Jagdsaison

Jagdsaison

Wer häufiger auf den Straßen der Republik unterwegs ist, sieht sie meist rechts und links auf den Feldern, an den Waldrändern und in sehr verschiedenen Erscheinungsformen. Die Ansitze. Teilweise gut gebaut, manchmal auch nur vier kurze Stangen und ein Brett obendrauf. Ich meine das auch nur in Deutschland gesehen zu haben, im Ausland ist mir das nie aufgefallen. Deutschland, ein Land der Dichter und Jäger. Rund 390.000 Jagdscheininhaber gibt es in Deutschland die – wenn sie denn eine Jagdpacht haben – überwiegend auf Rotwild ansitzen.

Herbst und Winter sind die Jahreszeiten, in denen vor allen Dingen gejagt wird und die großen Drück- und Treibjagden stattfinden. Viele Tierarten haben lediglich eine kurze Schonzeit, meist im Frühling und Sommer, wenn die Tierkinder auf die Welt kommen. Die Zeit soll den Elterntieren dienen, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Leider sind diese kurzen Zeiten oft nicht einmal ausreichend, um das Selbstständigwerden der Welpen abzudecken. Einige Wildtiere genießen gar keine Schonzeit und dürfen ganzjährig getötet werden. Pro Jagdsaison fallen dabei rund 1.3 Millionen Rehe, 600.000 Wildschweine und 400.000 Füchse der Jagd zum Opfer schreibt PETA auf Ihrer Website.

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Sturzgeburt

Junggiraffe Henri im Tierpark

Das Leben eines Giraffenjungen beginnt mit einem Sturz aus rund zwei Metern Höhe. Auf harten Boden. Kein Kissen federt den Sturz ab. Trotz dieses unsanften Starts ins Leben hat die junge Giraffe allerdings kaum Zeit zum Ausruhen. Die Mutter leckt es mit ihrer kräftigen Zunge trocken und drängt es zum Aufstehen. Kaum steht es auf eigenen Beinen, fängt es an, bei seiner Mutter zu saugen. Nach einigen Stunden kann es dann sogar schon rennen.

Das nenn ich mal effektiv. Unser Nachwuchs braucht dafür mindestens ein Jahr und wäre selbst dann noch nicht der Lage einem Löwen davonzurennen, was für wilde Giraffen zum täglichen Leben dazugehört. Aber wir haben ja auch keine echten Feinde mehr, außer uns selbst. Im Juni wurde Henri im Berliner Tierpark geboren, eben genau auf die oben beschriebene Art und Weise. Nun bewegt er sich hoch erhobenen Halses im Kreise seiner Verwandten auf dem großen Freigelände am Rand des Tierparks. Nur an die hoch aufgehängten Äste kommt er noch nicht, dazu muss er noch ein wenig wachsen.

„Neben Amalka, Jabulani, Ella (1,5 Jahre) und Henri leben derzeit vier weitere Giraffen im Tierpark Berlin. Seit dem Jahr 2016 zählt die Giraffe zu den gefährdeten Tierarten. Denn in den letzten 30 Jahren sind ihre Bestände um fast 40% eingebrochen. Die Zoologischen Gärten Berlin unterstützen deshalb das Wild Nature Institute beim Schutz der Giraffen in Tansania.“ (Quelle: Tierpark Berlin)

Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M5II und dem M.Zuiko 75-300mm.

Grün ist die Heide

Die Heide blüht

Die Lüneburger Heide stand schon länger auf unserer Liste der zu besuchenden Orte, aber dann zog es es uns irgendwie doch immer in die Ferne. Dune du Pilat statt Heidesand, Stonehenge statt „Hermann Löns“ Denkmal. Mit Corona ergeben sich neue Perspektiven, also für die kleine Deutschlandrunde das „Südsee Camp“ gebucht. Liegt am Rande der Südheide.

In meinem Kopf sind Heideerinnerungen. Riesige blühende Heideflächen mit sandigen Wegen, Heidschnuckenherden, romantische Kiefernwälder. Ich bin aber nicht sicher ob die aus eigener Anschauung stammen, oder geprägt von den 50er Jahrefilmen mit Rudolf Prack und Sonja Ziemann sind. Kann ich nur herausfinden, wenn ich die Bilder wiederfinde. Also ab aufs Rad, Hermann Löns suchen.

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Haarige Patenschaft

Bison im Tierpark Berlin

Der Tierpark Berlin wird heuer 65 Jahre alt. Mit einer besonderen Patenschaft kann man dieses Jubiläum und natürlich damit auch die Tiere unterstützen. Man kann ja im Tierpark für alles Patenschaften übernehmen, vom Nacktmull für 100€ über Brillenpinguine für 250€ und ab 1000€ auch für einen Waldbison. Das wäre uns aber doch etwas zu teuer geworden, auch wenn der Waldbison so heißt wie unser Sohn. Aber jetzt kommt das Jubiläumsangebot zum Tragen, den Toby gibts für 65€! Nicht exklusiv, dass wird es erst ab 1000€ aufwärts für alle Tiere, aber immerhin vielleicht ein Stück vom Horn.

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass Toby der Waldbison den bösen Blick hat und mir vor ein paar Jahren meine damalige Olympus geschrottet hat – der Verschluss war kaputt, das letzte Foto zeigt die funkelnden Augen des Bison – aber vielleicht war es auch nur Zufall. Naja, nichts für ungut Toby. Lass es dir gut gehen, kauf dir was Hübsches vom Geld und mach keinen Unsinn damit, ja? Hände weg von Drogen und so.

Chillen mit Tigern

Sumatratiger

Vor fast einem Jahr erblickten im Berliner Tierpark vier kleine Sumatra Tiger das Licht der Welt. Nachdem sie endlich aufs Freigelände durften stapelten sich die Fotografen am Gehege und schauten zu, wie die – noch tollpatschigen – Jungtiere ihr neues Zuhause erkundeten.

Inzwischen sind sie Teenies und kaum noch von ihrer Mutter zu unterscheiden. Sie bewegen sich auch eher gemächlich durch das Gehege, oder liegen entspannt auf den Felsen und schauen den Besuchern zu. So ein Tigerleben ist doch sehr entspannt, wenn man nicht selbst das Futter jagen muss, sondern es mundgerecht serviert bekommt. Ein bißchen langweilig stell ich mir das schon vor, aber mit geht es ja mit der Kantine ähnlich. Kein Jäger mehr sein, hat durchaus Vorteile.