Meerjungfrauen

Frau vor der Meerjungfrau von Kopenhagen

Auf unserer Nordseekreuzfahrt mit der Costa Favolosa, waren wir heute bei herrlichem Sommerwetter in Kopenhagen. Neben einer ausführlichen Fahrt mit dem HopOn, HopOff Bus einmal kreuz und quer durch die Stadt, gehört natürlich der Besuch der kleinen Meerjungfrau dazu. Schließlich ist die Geschichte vom Dänen Hans-Christian Andersen, und im Original trauriger als uns Arielle weißmachen will. Jetzt warten wir aufs auslaufen und auf den morgigen Seetag. Eine schöne Erholung nach dem heutigen Großstadtgewusel. Nächster Halt: Geiranger.

Königin des Sommers

Mit Namen wie „Bittere Leidenschaft“, „Perle d’Aspromonte“ oder „Bombay Dream“ warben am Wochenende 16 Eisdielen aus ganz Deutschland (plus zwei aus Österreich und Tschechien) bei der „Gelato World Tour“ am Potsdamer Platz, um die Gunst der zahlreichen großen und kleinen Eisverkoster. Für 8 € bekam man einen Abrisscoupon, mit dem man acht verschiedene Eissorten verkosten konnte.  Auf das kleine Eishörnchen wurde aber meist soviel Eiscreme gepackt, dass es für zwei reichte, so dass man sich locker durch alle Eissorten hindurchprobieren konnte. Weiterlesen „Königin des Sommers“

Hipsterangeln

Wir stehen ja relativ häufig mit dem Wohnmobil am Warnowkanal und kommen so in den Genuss, das abendliche Angeln der Einheimischen zu beobachten. Normalerweise sind das entweder picklige Jungs in Camouflagehosen, die aussehen als würden sie noch bei Mutti wohnen, oder Hightechangler, die mit komplizierten Auflagekonstruktionen drei Angeln mit roten Blinklichtern gleichzeitig am Start haben, plus der, mit der sie noch alle paar Minuten ihre Schnur mit Blinker weit in den Kanal werfen. Dosenbierchen dazu, läuft.

Beim letzten Besuch ist mir ein neues Exemplar untergekommen: Knöchelhose, Hosenträger, Vollbart, rosa Brille. In Berlin ganz klar als Hipster zu identifizieren, in Warnemünde eher eine seltenere Spezies. Aber vielleicht ist die Gentrifizierung inzwischen sogar bei den bodenständigen Anglern angekommen, kann ja sein. Angeln als so spießige Betätigung, dass es schon wieder hipp ist.

Im Übrigen ist es eigentlich relativ egal, wie man am Warnowstrom angelt, die fischige Ausbeute ist am alten Strom bei den Fischbuden auf jeden Fall höher. Aber beim Angeln geht es ja nicht so sehr darum etwas zu fangen, sagen die Angler, sondern eher um die damit einhergehende Meditation. Ein kräftiges OMMMMM auf die Scholle.

Foto: Olympus OM-D E-M5II, Lumix Vario 35-100 / 2.8

 

Räuberrad entlaufen

Das Räuberrad vor der Volksbühne - Foto: h|b

Das berühmte „Räuberrad“ vor der Berliner Volksbühne ist auf dem Sprung. Wer ist in seinem natürlichen Umfeld noch einmal sehen möchte, sollte sich beeilen. Entweder erfolgt der Abbau noch heute, spätestens aber sicher morgen, wird es doch in Avignon erwartet. Dort gastiert die Volksbühne im Juli zu einem Gastspiel, bei dem Theaterlegende Frank Castorf seinen Abschied von der Volksbühne gebührend feiern möchte. Weiterlesen „Räuberrad entlaufen“

Rushhour in Warnemünde

Eine Reihe Wohnmobile mit Kreuzfahrschiff

Gut 21000 Kreuzfahrtpassagiere besuchten, während unserer drei Tage Auszeit auf der Warnemünder Mittelmole, die kleine Hafenstadt Warnemünde, ungefähr 20 x so viele Menschen wie die Stadt Einwohner hat. Acht Kreuzfahrtschiffe von ca. 35, die über die Sommermonate den Hafen insgesamt ca. 180 mal anlaufen.

AIDAmar mit Begleitschiffen
AIDAmar mit Begleitschiffen – Foto: h|b

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Ausblicke

Der Müggelsee vom Müggelturm

Nach längerer Abwesenheit waren wir wieder mal am Müggelturm. In Komoot, der NaviApp für Radler und Fußgänger, eine schöne Strecke erstellt und mit den Pedelecs gemütlich auf den Weg gemacht. Der erste Teil durch Friedrichshain und Lichtenberg ist eher nicht so spannend, aber dann kann man lange durch die Wuhlheide fahren. Viel Wald, unterbrochen von Schienen der Pioniereisenbahn, vorbei an der Kindl-Bühne, durch Köpenick, danach wieder Wald, insgesamt eine ganz angenehme Strecke.

