Der Mandelzweig

Mandelblüte in Portugal

Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht vergeht, so viel Blut auch schreit, achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht. Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt, das bleibt mir ein Fingerzeig für des Lebens Sieg.“
Quelle: Schalom Ben-Chorin, 1942

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Durch den Monsun

Foto auf einen Autospiegel im Regen von innen

Gestern sind wir auf unserer 2. Überwinterer-Tour wieder an der Wasserscheide zwischen Atlantik und Mittelmeer in Tarifa angekommen. Bei blauem Himmel haben wir Stadt und Strand erkundet und konnten Abends noch gemeinsam einen farbenfrohen Sonnenuntergang genießen. Die Wetter-App wies uns aber bereits daraufhin, dass morgen, also heute mit Regen zu rechnen sei. Ein kleines Tief über dem Mittelmeer kündigte sich an. Auch gut, dann würde endlich mal der Staub von unserem Wohnmobil gewaschen.

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Arbeit 6/52

Brotverkäufer in Essauira, Marokko

Um den nächsten Begriff der #52WochenFotoChallenge bildlich umzusetzen, musste ich diesmal in mein Archiv greifen. Den verschmitzten Brotverkäufer haben wir in Essaouira in Marokko getroffen. Dort fuhr er mit seinem Korb am Roller über die Wallanlage – auf der schon Game of Thrones gedreht wurde – und versuchte sein Fladenbrot an den Mann oder die Frau zu bringen. Meine Bildinterpretation ist das verträumte Prüfen der Qualität des Brotes mit geschlossenen Augen, aber wahrscheinlich habe ich einfach nicht aufgepasst, dass er die Augen im Moment des Abdrückens aufhatte. Wäre sicher noch besser gewesen.

Sherry, Sherry Lady

Fässer von Sherry

In hunderten Fässern reifen in der „Winery“ in „El Puerto de Sta María“, einer kleinen hafenstadt gegenüber von Cadiz, verschiedene Sherry Sorten. Beim Eintritt in die riesige Halle mit mehr als 600 Fässern, riecht es sofort nach Wein und wir bestaunen die teilweise hundert Jahre alten Fässer aus amerikanischer Eiche. In drei Reihen stehen sie übereinander und werden nach einem bestimmten Prinzip gelagert. Die untere Reihe beherbergt gut 30 Jahre alten Sherry, darüber der Mittelalte und ganz oben der jüngere Sherry. Entnimmt man unten Sherry zum Befüllen in Flaschen wird aus der Mitte nachgefüllt, die wiederum aus der oberen Reihe aufgefüllt wird. Ein ausgeklügeltes System der Lagerung und Reifung von Sherry.

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Planta Solar

Solarwärmekraftwerk PS 10

Als wir vor drei Wochen an Sevilla vorbei auf der Autobahn Richtung Portugal gefahren sind, tauchte rechts ein Stück entfernt ein Konstrukt auf, dass aussah wie eine der Hängeseilbrücken von denen es hier ein paar gibt. Ein hoher Mast und rechts und links davon laufen die Seile zur Brücke. Es gab allerdings weitere Masten zu sehen, die scheinbar keine Tragseile hatten. Ein Grund auf der Rückfahrt gestern mal nachzuschauen, was es denn nun eigentlich ist.

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Schuh 5/52

Ein alter Sneaker, weggeworfen im Schilf

Auf dem Spaziergang durch die Salzwiesen bei Isla Cristina hatte ich ja immer schon die kommenden Begriffe der #52WochenFotoChallenge im Hinterkopf, wusste also, dass in Kürze Schuhe, oder ein Schuh gefragt sein würde. Zuerst habe ich einen einzelnen Gummistiefel im Wasser gefunden, an dem sich bereits Muscheln gesetzt hatten – den ich hier auch zeige – aber der arme Sneaker, der einst sicher jemanden stolz gemacht hat, schließlich ist er ja von Dolce Gabbana, ist dann doch mein Hauptmotiv und mehr Schuh als Stiefel. Wie er da so einsam im Schilf liegt, komischerweise auch als Einzelstück. Weggeworfen, oder ist der/die Ex-Besitzer:in auf einem Schuh noch nach Hause gehumpelt? Der Schuh der hier vermutlich Jahrzehnte liegen wird, bevor er endgültig verwittert sein wird, hat es mir leider nicht verraten. Menschen werfen einfach zu viele Dinge weg, noch dazu an Stellen, wo es mehr als unsinnig ist.

