Jagdsaison

Jagdsaison

Wer häufiger auf den Straßen der Republik unterwegs ist, sieht sie meist rechts und links auf den Feldern, an den Waldrändern und in sehr verschiedenen Erscheinungsformen. Die Ansitze. Teilweise gut gebaut, manchmal auch nur vier kurze Stangen und ein Brett obendrauf. Ich meine das auch nur in Deutschland gesehen zu haben, im Ausland ist mir das nie aufgefallen. Deutschland, ein Land der Dichter und Jäger. Rund 390.000 Jagdscheininhaber gibt es in Deutschland die – wenn sie denn eine Jagdpacht haben – überwiegend auf Rotwild ansitzen.

Herbst und Winter sind die Jahreszeiten, in denen vor allen Dingen gejagt wird und die großen Drück- und Treibjagden stattfinden. Viele Tierarten haben lediglich eine kurze Schonzeit, meist im Frühling und Sommer, wenn die Tierkinder auf die Welt kommen. Die Zeit soll den Elterntieren dienen, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Leider sind diese kurzen Zeiten oft nicht einmal ausreichend, um das Selbstständigwerden der Welpen abzudecken. Einige Wildtiere genießen gar keine Schonzeit und dürfen ganzjährig getötet werden. Pro Jagdsaison fallen dabei rund 1.3 Millionen Rehe, 600.000 Wildschweine und 400.000 Füchse der Jagd zum Opfer schreibt PETA auf Ihrer Website.

Weiterlesen „Jagdsaison“

#DankeTXL

Ein Airbus 320 der Air France verlässt als letztes Flugzeug Tegel

Am späten Nachmittag startete ein Airbus 320 der Air France als letztes Flugzeug vom Flughafen Berlin Tegel mit dem Ziel Paris CDG. 1960 eröffnete ebenfalls eine Maschine der Air France den zivilen Lufverkehr von und nach Berlin Tegel. Der Kreis hat sich nun – nach 60 Jahren – geschlossen. Damit existiert kein Flughafen mehr auf Berliner Gebiet, der Neue – der BER – liegt ja schon in Brandenburg. Zeit für viele Berliner für einen nostalgischen Rückblick. Für das „alte“ Westberlin war er der Freiheitsflughafen, konnte man von hier doch am schnellsten die Insel verlassen. Hier landeten Kennedy und Obama und sicher noch ganz viele andere Berühmtheiten, auch mein erster Flug überhaupt ging 1990 von Frankfurt (FRA) nach Berlin (TXL), ohne da schon zu wissen, eines Tages Einwohner von Berlin zu werden.

#DankeTXL
#DankeTXL – Foto: h|b
Weiterlesen „#DankeTXL“

insideBER

Terminal 1 am BER

Am Sonntag habe ich mir den neuen Hauptstadtflughafen BB Willy Brandt mal angesehen. Zünftig will ich mit dem neuen FEX, dem Flughafenexpress, anreisen, doch Personen am Gleis können das erfolgreich verhindern. Der FEX fährt zurück nach Schönefeld „alt“ und von dort geht es dann mit der S-Bahn weiter. Die S45 ist die neuste Baureihe der Berliner S-Bahn und entspricht dem aktuellen Standard anderer Städte, echt schick.

Mit mir sind eine Menge Leute unterwegs, alle mit Maske im Gesicht, sehr vorbildlich. Was allerdings fehlt: Passagiere. Keine Koffer, keine Aufregung, nur Touristen, die sich am Sonntag mal den neuen Flughafen ansehen wollen. So wie icke. Wie es sich heutzutage gehört, ist der der BER hervorragend an den ÖPNV angebunden und vom Tiefbahnsteig kommend stehe ich ein paar Minuten später mitten unter dem „Magic Carpet“ im T 1.

Auch hier kaum Passagiere, allerdings fliegen an diesem Sonntag auch nur eine Handvoll Maschinen ab. Mit meinem vorab gebuchten Onlineticket für die Besucherterrasse lasse ich die lange Schlange der auf ein Ticket wartenden links liegen und stehe kurz danach im Freien mit Blick auf die orangen Maschinen der EasyJet Flugzeuge die das Vorfeld farblich dominieren. Weit hinten hat die Lufthansa ihre Maschinen geparkt, die aktuell wegen Corona nicht gebraucht werden.