Blick vom Müggelturm auf Berlin
Blick nach Berlin – Foto: h|b

Den steilen Anstieg zum Müggelturm schaffen wir locker im Sitzen in der Stellung „Sport“, alle anderen müssen schieben. Die Restauration verdient endlich wieder ihren Namen. Nach jahrelangem „Kiosk mit Würstchen“, gibt es wieder Kaffee und Kuchen, frische Waffeln, Reibekuchen mit Apfelmus, und vieles mehr. Sehr schön geworden. Lohnt sich wieder als Ausflugsziel. Der Aufstieg auf den Müggelturm kostet 2€, der Ausblick bei schönem Wetter: Unbezahlbar

Auf dem Rückweg vorbei am Teufelssee, den Biergarten Rübezahl direkt am Ufer des Müggelsee (auch wieder sehr schön aufgebaut) lassen wir liegen, schleppen die Räder durch den Spreetunnel und dann geht es wieder zurück nach Friedrichshain. Ein schöne Tour für einen schönen Sommertag.

Surfers Paradise

Am Freitag bescherte eine besondere Wetterlage den Surfern in Warnemünde ein wenig Atlantikfeeling und uns eine kleine Überraschung. Eigentlich waren wir, nach der Ankunft mit dem Wohnmobil auf der Mittelmole, nur auf dem Weg zu unserem Ritual, dem grünen Leuchtturm in Warnemünde Hallo sagen und abklatschen. Der Wind blies uns bereits nach verlassen des alten Stroms heftig ins Gesicht und das Sandpeeling war nicht ohne.

Erstaunlicherweise trieb der Wind mit Stärken 7-8 aber auch das Wasser so in den Warnowkanal, dass sich auf der Seite mit dem grünen Leuchtturm, lange Wellen bildeten, die den dort versammelten Surfern oft Gelegenheit boten, für rund 50-100 mit der Welle zu surfen, bis sie sich an den Ufersteinen brach. So bot sich den staunenden Spaziergängern ein ungewohntes Bild von Surfern, wo sonst nur Fähren, Möwen und Schwäne zu sehen sind.

Alle Bilder mit der Olympus OM-D E-M5 MKII und dem 12-40 PRO

Schiff ahoi

Hausboot auf der Spree

Das Wassersportzentrum in Berlin hatte in Facebook zum „Start Boating“ aufgerufen und ich fand das ne gute Idee, mal eine andere Art von Straße als die mit Teer auszuprobieren, auf der wir mit dem Wohnmobil sonst so unterwegs sind: Eine Wasserstraße. Um kurz nach eins legte die „Finchen“ ab, ein ca. 12 Meter langes Hausboot der Kormoranklasse und wir steuerten erstmal kurz Spreeabwärts. Die beiden „Kapitäne“ erzählten ein wenig über das „Flusswandern“, das macht man nämlich mit so einem Hausboot, und dann durften die Gäste ans Ruder. Weiterlesen „Schiff ahoi“

Paddywalk in Zingst

Der „Meister“ hatte während der letzten Zingster Fototage irgendwie keine Lust auf Vorträge, sehr wohl aber auf ein bißchen schnacken mit anderen Fotografen. Das was immer ein wenig zu kurz kommt, auf Fototagen, oder Vortragsreihen. So rief er und alle kamen. So ein Schnack unter Gleichgesinnten, Paddy macht das ja auch regelmäßig auf seinem Videokanal, dient mehr dem Networking und dem Kennenlernen. Für Patrick Ludolph ist es natürlich auch eine gute Gelegenheit, schließlich ist er Geschäftsmann und lebt von der Fotografie, potentielle Kunden für Workshops oder seine Produkte zu gewinnen. Das kommt allerdings nie zum Ausdruck, es ist wirklich ein zwangloses Treffen und Spazierengehen. Hier meine kleine Story dazu, am Ende gibt es auch ne Menge Bilder. Weiterlesen „Paddywalk in Zingst“

Tragehilfe

Einkaufswagen vor Grafittiwand

Heute vor genau 80 Jahre stellte ein Geschäftsmann aus Oklahoma seine Innovation der Öffentlichkeit vor, ohne die wir uns heute Einkaufen gar nicht vorstellen können: Den Einkaufswagen. Bis dahin mussten die Käufer alles zur Kasse tragen, was zum einen natürlich schwer war, andererseits aber auch die mögliche Einkaufsmenge natürlich einschränkte. Mit dem „Warenkorb auf Rädern“ ging das natürlich alles viel besser, also ein Win-Win Situation für beide Seiten.

Dieses arme Exemplar habe ich vor einem Abbruchhaus in Kreuzberg gefunden, seiner eigentliche Aufgabe inzwischen enthoben. Wie ihm geht es vielen der Wagen in Berlin. Manchmal findet man sie gestrandet an den unmöglichsten Orten, aber sie helfen auch Obdachlosen ihre Siebensachen beieinander zu halten und Flaschensammlern ihr kostbares Gut nach Großveranstaltungen zur Flaschenrückgabe zu bringen.

Ursprünglich wollte ich aus den Einkaufswagen in Berlin eine Serie machen, aber seitdem ich das vorhabe, finde ich Einkaufswagen nur noch an den Stellen, wo sie hingehören: In der Einkaufswagenschlange an Supermärkten.

Foto: Olympus OM-D E-M5II | 12-40/2.8 PRO | 18mm – f/5.6 – 1/250 – ISO 200