Brandgänse

Fliegende Brandgans im Naturschutzgebiet bei Isla Cristina

Einen letzten Wasserbewohner aus dem Naturschutzgebiet „Marismas de Isla Cristina“ bin ich ja noch schuldig, das ist in diesem Fall die Brandgans. Musste selbst die Bilder-Rückwärtssuche von Google bemühen, um die Gans, die laut Wiki eigentlich eine Ente ist, überhaupt namentlich zuordnen zu können. Sie sieht schon sehr speziell aus, so dass es dann sehr eindeutig ist.

Sie teilten sich bei meinem Besuch den Teich mit den Flamingos, und waren recht rührig. Zumindest ein Teil der Gänse. Bin mir nicht sicher ob es männliches Balzverhalten, oder weibliches „Mach den Abflug“ Verhalten war. Jedenfalls kam es zu keiner Kontaktaufnahme, was vielleicht eher für die zweite Variante spricht. Bin aber auch kein Vogelkundler, um das sicher beurteilen zu können. Laut Wiki sind die Brandgänse monogame Tiere und leben über einen längeren Zeitraum in einer festen Beziehung.

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Zugvögel

Storch im Flug

Bei einem Ausflug kamen wir letztens durch den Ort Odiáxere in der Algarve. Am Ortsausgang, direkt neben der N125, befindet sich ein großes Gelände mit „Ninhos das Cegonhas“, den Storchennestern. Nicht eins oder zwei, sondern 40-50 Nester und alle doppelt besetzt mit Herrn und Frau Storch. Ein tolles Bild. Die Storchendörfer in Brandenburg sind nichts dagegen.

Vielleicht ist es den Störchen hier in Portugal warm genug, so dass sie den Flug weiter nach Afrika nicht mehr auf sich nehmen müssen. Vielleicht sind sie aber schon immer hierher gekommen und fühlen sich wohl. Im Umfeld sind kleine Teiche, in denen es sicher leckere Frösche und Insekten für den Nachwuchs gibt. Gut für mich und meine Kamera.

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Sonne 4/52

Sonnenuntergang über dem Naturpark Isla Cristina

Die Sonne sinkt hinab am Horizont, ihr lebensspendendes Licht erfüllt den Himmel mit orangefarbenem Glanz. Die Wolken malen dazu ein traumhaftes Bild, in goldene Töne getaucht, wunderbar gefärbt.

Ein letzter Gruß, ein letzter Blick, bevor die Dunkelheit uns umgibt. Doch keine Angst, denn morgen wird sie wieder aufgehen, ein neuer Tag beginnt, voller Hoffnung und Mut.“

Das kleine Poem hat mir ChatGPT geschrieben, ich bin nicht so der große Poet, und es passt zur heutigen #52WochenFotoChallenge Aufgabe Nummer 4, mit dem Thema #Sonne. Für Fotografen ist sie ja nur interessant, wenn sie was Besonderes macht. Aufgehen hinter Palmen, Untergehen über dem Meer, Verdeckt werden vom Mond.

Wenn sie grellweiß am Himmel steht, sollte man es eher vermeiden die Kamera auf sie zu richten, nicht jeder Sensor überlebt das. Für unsere Augen gilt natürlich das selbe: Niemals ungeschützt in die Sonne schauen. Achja, letzter – abgedroschener – Fotografentipp: Sonne lacht, Blende 8 😉

Fotos mit der Olmpus OM-D E‑M5 Mark II #52WochenFotoChallenge

Cabo de São Vicente

Cabo de São Vicente mit Klippen

Heute waren wir dort, am südwestlichsten Punkt von Kontinentaleuropa, der letzten Stelle an der man am Abend die Sonne untergehen sieht: Am Cabo de São Vicente. Die „Letzte Bratwurstbude vor Amerika“ hat zwar Betriebsferien, aber wir wollten eh nichts essen, nur schauen, staunen und fotografieren. Der Leuchtturm, der auf der mächtigen Klippe steht, hebt sich mit seinem roten Dach schön vom blauen Himmel ab, der sich zwischen den ganzen Regenschauern gnädig zeigt. Ich werde das lobend erwähnen.

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