Am Ende schieße ich noch ein paar Detailfotos des in angenehmen warmen Holztönen gehaltenen Terminals und muss feststellen: Es fühlt sich ganz normal an. Ein Flughafen wie man ihn auch anderswo auf der Welt finden würde. Unaufgeregt, unspektakulär, aber weiter kurze Wege zu den Gates. Passt irgendwie zu Berlin.

Hier wie immer ein paar Impressionen für alle, die vielleicht mal hier starten oder landen werden …

-TXL x -SXF = +BER

Flughafen Willy Brandt vom Aussichtsturm

Es ist vollbracht! 3073 Tage nach der ersten „Nichteröffnung“ in 2012 ist es nun endlich geschafft, der neue Flughafen „Willy Brandt“ mit dem Flugkürzel „BER“ ist eröffnet. Endlich keine schlechten Witze mehr, wenn man sich in einer geselligen Runde als Berliner outet. 6.5 Milliarden Euro hat der neue Airport bis zur heutigen Eröffnung verschlungen, und Geld braucht er auch jede Menge in der Zukunft. Nachdem durch Corona die Passagierzahlen dramatisch eingebrochen sind bedarf es zwar keiner neuer Terminals, aber der Betrieb kostet ja trotzdem Geld, was bis auf weiteres nicht durch Passagiere und Fluggesellschaften kompensiert werden kann. Ein Teufelskreis.

Und Tegel? Ein paar Tage vor der ersten „Nichteröffnung“ war ich 2012 vor Ort und wollte die ultimativ letzten Bilder schießen. Die kurzen Wege im Inneren des Hexagons das Architekturgeschichte geschrieben hat, die Besucherterasse mit dem oft beschaulichen Flugverkehr damals, die Taxischlangen, alles sollte vorbei sein. Kam aber dann eben anders. Die Bilder haben nichts an Aktualität verloren, daher noch mal ein kleiner, nostalgischer Rückblick auf den Flughafen der kurzen Wege. Von hier sind wir in den Urlaub geflogen, Anfahrt per Bus oder Taxi, andere Möglichkeiten gibt es ja bis heute nicht und beim zurückkehren haben wir beim Landeanflug den Blick auf die „Big City“ genossen, die unser zu Hause ist. Davon wird man bei der Landung auf dem BER nicht mehr viel sehen. Aber… wie steht es schon in meinem letzten Beitrag: „Weniger fliegen“.

Amelia fliegt

Walkperformance mit Clara Rodriguez Garcia Muñoz im Spreepark Berlin

Ein weiterer Streetact bei der Spreepark-Performance „Spaziert ins Grün!“ aus dem letzten September war „Amelia“. Angelehnt an die berühmte amerikanische Pilotin Amelia Earhart, die als erste Frau den Atlantik überflog, landete die Künstlerin Clara Rodriguez Garcia Muñoz im Spreepark vor ihren Mitpassagieren. Sie ließ uns an ihrem Wunsch teilhaben immer noch höher und weiter zu fliegen – es gab für Amelia scheinbar keine Grenzen. Aber nur scheinbar.

So wie alle Vorführungen an diesem Tag im Spreepark, hatte auch dieser den ökologischen Zeigefinger im Gepäck und so blieb Amelia nach ihren anstrengenden Flugversuchen lieber in Berlin. Erkenntnis des Tages: „Hier ist schön, weniger Fliegen“.

Bereits vorgestellt…

Mandelduett und Zwischen den Stühlen

Sternbild Kranich

Fliegenpilz

Der Ausflug am letzten Wochenende zum Sternenpark Gülpe sollte eigentlich viele Sterne auf den Kamerasensor bannen. Es war dies bereits der zweite Anlauf in diesem Jahr mit meinem Fotoklub Kreuzberg, aber leider ist gerade diese Art der Fotografie noch stärker von den äußerlichen Bedingen abhängig wie jede andere fotografische Betätigung. Mit unserem ortskundigen Scout suchten wir am Nachmittag erstmal andere fotografische Objekte in der Gegend auf, z.B. Schleiereulen. Nun sind Eulen ja generell eher Nachttiere, aber mit kundiger Führung bekommt man sie auch mal am Tag zu sehen.

