Der Birnbaum

Birne mit Birnbaum in Ribbeck

Nach Osten (Adonisröschen) und Norden (Wutzsee) ist diesmal der Westen dran. Das neue Wohnmobil möchte ja auch ein wenig ausgeführt werden. in einem großen Bogen fahren wir – diesmal zu dritt – nach Ribbeck im Havelland. Da waren wir jetzt länger nicht und wir wollen doch mal sehen, ob der neue Birnbaum inzwischen ein wenig gewachsen ist. Unterhalb des Birnengartens der Kirche ist ein Parkplatz mit sage und schreibe einem Wohnmobilstellplatz. Die Betonung liegt dabei auf EINEM. Und da passen wir mit unseren grad mal knapp 7 Meter auch grad so drauf ohne das Schild zu rammen, was den Stellplatz kennzeichnet.

Der Stellplatz in Ribbeck im Havelland
Stellplatz für 1 Wohnmobil – Foto: h|b
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Nachwuchs

Weißes Wohnmobil vor Rapsfeld

Lange haben wir darauf gewartet, vor drei Wochen war es endlich so weit: Der Nachwuchs ist endlich eingetroffen, nach fast 7 Monaten. Zuerst beim Händler in Hoppegarten. Dort konnten wir ihn schon mal begrüßen, aber noch nicht haben. Nur anfassen, mehr nicht. Vor der Übergabe steht ja noch die Zulassung. Zuerst lassen die Papiere des Herstellers auf sich warten und als die dann endlich da sind, ist die Coronakrise auf dem Höhepunkt und die Zulassungsstellen nur noch bedingt arbeitsfähig. Aber auch das geht vorbei und dann kommt endlich der erlösende Anruf: Wann soll die Übergabe erfolgen?

Seitdem steht das schneeweiße Wohnmobil, ein Hobby Optima Ontour Edition, auf unserem Abstellplatz und wird langsam ausflugstauglich gemacht. Garage einrichten, Innenraum wohnlich gestalten, Zubehör kaufen und „installieren“, kurzum: „Klar Schiff zum Gefecht“. Ja, wenn es denn ein Gefecht geben würde. Weiterhin sind ja touristische Ausflüge ins Umland unerwünscht. Aus Verzweiflung haben wir schon mal eine Runde auf dem Berliner Außenring gedreht, um zu schauen und zu hören, ob es noch irgendwo klappert oder scheppert. Macht aber nur bedingt Laune.

Die Oderhänge bei Mallnow in Brandenburg
Adonisröschenpfad – Foto: h|b (DJI)
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Geisterstadt

Ich habe gestern die Gelegenheit genutzt bei frühlingshaften Temperaturen eine kleine Radrunde durch die Stadt zu drehen. Alleinsein darf man ja, und ab und an mal ein Foto machen ist auch erlaubt. Berlin ist im Moment ein Paradies für Radfahrer und Fotografen, selbst auf Hauptstraßen is es völlig ungefährlich zu fahren, alle Hotspots der Stadt sind frei von Touristen, keine stinkenden HopOn, HopOff Busse verstellen im Minutentakt den Blick, fast paradiesisch. Könnte ich mir das für immer vorstellen? Na klar, allerdings sollte ich dann von Berlin vielleicht auf ein Dorf ziehen, oder nach Bielefeld. Städte wie Berlin leben davon, dass Gäste zu Besuch kommen, so wie wir gern wieder Rom, Paris oder London besuchen möchten, wenn das Virus besiegt ist. Am Tourismus hängt in Großstädten die Wirtschaft. Ein vertretbares Maß wäre vielleicht noch schön, aber ganz ohne ist eine Illusion.

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Pictures of an exhibition

Der Fotograf mit seinen Bildern

Diese Woche war mein persönlicher Fotomarathon. Gleich drei Ausstellungen standen auf der Besuchsliste, zwei davon mit persönlichem Bezug. Fangen wir mit der letzten Ausstellung an, die leider heute auch schon ihr Ende fand.

Berlin Streetphotography by Kai Pagels

Wer am 14. Februar 2020 40 Jahre alt wird, hat etwas besonderes verdient. Dachte sich wohl auch die Freundin von Kai und organisierte still und heimlich eine Ausstellung im Studio Ober!Schön mit Kais „Straßenbildern“ aus Berlin. Kai ist ein Kollege von mir und schon seit Jahren fotografisch unterwegs. In Magdeburg ging es in die Clubs oder zu den Fußballspielen, immer nebenberuflich, Kai ist nämlich eigentlich Eisenbahner. So wie ich. Noch nicht so lange, aber auf einem guten Weg.

Später wurde das Business erweitert, die Hochzeitsfotografie kam noch dazu, ein sehr zeitaufwändiges Genre mit wenig freien Wochenenden. Aber man muss immer offen sein für Neues und lebenslanges Lernen ist die Devise. Auch fototechnisch sind wir inzwischen auf einer Ebene angekommen, wir fotografieren beide mit Kameras von Olympus. Eine Ausstellung der eigenen Bilder ist sicher ein Highlight im Fotografenleben, daher ist die Überraschung mehr als gelungen und die Latte sehr hochgelegt für etwaige Revanchen.

