Wendefahrt in den Grunewald

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Der „Übeltäter“ bei der Ausfahrt in Frankfurt (Main) Süd – Foto: h|b

Bis heute hatte ich ja in der Regel nix zu meckern, wenn ich mit dem ICE von Berlin nach Frankfurt fahren musste. Heute war allerdings volle Kanne der Wurm drin.

Auf den letzten Drücker aus dem Büro und mit dem RE zum Berliner Hbf klappt super. Schnell noch was zu trinken holen und dann auf den Bahnsteig. Gleiswechsel wegen Verspätung eines vorausfahrenden RE und umgekehrte Wagenreihung steht auf dem Display. Auch nicht weiter schlimm, wenn es angezeigt wird. Plus 5, alles vertretbar.

Im Hauptbahnhof stehen wir dann bereits 15 Minuten bevor es losgeht. Nicht gut. Kurz nach der Abfahrt hauts den Zug auch gleich das erste Mal so in die Zwangsbremsung, dass mein Trinken direkt unter dem Nachbarsitz verschwindet. Danach Zuckelfahrt und nächster unplanmäßiger Halt in Charlottenburg. Eigentlich wäre Spandau dran gewesen.

Nach kurzer Pause Durchsage im Zug, dass, ähh, also hier der Triebkopf in Fahrtrichtung kaputt sei und wir daher jetzt zu einer Wendefahrt in die Abstellanlage nach Grunewald fahren, um es dem Lokführer zu ermöglichen, den Triebkopf zu wechseln. Also räumlich, nicht technisch. Fuhr ich eben noch vorwärts, geht es nach kurzer Pause rückwärts weiter

Stop and Go entlang des Kaiserdamms – kenne ich bisher nur von der S-Bahn – kommen wir letztendlich mit plus 50 in Spandau an. Normalerweise wären wir jetzt schon kurz vor Wolfsburg. Aber, der Triebkopf scheint zu halten und die Klimaanlage auch.

Da ich von Frankfurt noch weiter muss, schaue ich unterwegs in die Fahrplan-App und sehe, dass der Halt in Frankfurt Hbf entfällt. Super. Aber ist eigentlich auch logisch, da der ICE ja ansonsten wieder mit dem defekten Triebkopf ausfahren müsste. Interessanterweise weiß das im Zug aber noch keiner. Noch keine entsprechende Durchsage, und einen Zugbegleiter habe ich seit Berlin nicht mehr gesehn. Nur das fleissige Servicepersonal ist unterwegs.

Netterweise holt mich mein Sohn jetzt mit dem Auto ab, ansonsten müsste ich mich auch noch mit U- und S-Bahn auseinandersetzen, da im Tunnel Abends gebaut wird. Eigentlich wollte ich morgen früh direkt zum Termin fahren, bin aber jetzt doch froh, die Odysee heute Abend noch abschließen zu können.

Nachtrag: Die Durchsage kommt dann doch sehr ausführlich nach der Abfahrt in Fulda und eben geht der Zugchef von Tür zu Tür und fragt wer nach Frankfurt muss. Perfekte Betreuung.

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