Schleiereule beim Ausflug
Schleiereule – Foto: h|b
Weiterlesen „Sternbild Kranich“

Lady Agnes

Iljuschin der Interflug am Gollenberg in Stölln

Wie kommt ein Langstreckenflugzeug vom Typ Iljuschin Il-62 mitten in Brandenburg auf einen Acker unterhalb des Gollenberges? Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Die Bürgermeisterin von Stölln hatte 1989 die tollkühne Idee, ein Flugzeug in den Ort zu holen und fand damit Gehör bei der DDR-Fluggesellschaft Interflug, deren Chefs eben zu dieser Zeit nach einem Projekt suchten, das die Leistungen von Otto Lilienthal als Flugpionier würdigte.

Iljuschin der Interflug am Gollenberg in Stölln
Lady Agnes – Foto: h|b
Weiterlesen „Lady Agnes“

Mantelduett

Pantomime mit blauem Mantel

Eine weitere Performance im Spreepark beginnt mit einem auf der Erde liegenden blauen Mantel. Da er nicht ganz aufliegt befindet sich wohl jemand darunter. Das beweist sich als eine Hand auftaucht. Dann eine weitere. Und noch eine und eine vierte. Dann erwacht der Mantel zum Leben. Er erhebt sich, zeigt nach und nach was in ihm steckt. Zwei Menschen. Mann und Frau. Bewegen sich. Trennen sich. Zerreissen sich. Bewegen sich – und damit auch uns – immer weiter durch den Spreepark. Stumm, nur mit Gesten und immer den Mantel im gemeinsamen Spiel. So ganz ist den Zuschauern und mir nicht klar, was der Sinn des Ganzen ist. Man kann es wohl erahnen, aber im Netz habe ich dazu die folgende Erklärung gefunden, die ich mir mal ausleihe …

Pantomime mit blauem Mantel
Cloak Work – Foto: h|b
Weiterlesen „Mantelduett“

Lichterstadt

Diesmal war das Festival of Lights in Berlin so früh, dass ich es fast verpasst hätte. Allerdings muss ich gestehn, ist die Luft nach diversen FoL der vergangenen Jahre langsam raus. Die Zeit als man frierend im Oktober durch die Stadt gelaufen ist um Lichtinstallationen abzufotografieren, die mit einem zusammen tausende weitere Menschen abfotografieren ist irgendwie vorbei. Eigentlich ist es ein reiner Touristenevent, der Besucher in die Stadt locken soll. Das ist dieses Jahr etwas schwierig, umso wichtiger wahrscheinlich diese Aktionen. Ich habs dann immerhin noch zur Oberbaumbrücke geschafft, liegt ja bei mir um die Ecke, die diesmal neu im Programm ist. Der Sponsor ist ein Telekommunikationsunternehmen und die Projektion ganz in Ordnung. Nach rund vier Minuten diverser „Bilder“ konnten wir weiterziehen.

Stonehenge (Lausitz)

Altdöbener See mit Stonehenge

Idyllisch am Altdöberner See auf einem Hügel gelegen gibt sich Stonehenge in Pritzen ganz nahbar. Keine überteuerten Tickets, kleiner Parkplatz davor und eine Anfahrt durch wunderbare kleine Alleen nach Pritzen, ein lohnenswerter Ausflug. Hat man den kleinen Hügel erstiegen auf dem sich der magische Steinkreis befindet, hat man einen herrlichen Blick auf den See. Gut, die Steine sind nicht ganz so gewaltig wie im wirklichen Stonehenge, vermutlich auch nicht wirklich alt, aber die Mühe hier im ehemaligen Braunkohle Tagebau Lausitz sogenannte „Landmarken“ zu errichten muss man einfach honorieren.

Stonehenge von Pritzen
Steinkreis – Foto: h|b

Da manche Dinge sich erst von oben so richtig zeigen, durfte die kleine DJI Mini wieder mal eine Runde fliegen. Die Schatten zeigen nach Norden, die Sonne stand herbstlich im Süden, die beste Zeit für magische Momente. Aus der Ferne wummert leise Techno, irgendwo östlich im Wald liegt die „Wilde Möhre“ ein Festivalgelände mitten im Wald. Mit dem Wohnmobil müssen wir – wieder über sehr kleine Straßen – direkt daran vorbei. Alles voller junger Leute. Ein letzter Blick von ganz oben, zeigt die Steine von Stonehenge in aller Schönheit.

Stonehenge von Pritzen
Steinhaufen – Foto: h|b