Platzmangel

Den Platz in Calpe haben wir bereits im April des Jahres gebucht, wohl wissend, dass es in Spanien wieder voll werden könnte. Der Nachholbedarf ist hoch und in der entsprechenden Facebookgruppe zeichnete sich schon ab, dass es wieder zum Überwintern nach Spanien gehen würde. Da wir auch unbedingt nach Calpe wollten, haben wir den letzten verfügbaren Platz gebucht. Auch wenn es laut Beschreibung eng werden könnte. Egal, no risk, no fun. Außerdem Calpe, egal. Gestern sind wir dann kurz nach zwei angekommen und wurden vom Hausberg Ifach schon von weitem begrüßt. Den müssen wir dann noch irgendwann ersteigen.

Erstaunlicherweise legte uns die Rezeptionistin dann drei verfügbare Plätze vor, die wir uns bitte anschauen sollten. Oha, das wird ne enge Kiste. Die Plätze sind von Hecken umsäumt, was erstmal gut ist, wegen ein wenig Privatsphäre und so. Andererseits erschwert es auch das „einparken“. Dazu kommen dann noch unmotiviert am Platz stehende Laternen oder Bäume dazu. Auch den möglichen Weg der Sonne gilt es zu beachten, da man ja ungern die ganze Zeit im Schatten sitzen möchte. Erster Versuch auf Platz 17. Ein durchschwitztes T-Shirt später geben wir auf. Das passt hinten und vorne nicht. Vielleicht für einen Pössl, aber nicht für uns. Den zweiten Platz schauen wir uns nur kurz an, nicken uns zu, vergiss es!

Leichte Panik macht sich breit, wir haben keinen Plan B in der Tasche. Also wir versuchen es mit dem letzten Platz, einem Eckgrundstück mit der Nummer 56 – immerhin mein Geburtsjahr. Hier ist nicht das einparken das Problem, sondern eher, wie weit kann ich mit dem Wohnmobil nach innen auf den Platz kommen. Mit der Hilfe von Ulla und einem anderen Camper bekommen wir das dann hin. Wir stehen. Nicht sonnenoptimal, aber immerhin. Der Platz ist ausbaufähig. Immerhin hat es heute 23 Grad in Calpe. Was wollen wir mehr. Ein Einkaufsmarkt ist direkt gegenüber des Platzes, leider aber auch drei neue Hochhäuser an denen fleissig und lautstark den ganzen Tag gewerkelt wird. Uff. Is ja knorke, wie in Berlin, wa. Überall wird jebaut. Aber sind ja bald Feiertage, da ist dann Ruhe.

Um endgültig anzukommen gehen wir noch eine Runde spazieren, runter an den Strand von Calpe. Unterhalb des Ifach setzen wir uns an der Promenade auf die Stützmauer und genießen den Sonnenuntergang, der – im Gegensatz zu Peñíscola – über dem Wasser stattfindet. Wir kommen gedanklich an und freuen uns auf die nächsten Tage. Weihnachten und Silvester werden wir ruhig angehen. In Berlin sind ja inzwischen alle größeren Veranstaltungen abgesagt. Klingt alles nicht so wirklich schön. Von alldem bekommt man hier nicht wirklich etwas mit, alles recht entspannt. Wir sind trotzdem vorsichtig.

Inzwischen haben wir sogar unser Vorzelt aufgebaut und konnten heute Abend bis um acht Uhr draußen sitzen, Abendbrot essen, Bierchen und Wein genießen. Bei einem kurzen Spaziergang vorher saßen wir wieder an der Strandpromenade und haben uns zum Sonnenuntergang in einer kleinen Bar einen Aperol und eine Sangria gegönnt. Zusammen für 6€. Spanien rulez 😉

Alle Bilder des Beitrages sind wieder dem iPhone 13 Pro entstanden.

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