Abenteuerspielplatz Berlin – Natur

Abwurf vom Twister - Foto: h|bAbwurf vom Twister – Foto: h|b
Da kann man sich noch so schöne Spielplätze ausdenken, um die Kinder zu bespaßen, aber manchmal bietet das Vorhandene zusammen mit ein wenig Phantasie durchaus auch genug Spielanreiz. Nicht dass die Spielplätze und Spielgeräte am neuen Park am Gleisdreieck nicht genug bieten. Die chaotisch anmutende Verwendung von Holzblöcken regt zum balancieren und klettern an, die riesigen Schaukeln am Weg, lassen einen fast bis in den Himmel schaukeln und sich auf dem Twister zu halten, bedarf einer guten Körperbeherrschung.
Ein echtes Steckenpferd für Denise - Foto: h|b Ein echtes Steckenpferd für Denise – Foto: h|b
Aber trotzdem ist es dann ein Baum, der uns – trotz leichten Regens – länger im Park hält als geplant. Ein verwildertes Gelände direkt neben dem großen Abenteuerspielplatz beherberg einen alten Baum, der seine dicken, knorrigen Äste dicht über dem Boden klettergerecht entlangwachsen lässt. Einer der Astenden endet wippend gut einen Meter über dem Boden und eignet sich in den Augen von Denise hervorragend als Pferd. Man kann es reiten, striegeln, an der Trense herumführen und auch hin und wieder mit Blättern füttern. Nach drei gewonnen Rennen mit Jockey Denise und Jessica dem Vollblüter war es dann aber genug. Nur mit meinem Versprechen, ab und an mal nach Jessica zu sehen, konnte ich sie loseisen, um das nächste Abenteuer in Berlin zu suchen.
Pferde brauchen Zuwendung - Foto: h|bPferde brauchen Zuwendung – Foto: h|b

East Side Gallery Reloaded

Jim Avignon, East Side Gallery
Der neue farbenfrohe „Jim Avignon“ an der East Side Gallery – Foto: h|b
Die East Side Gallery wird von ihren künstlerischen Erschaffern gern schon mal zu einem der wichtigsten Weltwunder hochstilisiert, dabei ist es lediglich eine Hinterlandmauer, auf denen sich viele internationale Künstler in der Nachwendezeit 1990 mit großformatigen Bildern verewigten. Das konnte auch nur diese Mauer sein, da die anderen Mauern meist schon bunt verziert waren und dadurch in kürzester Zeit den Mauerspechten zum Opfer fielen. Die so entstandenen Bilder „dürfen“ eigentlich nur restauriert werden, sollte der Zahn der Zeit zu sehr an ihnen genagt haben. Das ist auch bereits mehrfach geschehen.

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Schattenmann

Schattenmann #1
Da die Sonne jetzt immer früher untergeht, steht sie auch sehr früh, sehr tief und ich kann kaum Bilder machen, ohne selbst auf dem Foto als Schatten zu erscheinen. Aber man kann ja auch das Problem zur Lösung machen und so entstand die kleine Serie „Schattenmann“. Neben mir sollte es noch grafische Elemente geben, um die Schattensituation noch stärker zu unterstreichen.
Schattenmann #2
Im ersten Bild sind das die rostenden Stangen an der Bernauer Straße, die den ehemaligen Mauerverlauf symbolisieren und hier sehr schön verjüngend aus dem Bild laufen. Das zweite Bild entstand im Inneren der Versöhnungskirche, auch ein Teil der Mauergedenkstätte, deren Außenwand aus Holzlatten besteht und so der Sonne Gelegenheit gibt die Streifen zu malen, in denen ich mich verstecken kann. Das letzte Bild ist mit künstlichem Licht entstanden, daher auch der exakt abgegrenzte Schatten. Im Rahmen des Festival of Lights werfen starke Strahler die Muster auf den Potsdamer Platz und wer vor dem Strahler steht ist einfach Teil des Kunstwerks.
Schattenmann #3

