Ausklang und Neubeginn

Ein turbulentes Jahr geht heute zu Ende. Wer dachte, nach 2021 kann es nicht schlimmer kommen, wurde mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine Anfang des Jahres, schnell eines besseren belehrt. Einhergehend damit der Ausfall der Gaslieferungen, drohendem Blackout und natürlich kommt das alte AKW Gespenst auch wieder um die Ecke. Zumindest bei den ewig Gestrigen die ja am liebsten ein „Weiter so“ hätten. Gas aus Russland? Warum denn nicht, mein Gott so ein bisschen Krieg, und außerdem, wer hat denn die Russen gedemütigt, die konnten doch quasi gar nicht anders als die arme Ukraine zu überfallen. Am Ende hätten die sich noch freiwillig und eigenständig für ein anderes Wertesystem entschieden und wären vielleicht sogar noch der NATO beigetreten. Nein, da muss man schon mal reingrätschen und wenn dabei hunderttausende russische Soldaten sterben, mein Gott, es ist doch für einen guten Zweck. Okay, genug echauffiert, Slawa Ukrajini!

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Brückentage

Ponte Internacional do Guadiana

Normalerweise kommen Brückentage nur im Singular vor und sind meistens entweder ein Freitag oder ein Montag, wenn der darauffolgende Tag ein Feiertag ist. Die Ausnahme ist am Ende des Jahres, wenn diese „zwischen den Jahren“ Zeit beginnt. In diesem auslaufenden Jahr 2022 sind das genau 4 Tage, von Dienstag bis Freitag.

Wir sind inzwischen in „Isla Cristina“ angekommen, kurz vor der portugiesischen Grenze. Der Grenzfluss ist der Guadiana, den eine imposante Brücke überquert. Eine gute Gelegenheit einen kleinen Ausflug mit den Rädern zu machen und mit der Drohne einen Blick über Brücke und Hinterland zu werfen. Da es vier Brückentage sind gibt es auch vier Brücken aus dem neueren und älteren Archiv als kleine Galerie mit Beschreibung in chronologischer Reihenfolge unserer Überwinterung. Das Titelbild zeigt die Ponte Internacional do Guadiana, aufgenommen mit der DJI Mini 2.

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Fish & Chips

Der Felsen von Gibraltar aus der Ferne fotografiert

Im Februar diesen Jahres waren wir bereits zum ersten Mal in Gibraltar. Durch den Stellplatz am Hafen „La Linea“ ein guter Anlaufpunkt für Wohnmobilisten aus ganz Europa. Hatten wir seinerzeit die klassische Touristentour gemacht – Bus, Seilbahn, Felsen, Affen – beschränken wir uns an diesem Sonntag auf die Stadt. Nach der „Einreise“ – zuerst durch die Passkontrolle, später durch den Landporttunnel, den einzigen Zugang zur Festung Gibraltar – schlendern wir durch die „Main-Street“, essen „Fish & Chips“ und dazu gibt es ein Guiness. Ganz stilecht aus der Dose 😉

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Malaga

Ein Straßenkünstler in Malaga als Zeitungsmann verkleidet

Nach dem Caminito del Rey in Ardales, Antequera und El Torcal haben wir wieder das Meer erreicht. In Los Alamos, nicht zu verwechseln mit dem Ort in New Mexico und dem Manhattan Project, gibt es einen Campingplatz auf dem wir ein paar Tage stehen. Der Platz ist okay, punktet aber eigentlich nur durch seine Nähe und Anbindung an Malaga. Wir ignorieren also Los Alamos und fahren am zweiten Tag mit dem Zug nach Malaga. Das scheint beständiger als der Bus, der sich ja letztlich dem Verkehr unterordnen muss. Der Zug fährt alle halbe Stunde, direkt ins Zentrum der Hafenstadt Malaga.

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Antequera

Die Alcazaba von Antequera

Zwischen Ardales und Malaga – unserem nächsten Ziel – liegt die Stadt Antequera. Sie ist eine Stadt und Gemeinde in der Provinz Málaga, auch als das „Herz von Andalusien“ bekannt, da hier die Landstraßen der vier großen andalusischen Städte Cordoba, Granada, Sevilla und Málaga zusammenlaufen. Sie hat eine lange und reiche Geschichte, die bis in die prähistorische Zeit zurückreicht. Ein Grund für uns mal vorbeizuschauen. Die Stadt wurde ursprünglich von den alten Iberern besiedelt, die auf einem Hügel über dem Guadalhorce-Tal eine Festung errichteten. Später wurde sie von den Römern erobert, die in der Gegend ein Netz von Straßen und Aquädukten bauten.

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Caminito del Rey

Ein Abschnitt des Caminito del Rey wo man alten und neuen Steg sehen kann

Vor einer knappen Woche brachen wir von Campingplatz Ardales gut gerüstet auf, um einen der bekanntesten und spektakulärsten Wanderwege Europas zu laufen, den „Caminito del Rey„. Der bekannte Pfad wurde ursprünglich als Transitweg für die Arbeiter und das Personal von Saltos del Gaitanejo und El Chorro angelegt. Der Hintergrund war die Gewinnung von Energie. Dazu wurde ein Kanal durch die Schlucht gebaut, der von den Stauseen kommend, sich durch den ganzen Bergeinschnitt zieht und durch das so entstehende Gefälle, am Ende einen 120 Meter hohen „Wasserfall“ generiert, der die Turbinen antrieb. Heute wird der Kanal nicht mehr genutzt und der Weg ist eine reine Touristenattraktion. Aber was für eine.

Mit einem langen Tunnel beginnt unser Abenteuer, bringt uns aber erstmal gemütlich zum Eingangsbereich. Man kann den Caminito nur laufen, wenn man vorab einen Slot gebucht hat, oder man geht das Risiko ein, vor Ort nach Tickets zu schauen. Da nur eine begrenzte Menge Besucher pro Tag zulässig sind, kann das aber auch schiefgehen. Besser ist es also vorab zu buchen. Hat man eine Führung gebucht – Singletickets sind schnell ausgebucht – bekommt man einen Guide und ein Headset, ein Helm für jede/n ist obligatorisch. Dann beginnt die etwas 2-stündige Wanderung.

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