Chillen mit Tigern

Sumatratiger

Vor fast einem Jahr erblickten im Berliner Tierpark vier kleine Sumatra Tiger das Licht der Welt. Nachdem sie endlich aufs Freigelände durften stapelten sich die Fotografen am Gehege und schauten zu, wie die – noch tollpatschigen – Jungtiere ihr neues Zuhause erkundeten.

Inzwischen sind sie Teenies und kaum noch von ihrer Mutter zu unterscheiden. Sie bewegen sich auch eher gemächlich durch das Gehege, oder liegen entspannt auf den Felsen und schauen den Besuchern zu. So ein Tigerleben ist doch sehr entspannt, wenn man nicht selbst das Futter jagen muss, sondern es mundgerecht serviert bekommt. Ein bißchen langweilig stell ich mir das schon vor, aber mit geht es ja mit der Kantine ähnlich. Kein Jäger mehr sein, hat durchaus Vorteile.

Indian Summer

Herbstlicher Tiergarten in Berlin - Foto: h|b

Beim Spaziergang durch den Berliner Tiergarten muss ich aufpassen nicht alle paar Meter stehenzubleiben, weil sich immer neue Perspektiven auf den goldenen Herbst öffnen. Wenn dann noch ein kleiner See mit idyllischer Brücke das bunte Herbstlaub spiegelt, springt die Kamera fast automatisch in die Hand und vor das Auge. Die richtige Perspektive suchen, passt. Beim entwickeln der Fotos in Lightroom sieht es schon fast nach einem Gemälde der alten Landschaftsmaler aus. Ein bißchen an den Reglern drehen, um den Eindruck noch etwas zu verstärken und fertig ist das klassische Herbstbild.

Tiergarten
Herbstlicher Tiergarten in Berlin – Foto: h|b

Mister Wiseguy

Virginia-Uhu

Uhus und Eulen seien weise, sagt man so. Vermutlich weil sie sehr alt werden können. Also für Vögel. Der Virginia Uhu auf dem Titel immerhin bis zu 30 Jahre alt. In Gefangenschaft. In der freien Wildbahn eher die Hälfte. Wenn sie einen mit diesen gelborangenen, riesigen Augen anschauen, weiß man allerdings nie so genau ob die Weisheit aus ihnen spricht, oder vielleicht doch eher der Versuch einzuschätzen, ob du vielleicht eine mögliche Beute sein könntest. Immerhin ist dieser Uhu  über einen halben Meter groß und fängt sogar Stinktiere. Die sind ja wahrlich auch nicht sooo klein.

Nach den Gibbons im Tiergarten habe ich noch eine Runde durch die Volieren gedreht. Durch die Gitter der Volieren, mal kleinmaschig, mal etwas größer, klappt das fotografieren nur, wenn die Tiere nicht zu dicht am Gitter sitzen (Gitter ist mit auf dem Foto) oder zu weit hinten im Käfig (keine Freistellung des Hintergrunds möglich) und möglichst offener Blende. Mit dem 75-300 m.Zuiko klappt das ganz gut, wenn die Position der Vögel passt. Eine kleine Auswahl gibt es hier noch zu sehen.

Familienbande

Weisshandgibbons

Parcoursportler dürften neidisch werden, Trapezkünstler ebenso. Die Leichtigkeit mit der sich die Weißhandgibbons im Berliner Tierpark durch das Bambus- und Seilgestell hangeln ist atemberaubend und gleichzeitig mit einer Eleganz die man kaum beschreiben kann. Man muss es einfach sehen. Schwinghangeln wird das genannt und beschreibt die Bewegung in Bäumen von Ast zu Ast nur unter Einsatz ihrer vorderen Gliedmaßen.

Weisshandgibbon

Affentanz – Foto: h|b Weiterlesen „Familienbande“

Geduldsprobe

Reiher vor Fischernetzen

Strategisch geschickt platziert wartet der Reiher am Strand von Ueckermünde, dass sich ein Fisch in den aufgestellten Reusen verfängt. Anscheinend hat er gute Erfahrung mit dieser Art von Essensbereitstellung gemacht, steht er doch lange Zeit – fast ohne eine Art von Bewegung erkennen zu lassen – an derselben Stelle. Da uns leider die Geduld eines Fischreihers fehlt, gönnen wir uns in einem strandnahem Kiosk Kaffee und Kuchen und können letztlich nicht miterleben, ob das Warten auf den Fisch erfolgreich ist.