In allen vier Ecken …

Eckenverschönerungsmaßnahmen in Friedrichshain - Foto: h|bEckenverschönerungsmaßnahmen in Friedrichshain – Foto: h|b

Nante, der alte Berliner Eckensteher, hätte sicher seine wahre Freude. Seit Wochen wird unser Kiez umgegraben. Zuerst wurden die Bürgersteige aufgehübscht, ordentliche Kanten gesetzt, kleine Steine neue verlegt. Buchten für künftige Pflanzen oder Bäume angelegt und Parkplätze neu ausgerichtet. Nun sind die Ecken der Kreuzung Gubener-/Torell- und Kopernikusstraße dran. Nicht dass es nötig gewesen wäre, aber irgendjemand muss einen Schönheitswettbewerb für die schönste Kreuzung Berlins ausgeschrieben haben und wir haben gewonnen. Drei von vier Ecken wurden komplett entkernt, weit in die Kreuzung hinein erweitert und zwei bereits hübsch verklinkert. Die letzte Ecke ist aktuell in Arbeit.

Nach der Fertigstellung des Kreuzungsbereiches ist ein leidiges Thema, nämlich das Parken mitten im Kreuzungsbereich und in den Kurven, faktisch unterbunden. Gut für Fußgänger und Radfahrer die sich oft zwischen den falsch geparkten Autos hindurchwinden mussten. Gerade für Kinder ein unhaltbarer Zustand. Wenn alles fertig ist kommen übrigens die Parkuhren. Der ganze Bereich zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof wird Parkzone mit Anwohnerausweisen. Wir sind schon ge-, aber auch sehr entspannt, da unser „großes“ Auto inzwischen einen sicheren Parkplatz weit weg vom Kiez hat.

Der Ruf der Steine

Der Ayers Rock in Berlin? - Foto: h|bDer Ayers Rock in Berlin? – Foto: h|b

Im Berliner Tiergarten zwischen Potsdamer Platz und dem Brandenburger Tor liegen schon seit geraumer Zeit einige große Findlinge, die aussehen, als hätte sie die letzte Eiszeit dort vergessen. Doch die Verschiedenartigkeit spricht dagegen. Es gibt einen Stein ganz in rot, eine weiteren ganz im schwarzen Granitanzug und es sieht auch nicht aus, als wäre ihre Lage dem Zufall überlassen worden. Dazu liegen sie zu dicht beieinander. Allerdings auch nicht so dicht, dass man es aus Versehen für ein zweites Stonehenge halten könnte. Ein guter Grund diese Steine vor die Kamera des PlayMo-Fotografen zu zerren. Schließlich ist heute Mittwoch: „Berlin from the ground„.

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Dorfgeschichten

Sprichwörtliche Haltung in dörflichen Gegenden - Foto: h|bSprichwörtliche Haltung in dörflichen Gegenden – Foto: h|b

Wir waren heute zum fünfzigsten Geburtstag vom Bruder meiner Frau eingeladen, keine Ahnung was der so zu mir ist, aber egal, und nach der obligatorischen Kaffeetafel, drehten wir mit Kind und Enkelkindern eine Runde um den Dorfanger. Die evangelische Kirche, in der wir uns übrigens 1977 das Ja-Wort gaben, hatten wir dabei immer im Blick. Schön auf einer Kuppe mitten im Ort gelegen, ist sie das dominante Bauwerk. Hier gibt es ihn auch noch, den klassischen Zaun aus einzelnen Holzlatten, ein Relikt meiner Kindheit. Eigentlich ist es ja gemein und überheblich ist sicher noch dazu, aber ich konnte an diesem Motiv einfach nicht vorbeigehen. Denise wusste auch sofort was ich von ihr wollte und ergänzte das Bild, so dass der in Gedanken entstandene Spruch über die „Provinz“ bildlich umgesetzt werden konnte.

Na, wer weiss, was das oberste Bild darstellen soll?

Die Kirche im Dorf lassen - Foto: h|bDie Kirche im Dorf lassen – Foto: h|b

Musikalisches Herz

Ein Stück Gold mitten in der Stadt - Foto: h|bEin Stück Gold mitten in der Stadt – Foto: h|b

Wie jeden Mittwoch gibt es heute eine neue Ausgabe von „Berlin from the ground“, der fotografischen Suche mit meinem „alter ego“ nach den fotografischen Hotspots der Stadt. Diesmal ist das „musikalische Herz“ Berlins das Ziel. Bei Sonnenschein glänzt das asymmetrische Gebäude mit den markanten Zacken wie ein Juwel unter dem blauen Himmel von Berlin. Drumherum tost der Verkehr der Potsdamer Straße, aber innen wartet eine fantastische Akustik auf die Liebhaber klassischer Musik. Für die Berliner dürfte klar sein, um welches Gebäude es sich handelt, alle anderen können sich bei einem ihrer nächsten Besuche einfach mal vom Potsdamer Platz nach Westen treiben lassen. Man kann die Berliner Philharmonie definitiv nicht übersehen.

