Leuchtturm Pilsum

Leuchtturm Pilsum

Wenn wir schon an der Nordsee sind, gehört das fotografieren von Leuchttürmen natürlich mit dazu. Wenn dann noch ein sehr bekannter Leuchtturm nur 25 km entfernt steht, schnappen wir die Räder, die Kamera und machen uns entlang des Deiches auf den Weg nach Pilsum. Dort steht der rot-gelb geringelte Leuchtturm der im Jahr 1989 Berühmtheit erlangte als Location im Film „Otto – der Außerfriesische“. Auch im Tatort kam der Leuchtturm schon zu filmischen Ehren. Im Leuchtturm kann man auch heiraten, was die Masse der Liebesschlösser erklärt, die direkt vor dem Leuchtturm an einer Wand angebracht werden können.

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Rosa Spitzen

Nachdem wir Spanien verlassen haben, sind wir noch mal für eine Woche in die Camargue gefahren. Der Campingplatz „La Brise“ in Saintes Marie de la mer kennt uns schon, schließlich ist es unser dritter Besuch hier in Südfrankreich. In Spanien ist das Wetter im Moment eher wechselhaft und regnerisch, wogegen hier seit heute der Sommer eingekehrt ist. Die Sonne scheint vom blauen Himmel und der nervige und kühle Wind hat ebenfalls beschlossen uns in Ruhe zu lassen.

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Into the Forest

Mammutbaum im Zingster Osterwald

Unter dem Motto ruft Olympus alle Fotografen auf sich die Kamera zu schnappen und in den Wald zu gehen. Der Wald erdet, kühlt und gibt ein Gefühl dafür welche wichtige Rolle Bäume in unserem Habitat spielen. Als Sauerstofferzeuger, als Zeugen vergangener Zeiten – Bäume können sehr alt werden – als Lebensraum für unendlich viele Lebenswesen und Mikroorganismen, kurz als Lebensspender. Umso schrecklicher wie mancherorts mit dieser einzigarten Ressource umgegangen wird. Wenn Holz lediglich als Rohstoff gesehen wird, den es maximal auszubeuten gilt.

Schwarzer Käfer auf Waldboden
Käfer – Foto: h|b

Da ich letzte Woche in Zingst war bot sich ein Besuch des Osterwaldes an, dort stehen laut Maps sogar Mammutbäume. Hatte ich noch nie von gehört, passt aber zum Thema, also schnapp ich mir das Rad und mache mich auf den Weg „Into the Forest“. Natürlich mit meiner Olympus O-MD E-M5II und dem 12-40er Objektiv bewaffnet. Als erstes begegnet mir im Wald eine Herde Rehe, aber wie das so ist, die Kamera steckt natürlich noch in der Tasche. Die Rehe bleiben zwar kurz stehen und wittern, verschwinden aber im nächsten Augenblick springend im Unterholz des Waldes, der damit noch eine Funktion offenbart: Schutz für größere Waldbewohner.

Heuschrecke im Baumharz
Gefangen im Baumharz – Foto: h|b

Für das kleinere Lebewesen auf dem Foto – vermutlich eine Heuschrecke – wurde der Wald, genauer gesagt einer der Mammutbäume, leider zum Verhängnis. Schon halb eingebettet in Baumharz, könnte er in ein paar Tausend oder gar Millionen von Jahren noch eine zweite Karriere als – in einen Ostsee-Bernstein – eingebettes Insekt machen. Vorausgesetzt es gibt dann noch jemanden der sich für solche Dinge interessieren könnte.

Wenn man so allein im Wald ist, sich umschaut, die Ohren spitzt, bekommt man ein Gefühl für die Größe und die Komplexität dieses Ökosystems, das wir Menschen oft nur als „Markt“ betrachten und überlegen wie wir den meisten Profit daraus schlagen können. Es ist schließlich unendlich viel davon da. Nein, eben nicht.

Ein kleiner Tipp zum Schluss, etwas abgewandelt aus dem Text der weiter oben verlinkten Website zum Osterwald, dem ich mich nur anschließen kann …

„…Aber man muss ja nicht unbedingt fotografieren, sondern kann auch einfach nur den Wald genießen. Durch Energieteilchen, die die Bäume versenden, durch Gerüche und die ruhige, wohltuende Atmosphäre des Waldes sinkt unser Blutdruck, Stress wird abgebaut, wir bekommen positive Energie und fühlen uns nach einem Waldspaziergang einfach gut.“