Kulturstaatssekretär Tim Renner und der Direktor des Museums, Andreas Lange, spielen Pong! in einer Originalkulisse aus den 70ern – Foto: h|b
Am Mittwoch Abend wurde im Computerspielemuseum an der Karl-Marx-Allee 93a eine neue Ausstellung zur Kultur der Computerspiele von den 70ern bis heute eröffnet. Das Computerspiele und Kultur in einem Satz verwendet werden können, verdankt sich zu Teilen auch diesem einzigartigen Museum. So wie aber eben Film und Fernsehen heute zur Kultur zählen, gilt das inzwischen in gleichem Maße auch für Computerspiele und ihre Geschichte, brachte es Kulturstaatssekretär Tim Renner bei seiner Eröffnungslaudatio auf den Punkt. Weiterlesen „Aufschlag Games“
Wir starten das neue Jahr mit einem kleinen Rückblick auf DAS Ereignis in 2014, zumindest aus Berliner Sicht: Der Lichtgrenze. Ist ja auch gleichzeitig noch das Wort des Jahres geworden. Ein guter Zeitpunkt also, sich noch einmal daran zu erinnern. Ich habe 36 Bilder – eine Menge die einem Diakasten entspricht, wenn noch jemand weiß was das ist 😉 – zusammengestellt und in der Reihenfolge des Erwanderns in einem Flickr-Album veröffentlicht. Wer also diesem filigranen Meisterwerk noch einmal nachspüren möchte, ist herzlich eingeladen das zu tun. Ich wünsche viel Spaß dabei.
Traditioneller Sektabschluss am Brandenburger Tor – Foto: h|b
Leider spielt das Wetter diesmal nicht so recht mit. Es ist nasskalt und nieselig. Keine guten Voraussetzungen um sich 6 Stunden ans Brandenburger Tor zu stellen um Tokio Hotel oder David Hasselhoff zu sehen. Aber das ist eh nicht mehr unser Ding. Aber wenn wir über Silvester in Berlin sind, besuchen wir Tommi am Bierstand und gönnen uns zwei Sekt. Also jeder. Dann dreht es schon ein wenig im Kopf. Zur Steigerung der Performance haben wir uns dann – im Gegenwert von ungefähr 5 Kreuzberger Döner – eine Runde Riesenrad gegönnt. Yehaaaa. Wünsche allen Leserinnen und Lesern ein durchgeknalltes Silvester und ein gesundes neues Jahr.
Mit dem „Roue Parisienne“ eine Runde durch den Nebel der Stadt – Foto: h|b
Es war ein gigantisches Fest, und die Idee die Grenze zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls mit rund 8000 Ballonen zu markieren fand ich sehr gelungen. Das Ende am Sonntag Abend war weniger spektakulär als erwartet, die Ballons entschwanden – kaum vom Lichtmast getrennt – in der dunklen und trüben Nacht. Aber die drei Tage in denen man die Grenze ablaufen konnte, im Hellen, bei herrlichem Sonnenschein am Samstag, in der Nacht, wenn allein die Lichter die Grenze markierten, es war faszinierend. Weiterlesen „Die Lichtgrenze“
Seit Dienstag wird die „Mauer“ in Berlin wieder aufgebaut. Diesmal allerdings nicht mit unüberwindbarem Beton, sondern mit filigranen Lichtstelen. Die Aktion „Lichtgrenze“ wird 8000 Segmente wie auf dem Bild zu sehen, entlang der innerstädtischen, ehemaligen Grenze aufstellen. Startpunkt ist die Bornholmer Brücke, Ende an der Eastsidegallery.
Dort wo jetzt noch Plastetüten Schutz bieten, werden dann beleuchtete Ballons ab Freitag Abend den Grenzverlauf jeden Abend illuminieren. Sonntag Abend um 19 Uhr dann der Höhepunkt: 8000 Ballonpaten werden an „ihrer“ Stele den Ballon fliegen lassen. An jedem Ballon wird dann ein kleines Kärtchen mit einer persönlichen Geschichte zum Mauerfall hängen.
Flashback: Wer sich vielleicht erinnern kann, es gab auch zum 20-jährigen Jubiläum eine spektakuläre Aktion. Vom Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor wurden Mauersegmente aus Holz und Bespannung aufgestellt, die am Abend des 9. November wie Dominosteine zum Fallen gebracht wurden. Den Anstoß gab damals Lech Walesa.