Herbstwirbel

Der Herbst im Wirbel der Farben - Foto: hb Der Herbst im Wirbel der Farben – Foto: hb

Aus langweiligen Blättern auf der Erde lässt sich mit einem kleinen Dreh noch ein interessantes Motiv herzaubern. Die Blende zu, dadurch eine etwas längere Belichtungszeit und während des Auslösens möglichst ohne zu verziehen, die Kamera leicht um die eigene Achse drehen. Ein Element des Bildes sollte scharf abgebildet werden, da sonst das Foto nur als unscharf wahrgenommen wird. Ein wenig Farbsättigung hinzu und schon hat man ein schönes „indian summer“ Foto.
Daten: Olympus E PL-3 mit Festbrennweite 17mm (34mm/Kleinbild) Blende 5.6, 1/20 Sekunde, ISO 200.

34 Millimeter

Herbstliches Farbenspiel - Foto: h|b
Herbstliches Farbenspiel – Foto: h|b

Das letzte Mal als ich einen Fotoapparat mit einer festen Brennweite genutzt habe, muss schon eine ganze Weile her sein, irgendwann in den 80ern würde ich sagen. Für meine analoge Olympus hatte ich ein 50er, ein 35er und ein 28er. Das 50er am lichtstärksten, mit einer 1,4er Offenblende. Mit der digitalen Kamera Anfang 2000 hielten auch die Zooms Einzug. Ein 14-54 und ein 50-200 – da Olympus mit dem Fourthirds-System einen Cropfaktor von 2 hat, muss man die Brennweiten mit 2 multiplizieren – reichten für alle Gelegenheiten aus.
Fotografieren heute - Foto: h|b
Fotografieren heute – Foto: h|b

Mit dem Olympus mFT-System rückten die festen Brennweiten neben den Zooms wieder stärker in den Fokus der Entwicklung. Durch den Wegfall des Spiegels sind andere Auflagenmaße möglich, was die Entwicklung spezieller Objektive reizvoll macht. So ganz genau weiß ich nicht, wieso man Festbrennweiten einem Zoom vorziehen sollte, verliert man doch den Vorteil von jedem Standort den optimalen Ausschnitt wählen zu können. Klar, ein Zoom in einer akzeptablen Preisklasse, hat einen Blendenbereich der viel Licht voraussetzt. Je lichtstärker, desto teurer. Das neue Olympus 12-40 (24-80) mit einer durchgehenden Lichtstärke von 2,8 kostet stolze 1000€.
Herbstliche Farben und Klänge - Foto: h|b
Herbstliche Farben und Klänge – Foto: h|b

Insgesamt also eine gute Gelegenheit mal etwas neues auszuprobieren. Mit der neuen E PL-3 habe ich ja schon abgerüstet, und nun habe ich mir gebraucht ein 17 mm, Blende 2,8 über ebay geshoppt. Das entspricht mit umgerechnet 34 mm Kleinbild der klassischen Linse für Streetfotografie. 34 mm entsprechen in etwa unserem natürlichen Sehverhältnis. Die Kamera wird damit auch noch etwas kleiner und gegenüber dem Kitzoom 14-42 auch ein Stück lichtstärker. Ideal für das fotografieren ohne groß aufzufallen.

Da das Wetter in Berlin heute bedeckt aber trocken ist, bin ich gleich mal los in die freie Wildbahn. Vom Hauptbahnhof laufe ich rüber zum Kanzleramt, wo die Bäume in knalligen Herbstfarben darauf warten auf die Speicherkarte gebannt zu werden. Auf dem Weg zum Alexanderplatz, „Unter den Linden“ entlang, ergeben sich verschiedene Möglichkeiten das Objektiv unter Streetbedingungen zu testen. Da ich mit Begleitung unterwegs bin, muss es auch meist schnell gehen. Der erste Eindruck gefällt mir, das Objektiv hält was es verspricht, Berlin ich komme.

