwas mehr Abstand die Frösche nicht zu verschrecken. Das hat dann auch ganz prima geklappt. Mit 600 mm (VF-equivalent) und ISO 6400 konnte ich in der Abenddämmerung noch eine 320stel Sekunde erreichen, was für ein paar Froschportraits gereicht hat. Und ich freue mich, diese Frösche auch endlich mal präsentieren zu können.

Nun ist das ja noch keine Froschperspektive, sondern es sind eher Fotos von Fröschen. Also habe ich einen Spaziergang zum Ufer des Bodensees gemacht und mein iPhone in einer Plastikktüte im Wasser versenkt. Kamera-App aufgerufen und mit der iWatch ausgelöst. Leider war das Wasser sehr unruhig und die Bilder daher eher unscharf. Mag sein, dass ein Frosch auch nicht besser sieht, aber das kann ich nicht sagen.

Also kam hier auch wieder die „große“ Kamera zum Einsatz. Ich habe die Oly so weit wie es geht auf die Wasseroberfläche hinuntergelassen, ohne sie zu versenken. Sie ist zwar wassergeschützt, aber trotzdem keine Unterwasserkamera. Die Fotos sind auf jeden Fall besser geworden und gehen als Froschperspektive durch. Damit es nicht ganz so „langweilig“ wirkt, habe ich mir den Spaß erlaubt, mit Adobe Firefly noch einen Froschkopf am unteren Rand zu platzieren, so wie es auf dem Headerbild zu sehen ist. So ist das Thema rund und ich freue mich, das Thema umgesetzt zu haben.


Jetzt habe ich mich gerade gefragt, wie ich wohl gucken würde, wenn ich als Frosch in die Welt schauen würde? Was und wie sieht ein Froschauge? Ich weiss es eigentlich nicht genau…. Mmmh, das ist jetzt ein Anstoß, das mal rauszufinden.
Sachen gibts 😂
Die hervorstehenden Augen der meisten Frösche ermöglichen es ihnen, nach vorne, zur Seite und teilweise nach hinten zu sehen . Wenn ein Frosch Nahrung verschluckt, zieht er seine Augen nach unten in den Gaumen. Die Augen helfen dabei, die Nahrung in den Rachen zu schieben. Jedes Auge oben auf dem Kopf gibt Fröschen ein Sichtfeld von fast 180 Grad.
Ja,danke. Ist das nicht unglaublich!? So ein gigantisch grosses Sichtfeld! Immer den ganzen Horizont erfassen. Wenn Frösche Landschaftsmaler wären….