Besuch im Wolkenhain

DJI Mavic Mini

Seit ein paar Tagen gibt es „fotografischen“ Nachwuchs in unserem Hause. Neben der Olympus OM-D E-M5II und dem iPhone 8 kann ich jetzt noch aus der Luft fotografieren. Mit einer Drohne. Einer DJI Mavic Mini. Mit 249 Gramm nur 90 g schwerer als mein Handy. Sie liegt damit exakt 1 g unter der Grenze von 250 g, um nicht unter bestimmte Regelungen für Drohnen zu fallen: Kennzeichnungspflicht, Versicherung, Führerschein, und so weiter. Ist grad nicht so einfach zu bekommen, bei Amazon in der Regel bis zu 2 Monate Lieferzeit, ich hatte Glück und sie nach 4 Tagen bereits in der Hand. Da passt sie auch locker rein, so klein ist sie.

Nun ist es ja in Berlin gar nicht so einfach eine Drohne fliegen zu lassen. Noch bis dort wo ich wohne zieht sich der große rote Kreis rund um das Regierungsviertel in der APP der DFS: No Flight possible. Man klickt dann also in dieser APP auf interessante Punkte von dem man die Drohne gern starten möchte und bekommt dafür meist ein rotes „NO GO“. Es gibt – zumindest in Ballungsgebieten – weit mehr Regeln wo eine Drohne NICHT fliegen darf, als Locations wo das problemlos möglich ist. Eine davon ist aber netterweise das Wuhletal. Kein Naturschutzgebiet, weit genug von Bundes- und Wasserstraßen entfernt. Perfekt.

Drohne in Anflug – Foto: h|b

Ab zur Seilbahnstation in Hellersdorf. Auto parken und ab in den Park. Das erste was ich sehe: Eine Drohne 😉 Hatte wohl noch jemand dieselbe Idee. Wir gehen ein Stück weiter, wollen uns ja nicht ins Gehege kommen, und machen die Kleine startklar. Erster Schritt: Automatischer Start auf 1.20 m. Da steht sie dann, summt wie ein Bienenschwarm vor sich hin und wartet auf weitere Befehle. Erst mal ein wenig drehen, vorwärts, rückwärts, hoch, seitlich, wieder runter, dann höher. Wir stehen allerdings in der Windschneise und so kommt mit steigender Höhe schnell die Meldung im Display, dass der Wind die Flugmanöver beeinträchtigt. Also erstmal wieder runter damit.

Dann versuche ich mal die automatischen Manöver wie Drohnie oder Rocket. Dabei behält einen die Drohne im Fokus und fliegt entweder schräg von einem weg, oder kerzengerade nach oben. Dabei filmt sie und kommt dann automatisch wieder zurück. Nach dem ersten Versuch packen wir alles wieder ein und gehen Richtung Kienberg. Im Schatten des Hügels ist es etwas windstiller und ich starte den 2. Flug. Dabei sind zum Teil die Bilder entstanden, die am Ende des Artikel zu finden sind. Sie liegt hier gut in der Luft, macht erstmal ein Selfie von uns, bevor sie aus 30 m Höhe den Wuhleteich und das Wuhletal ins Visier nimmt. Höher darf man im gesamten Großraum Berlin nicht fliegen, da die beiden Flughäfen das ganze Gebiet zur Flugzone machen.

Nach dem zweiten Flug packen wir die Mavic Mini wieder ein und machen uns auf den Weg zum Wolkenhain, eine Aussichtsplattform die zur IGA Berlin im Jahr 2017 errichtet wurde. Von hier oben in knapp 120 Meter Höhe, hat man fast einen ähnlichen Blick über das Umland wie von einer Drohne, wobei diese offiziell an dieser Stelle nie so hoch fliegen dürfte. Das Cafe hat leider noch zu, so dass wir nach dem Aufstieg wieder zurück zum Auto laufen. Für den ersten Ausflug lief das recht gut, jetzt muss ich noch ein wenig fitter in der Bedienung der Drohne werden und beim nächsten Mal einen etwas windstilleren Tag aussuchen. Auf jeden Fall macht es Spaß die Welt von oben zu betrachten. Egal ob Drohne oder Wolkenhain.

Abhängen

Roter Panda

So wie der kleine, rote Panda im Berliner Tierpark, einfach mal ein paar Tage lang die Seele baumeln lassen, abhängen, sich um nichts kümmern müssen, in der Sonne liegen, Inseln besuchen. Das ist unser Plan für die nächsten 14 Tage. Morgen geht es los. Inselhopping auf den Kanaren bei 21 Grad und viel Sonne. Soweit die Prognose. Kann mir aktuell grad gar nicht vorstellen, wie sich Temperaturen jenseits der 20 Grad anfühlen, noch dazu, wenn die Sonne scheint. Die auch noch früher aufgeht und länger am Himmel bleibt. Ick freu mir drauf.

Der alten Zeiten wegen

Brandenburger Tor Silvester

Should auld acquaintance be forgot
And never brought to mind?
Should auld acquaintance be forgot,
and days of auld lang syne?