Treppauf, Treppab

Jeden Dienstag, nach Büroschluss, führt mich mein Weg in den Rudolfkiez in Friedrichshain. In einem Backsteinloft am Ende der U-Bahn Abstellanlage der U 1 befindet sich ganz oben unter dem Dach das „Expert-Training“. Früher hieß es mal „Kieser-Training“, aber man hat sich irgendwie verkracht. Eine Weile war auch die Abbuchung der Mitgliedsbeiträge etwas chaotisch, der frühere Franchisenehmer hatte angeblich was damit zu tun, aber zwischenzeitlich funktioniert wieder alles.

Treppab

Jeden Dienstag, es ist wichtig es regelmäßig zu tun, ersteige ich beschwingt die Treppe in der Rudolfstraße, und hole mir am Tresen meinen Spindschlüssel ab. Im Gegensatz zum klassischen Fitnesscenter ist es ruhig und entspannt. Einzelne Männer und Frauen sitzen an den verschiedenen Geräten und ziehen, stoßen oder drücken 90 Sekunden lang ihre Gewichte. Ich ziehe mich um, starte im iPhone die Kieser APP und beginne mit dem Training. 10 Stationen, jeweils 12 Wiederholungen, rund 30 Minuten lang, schön langsam. Muskelaufbau. Irgendwann habe ich mal ausgerechnet was ich pro Training an Gewichten bewege. War ne ganze Menge.

Treppauf

Jeden Dienstag, auch wenn ich mich manchmal motivieren muss, tausche ich, ungefähr 40 Minuten nach Trainingsbeginn, wieder Schlüssel gegen Mitgliedskarte und trolle mich von dannen. Meine Muskeln fühlen sich gut an, ich kann wieder aufrechter gehen. Muss mich nicht so hängen lassen. Das Grundprinzip dieses Trainings ist es ja die Muskulatur zu stärken, die dann, solcherart gestärkt, den Rücken unterstützt. An der Treppe zur U-Bahn-Station Warschauer Straße merke ich zwar meine Beinmuskeln, aber ich komme ohne zu japsen oben an. Der Weg nach Hause vergeht fast wie im Trance, dann wartet die Couch.

Nächsten Dienstag warten sie wieder auf mich. Erst die Treppen. Dann die Gewichte. Dann die Couch. Dienstag, ein fixer Punkt im Ablauf der Gezeiten.

Herbstanfang in Berlin

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Heute ist Herbstanfang. Das Wetter belohnt den Tag, im Gegensatz zur abgelaufenen Woche, mit einem richtig schönen Sonnentag. Obendrüber ein paar Wolken, auch mal Dunkle, aber es ist trocken und teilweise richtig warm. Wir machen uns auf in den Westen, mal sehn, ob noch iPhones im Angebot sind. Der Applestore am Ku’Damm ist gut gefüllt mit Menschen, aber die neue Generation iPhones gibt es heute nur zum anfassen, nicht zum mitnehmen. Die erste Lieferung ist komplett verkauft, wann es Neue gibt, kann niemand sagen. Ist wahrscheinlich auch besser so, am Ende wären wir nur wieder schwach geworden. Weiterlesen „Herbstanfang in Berlin“

Lummerland

Extreme Entschleunigung

Während unseres Wochenendausfluges nach Warnemünde, hatte ich die Gelegenheit einmal mit einem alten Segler in See zu stechen. Zur Warnemünde Woche ist die „Präsident Freiherr von Maltzahn“ aus Övelgönne mit ihrer Crew herübergekommen und bietet die ganze Woche dreieinhalbstündige Touren auf der Ostsee an. Das Schiff lief 1928 als Fischerboot von der Reede und fungiert heute als schwimmendes Museumsschiff. Da sie direkt vor unsere Wohnmobilnase festgemacht hat, gehe ich kurz rüber und nach einem kurzen Schnack von der Mole, darf ich an Bord kommen und mir für 35 Euro mein Ticket für den nächsten Tag mitnehmen.

Erfolgreich angeheuert - Foto: u|b
Erfolgreich angeheuert – Foto: u|b

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