Archiv der Kategorie: Fauna

Kranichflug

Während alle mit gezückten Smartphones auf das Auslaufen der AIDAmar am Abend warten, geht das vielstimmige Krächzen am Himmel über Warnemünde ganz unter. Zu Hunderten ziehen dort die Kraniche zu den Übernachtungsplätzen auf dem Darß, nachdem sie sich den ganzen Tag über auf den Brandenburger Feldern den Bauch vollgeschlagen haben, um Reserven für den langen Flug in den Süden aufzubauen. Der zunehmende Mond ergänzt das natürliche Bild und die Anmut der vielen „Grus Grus“.

Foto: Olympus OM-D E-M5 II und Zuiko 75-300 mm

Allesfresser

Seit kurzem haben wir im Büro vor dem Fenster eine Art Futterhäuschen aufgehängt und warten eigentlich auf kleine Meisen, Spatzen, oder was auch immer so an Kleingeflügel am Nordbahnhof so herumfleucht. Aber wie das in Berlin so ist, erscheinen auch gleich die großen Nebelkrähen. Fressen sie sonst ja so weg, was der Wohlstandsbürger auf Berlins Straßen so fallen lässt, Pizza, Döner, Nudelpfanne süßsauer, geben sie sich wohl auch mal mit schmackhaften Körnern zufrieden, wenn das Angebot gut erreichbar ist. Die Meisen kommen auch, aber hier muss ich nochmal ran, die Bilder sind alle unscharf geworden. Da hat wohl der manuelle Fokus doch nicht gesessen. Ach ja, das Fenster sollte ich vorher wohl auch mal putzen.

Krähe am Futterhäuschen
Naschvogel – Foto: h|b

Alle Bilder mit der Olympus E-M5 II und dem Lumix 35-105 2.8

Spiegelbildlich

Die Herbstfarben sind ja zu schön, um einfach keine Fotos davon zu machen. Die Frage ist immer nur, wie fängt man das Gefühl am Besten ein. Die Herbstsonne scheint durch goldene Blätter, und im See liegen die heruntergefallenen Blätter und ergänzen das Spiegelbild der herbstlichen Bäume im Berliner Tiergarten. Da ich diesmal nur mit dem iPhone unterwegs war, musste der komplette Workflow eben in dem kleinen Wunderwerk stattfinden. Die Kamera des iPhone 8 löst ja inzwischen mit 12 MP auf, genug Informationen für ein Bild. Dazu ein wenig Snapseed, ein wenig Camera+ und fertig ist das herbstlich, abstrakte „Gemälde“. Da das schmale Format des Headers, die Stimmung nicht ganz widerspiegelt, hier nochmal die eigentliche quadratische Aufnahme, plus ein paar weitere Impressionen. Spiegelbildlich weiterlesen

Planet der Affen

Diese Woche haben wir – mein Enkelkind und ich – uns intensiv mit unseren nächsten Verwandten beschäftigt. Zuerst waren wir im Berliner Zoo wo wir – nach den langweiligen Pandas – ins Affengehege zu den Gorillas gewechselt sind. Da war wenigstens was los und um 14 Uhr sogar Essenszeit. Ibo und sein Harem warteten bereits auf den Lieferdienst, klopften ungeduldig aufs Gras, oder trommelten sich auf die Brust.  Zur Belohnung gab’s dann viel gesundes Gemüse.

Im Laufe der Woche lief dann auf 3Sat eine gut gemachte Dokumentation in drei Teilen, wo – gefühlt – sämtliche Affenrassen vorgestellt wurden. Abgeschlossen haben wir das dann mit dem dritten und vorerst letzten Teil der Neuverfilmungen vom „Planet der Affen“ in 3D. Cooler Film mit viel Action und Pathos.  Mehr Affen geht nicht. Oder doch? Hier sind noch ein paar …

Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M5II und dem Olympus 75-300 mm

Pandamie

Die Schlange vor dem Eingang des neuen Pandapalastes im Berliner Zoo ist ungefähr 100 Meter lang. Die Besucher werden nur in verträglichen Blöcken ins Gehege gelassen, wo die beiden Pandabären Meng Meng und Jiao Qing sich in ihren klimatisierten Räumen ihrer Lieblingsbeschäftigung hingeben.

Wenn man zwischen den Menschenmassen hindurchspäht, sieht man zuerst, wie sich immer wieder Blätter hektisch bewegen. Ein Hauch Jurassicpark liegt in der Luft. Was werden wir gleich zu sehen bekommen? Endlich vor dem Fenster angekommen, die Auflösung: Erst einer, ein paar Meter weiter der zweite Panda. Mit dem Rücken zum Publikum schieben sie sich einen Bambusast nach dem anderen zwischen ihre kräftigen Kiefer. Keine Pause, keine Fütterungszeiten, wie bei den anderen Tieren, ihr Lieblingsessen ist maximal eine Armlänge entfernt und wird permanent weggefressen.

Die Zuschauer, die mit allerlei Verrenkungen versuchen, das eigentlich gar nicht so kuschelige, monochrome Fellwesen auf den Farbchip des Handys zu bannen, verlieren dann auch schnell das Interesse an den beiden Langweilern und ziehen weiter zu den anderen Bewohnern des Berliner Zoos. Viel Hype also um nichts.