For auld lang syne, my jo
For auld lang syne
We’ll tak’ a cup o’ kindness yet
For auld lang syne

And surely ye’ll be your pint-stoup
And surely I’ll be mine
And we’ll tak’ a cup o’ kindness yet
For auld lang syne
(Text nach Robert Burns)

Ich wünsche euch eine schöne Silvesterfeier, und freue mich auf ein neues Jahr mit viel Liebe und wenig Hass. Bis gleich im Pub 😉

Wet Christmas

Brandenburger Tor spiegelt sich in Wasser

„Schneeheflöckchen, weiß Röckchen…“, „Leise rieselt der Schnee“, „White Christmas“, „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus, die Welt, die Welt sieht ganz verzaubert aus“.

Tief in unserem kollektiven Bewusstsein hält sich hartnäckig die Hoffnung auf weiße Weihnachten. Wenn der Schnee auf die Erde fällt, alles leiser wird und auch die Nacht in helles Licht getaucht ist. Aber… meist bleibt es beim Träumen, eine weiße Weihnacht in unseren Breitengraden ist eher selten. Wer jetzt sagt, hey, stimmt gar nicht, früher, als ich noch ein Kind war, lag immer Schnee, dem spielt sein Gedächtnis einen Streich. Es mag die Jahre gegeben haben, aber vermutlich überdeckt die schöne Kindheitserinnerung alle nachfolgenden eher nassen und trüben Weihnachtstage. Wer das nicht glaubt, kann das gern hier selbst überprüfen: Weiße Weihnachten. Für meine Orte an denen ich bisher Weihnachten gefeiert habe, trifft das ausnahmslos zu. Das letzte Mal in Berlin gab es übrigens 2010 weiße Weihnachten, dann kam auch ein echt langer Winter hinten nach.

Das Bild ist aus dem Volkspark Friedrichshain, kurz vor Weihnachten im Dezember 2010.

Rodelspaß
Rodelspaß – Foto: h|b

Ausgerummelt

Alex Baugrube

Kreischen, Duften, Klingeln, Scheppern, aus die (wilde) Maus. Keine Menschenmassen mehr die sich durch den Rummel drängen, keine Apollo 13 mehr die ihre Mitfahrer in den Nachthimmel über Berlin schießt, kein Glühwein, kein Gespensterhaus. Übrig bleiben zwei neue Gebäude und eine Baugrube für ein Drittes. Nichts erinnert mehr an den jährlichen Traditionsrummel, der bereits zu DDR Zeiten der beliebteste Weihnachtsmarkt in Berlin war. Den Rest des Jahres war diese Fläche natürlich eine sinnfreie Brache, zu gut für diese Lage um zu bleiben.

Alex Weihnachtsmarkt
Geschichte – Foto: h|b

Für mich war es damals als wir 2001 nach Berlin zogen ein echter Kulturschock. DAS soll ein Weihnachtsmarkt sein? Bei uns nannte man sowas Kirmes, Zissel oder schlicht Rummel. Da war nichts Besinnliches wie am Weihnachtsmarkt vor dem roten Rathaus. Fotografisch hatte es natürlich etwas für sich, hier ging echt die Luzi ab. Der letzte Weihnachtstraum war im Winter 2016 und da war ich noch mal ausgiebig fotografieren.

Alex Weihnachtsmarkt
Break Dance – Foto: h|b

Ein Teil der Fahrgeschäfte ist umgezogen nach Lichtenberg und erfreut jetzt Jung und Alt gegenüber von IKEA. Den Stellenwert und die magische Anziehungskraft wie am Alexa wird er dort aber sicher nicht mehr erreichen. Dafür haben wir jetzt das „Grandaire Berlin“ eine Hipster Wohnanlage für Menschen mit Geld (Imagevideo) und „The Student Hotel“, eine Mischung aus Hotel und Studentenbude, so die Website, und sicher auch nicht ganz billig. Dafür ist man mitten in der Stadt. Was das dritte Gebäude wird, ist noch nicht recht ersichtlich. Muss mal wieder vorbeigehen und nach einem Schild suchen 😉

Neuruppin #fontane.200

Theodor Fontane

Wir kennen jetzt das Süd- und Ostufer des Ruppiner Sees, haben Wustrau und Karwe und Radensleben durchstreift und schicken uns nun an, der alten Hauptstadt dieses Landesteiles unseren Besuch zu machen, der Stadt Ruppin selbst, die dem See, woran sie liegt, wie der ganzen Grafschaft den Namen gegeben hat“ schreibt Fontane weiter in seinen Wanderungen und erreicht damit auch den Ort, in dem er vor 200 Jahren geboren wurde. Für uns ist Neuruppin auch der Endpunkt für den Tag. Im Gegensatz zur Zeit Fontanes, ließ sich der Besuch von Wustrau, Karwe und Neuruppin prima an einem Tage organisieren und wir mussten dazu nicht mal früh aufstehen.

Figur Fontane in Schaufenster
Figur Fontane in Schaufenster – Foto: h|b