Die Mauer als Dominosteine zum Jubiläum 2009 – Foto: h|b
Die Auswahl des besten Bildes mittels Textmarker auf dem Kontaktbogen – Foto: h|b
Die Qual der Wahl hatte der Fotograf schon immer. Welches der geschossenen Fotos verdient es das „Licht der Welt“ zu erblicken? In der Zeitung, in den Agenturen, im Blog, in einer Ausstellung, wo auch immer. In der guten, alten analogen Zeit ließ man sich von jedem Film sogenannte Kontaktabzüge herstellen. Alle 36 Bilder auf einem Bogen zur Ansicht. Jetzt konnte der Fotograf mit der Lupe die einzelnen Bilder betrachten und sich – hoffentlich – für das Richtige entscheiden. Weiterlesen „Kontaktabzüge“
Ostkreuzschule für Fotografie – 8. Abschlussjahrgang – Foto: h|b
Diese Ausstellung ist leider schon vorbei, was ich sehr schade finde. Zum Einen werden sehr unterschiedliche Werke der Absolventen der Ostkreuzschule für Fotografie gezeigt, zum Anderen wurden sie im SEZ in Friedrichshain gezeigt, das teilweise bereits das Morbide eines „Lost Places“ ausstrahlt. Es gibt kein durchgängiges Thema, da themenbedingt jede/r Schüler/in einen anderen Blickwinkel auf das Thema Fotografie hat. Es gibt Gegenständliches, Abstraktes, Diavorführungen, ein Triptychon wie in einer Kirche, Schwarzweiß und Farbe, klein und groß. Manches überfliegt man, vor manchem bleibt man länger stehen.
Eine Ausstellung, deren erste Hürde darin besteht sie zu finden, kann man sich auf Gleis 13/14 der S-Bahn am Potsdamer Platz anschauen. Lässt man eine S-Bahn fahren, reicht die Zeit für den Besuch der Ausstellung an den 4 Mittelpfosten am nördlichen Ausgang. Die Ausstellungsmacher der „Movement for Galleries Berlin“ schreiben dazu:
„Die Ausstellung zeigt unterschiedlichste Innen- und Außenansichten von einem Europa, das sowohl als geografischer Kontinent wie auch als politischer und wirtschaftlicher Staatenbund, auf den Wünsche und Visionen, Bedeutungen und Identitäten projiziert werden, gesehen werden kann.“
Eine schier unüberschaubare Zahl von Fotos hängen auf 2 Ebenen im Willy-Brandt-Haus, wir befinden uns immer noch in Kreuzberg. Ara Güler, mittlerweile 85 Jahre alt, ist ein türkischer Magnum-Fotograf und seine Bilder aus Istanbul und der anatolischen „Provinz“ sind einfach fantastisch. Teilweise in einem riesigen Format mit geheimnisvollen Lichtstimmungen, zeigt er eine türkische Welt vor rund 60 Jahren. Wie kein anderer hat er das Straßenleben, den Trubel der Großstadt und das Alltagsleben der Bewohner festgehalten, schreibt der Veranstalter. Nebenbei hat er auch noch viele Künstler portraitiert, wie Bresson, Dali, Picasso oder Hitchcock. Eine Ausstellung die unbedingt zu empfehlen ist. Sie wird über den Monat der Fotografie bis zum 15. Januar 2015 zu sehen sein. Ausweis nicht vergessen, sonst kommt man nicht in das Willy-Brandt-Haus.
Gleich zwei Ausstellungen kann man auf der Galerie der Marheineke-Halle besuchen. Während von unten der Duft von frischem Kaffee oder leckeren Galettes die Nase betört, können sich die Augen an den Schwarz-weiß Fotografien von Axel Benzmann sattsehen. Sie zeigen auf der einen Seite die Studentenproteste Ende der 60er Jahre in Westberlin, ergänzt um Kundgebungen der „Gutbürger“, zum anderen viele Stars die Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre die Clubs und Hallen in Berlin bespielten. Ergänzt wird die Ausstellung von Bildern des Pressefotografen Günter Zint, der die Grenzöffnung vor 25 Jahren dokumentiert. Wer nach den vielen Bildern Hunger bekommen hat, die kulinarische Auswahl in der Halle ist vielfältig und gut.