Hochkantig

Ungewohntes Strandbild - Foto: h|b
Ungewohntes Strandbild – Foto: h|b

Wenn ich meine Bilder in Lightroom statistisch auswerten würde, wäre der Anteil an Bildern im Hochformat irgendwo in der Nähe von Null. Ich mag es irgendwie nicht. Schon die Kamera so zu drehen, um Hochformatfotos machen zu können, fühlt sich irgendwie falsch an. Bin ich da zu sehr konditioniert? Monitore sind heute alle im Quer- bis zum extremen Querformat und Hochformatfotos auf diesen Bildschirmen wirken irgendwie verloren. Selbst Portraits würde ich wohl versuchen zuerst im Querformat zu fotografieren. Als ich jetzt Ryan Keen fotografieren konnte, hatte ich den Batteriegriff an der Kamera, der das ungewohnte Format wenigstens mit dem Auslöser an der richtigen Stelle unterstützt. Trotzdem sind wenige Bilder im Hochformat dabei. Ich glaube ich muss mich mal zwingen über meinen Schatten zu springen. Bewusst Motive auszuwählen, die nur im Hochformat wirken. Vielleicht Menschen. Mal sehen, könnte spannend werden.

Ausflug ans Meer

Der erste Gang gilt stets dem Leuchtturm von Warnemünde - Foto: h|bDer erste Gang gilt stets dem Leuchtturm von Warnemünde – Foto: h|b

Mein kleiner Fotograf hat sich in Schale geworfen – fällt euch die schicke Mütze auf – und ist an die Ostsee gereist. Nach Warnemünde um genau zu sein. Wohin auch sonst. Gilt Warnemünde im Business der Kreuzfahrer doch als Hafen Berlins. So wird der Stop auch offiziell beworben. Daher darf ich mein kleines Projekt, was sich ja eigentlich auf Berlin konzentriert, auch kurz nach Warnemünde ausweiten. Der erste Weg führt natürlich wie immer zum Backbord-Leuchtturm auf der Mole. Der grüne Leuchtturm wird per Handschlag begrüßt. Bringt Glück. Glauben wir jedenfalls fest dran, daher ist es inzwischen ein festes Ritual. Weiterlesen „Ausflug ans Meer“

Gedankenspiele

Die geteilte Ostsee in Warnemünde - Foto: h|b
Die geteilte Ostsee in Warnemünde – Foto: h|b

Am Wochenende haben wir das fast schon sommerliche Wetter genutzt und sind zur Ostsee gefahren. Den Kopf freipusten lassen. Aufs Meer starren. Wenn ich dann so starre, kommen mir die merkwürdigsten Anwandlungen. Zum Beispiel wieder mal Fotos zu machen, die was mit Pictorialismus zu tun haben. Also keine Abbildung von etwas Konkretem und Wiedererkennbaren. Dazu habe ich die Kamera auf eine etwas längere Verschlusszeit gestellt, was bei strahlendem Sonnenschein ohne Graufilter gar nicht so einfach ist, und sie dann während des auslösens bewegt. Beim ersten Bild in der horizontalen Ebene, beim zweiten Bild in der Vertikalen. Das Ergebnis transportiert ganz gut meine Stimmung.

Waldimpressionen zwischen Warnemünde und Wilhelmshöhe - Foto: h|b
Waldimpressionen zwischen Warnemünde und Wilhelmshöhe – Foto: h|b

Berlin from the ground #1

Berlin fest im Blick - Foto: h|bDer lange Schatten des Fotografen reicht bis nach Kladow – Foto: h|b

Bevor die einfachen „Locations“ an der Reihe sind, biete ich zum Auftakt meines Projektes ein kleines Rätsel für Berlinkenner. Mein „Alter Ego“ hat sich am vorletzten Wochenende auf den Weg gemacht um etwas Bestimmtes zu finden. Einen Hotspot, einen magischen Punkt. Er ist gut versteckt und nur mit etwas Spürsinn und offenen Augen zu entdecken. Touristen verirren sich eher selten hierher, auch wenn sich ganz in der Nähe ein etwas „schräger“ Touristenmagnet befindet. Die umliegenden Gebäude versprühen den Charme der 70er Jahre, Satelittenschüsseln auf den Balkonen, dazwischen Grünanlagen. Schöner Wohnen im sozialen Wohnungsbau. Wer möchte kann schon mal ein bisschen mitraten, die Auflösung in Form eines längeren Artikels gibt es am Freitag.