Schwarz 14/52

Der Versuch den Mars in der Nacht aus der Hand zu fotografieren. Viel schwarzes All und ein leuchtender Riss in der Matrix

Was kann es Schwärzeres geben, als das uns umgebende All. Wenn wir in der Nacht unseren Blick nach oben richten, sehen wir – je nach Grad der Lichtverschmutzung – zwar eine Menge Sterne funkeln, aber dazwischen ist nichts als absolute Schwärze.

Als ich in Isla Cristina den Vollmond fotografiert habe, stand auch der Mars sehr günstig, aber verglichen mit einem hell leuchtenden Vollmond, nur schwer zu fotografieren. Versucht habe ich es trotzdem, aber bei dem oben zu sehenden Bild habe ich dann die Geduld verloren und während des Aufnahmeprozesses von ca. 1 Minute die Kamera bewegt.

Kann man machen, aber dann kommt so ein Unsinn heraus, der eher an einen Riss in der Matrix erinnert, als ein Bild vom Mars. Aber so kann ich es wenigstens nutzen für die Aufgabe #schwarz der #52WochenFotoChallenge von Norbert Eder.

Superblocks

Luftbild von Barcelona (aus dem Flugzeug)

Während sich Berlin nach der Wiederholungswahl mal wieder im politisch, kleinlichen Hickhack verliert, Bestrebungen zur Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer als „grünes Bullerbü“ diffamiert wird und dafür lieber wieder Verkehrskonzepte aus dem letzten Jahrhundert aus der Schublade holt, wie massiver Ausbau der U-Bahn und Weiter- und Neubau von Stadtautobahnen, sind Städte wie Amsterdam, Paris und Barcelona bereits den entscheidenden Schritt weiter. Barcelona haben wir ja am Ende unserer Wohnmobiltour besucht und ich konnte mir selbst ein Bild machen, was dieser Umbau bedeutet

In Barcelona hat man erkannt, dass es zur Lebensqualität in einer Stadt dazugehört, auch andere Verkehrsteilnehmer als Autofahrer in den Fokus zu stellen. Aber hier in Berlin wird ja immer so getan, als wären die armen Autofahrer eine aussterbende Spezies und müssten unter Schutz gestellt werden. „Berlin, lass dir das Auto nicht verbieten“, stand auf den Plakaten der CDU und hat anscheinend verfangen, wurde sie doch bei der Wiederholungswahl stärkste Partei. Allerdings überwiegend an den städtischen Rändern.

Weiterlesen „Superblocks“

Angst 13/52

Eine - vermutlich - obdachlose Frau in Barcelona

Angst ist ja in der Regel ein sehr subjektives Gefühl, also es betrifft einen meist selbst. Daher gar kein so einfaches, fotografisches Thema für die #52WochenFotoChallenge. Was mir persönlich am meisten Angst macht, ist Obdachlosigkeit. Nicht dass ich aktuell in Gefahr schwebe meine Wohnung zu verlieren – obwohl das heutzutage sehr schnell gehen kann – aber Obdachlosigkeit ist gerade in Städten sehr präsent. Man beschäftigt sich zwangsweise damit.

Ich kann mir so ein Leben nicht mal ansatzweise vorstellen, immer auf der Suche nach einem Schlafplatz und etwas Geld für Essen oder Trinken. Das wenige Hab&Gut in einem Einkaufswagen, oder Rollkoffer. Wohin wenn es regnet, oder im bitterkalten Winter? Ich würde das vermutlich nicht lange überleben. Ich wünsche und hoffe, dass ich nie in eine Notlage geraten möge, die mich dazu zwingen würde auf der Straße zu leben. Ich bin sehr dankbar, dass es mir gut geht, ich ein Dach über dem Kopf habe und immer ausreichend zu Essen und zu Trinken.

Alpenblick

Ein rotes Ruderboot auf dem Bodensee vor den Schweizer Alpen

Zum Abschluss unserer 6-monatigen Überwintern-Tour haben wir unsere Freunde in Überlingen am Bodensee besucht. Bei unserem letzten Besuch im Herbst war es grau und neblig, aber diesmal scheint die Sonne und bereits der Blick bei der Einfahrt von oben nach Überlingen hinunter ist atemberaubend. Der Bodensee liegt vor uns und im Hintergrund zum Greifen nahe grüßt die Alpenbergkette in der Schweiz. Wahnsinn.

Weiterlesen „Alpenblick“

Ein ganzes, halbes Jahr

Schlumpffigur auf einem Holzpfosten der mit einem Seil mit anderen Pfosten verbunden ist

Auf den (kalendarischen) Tag genau, leben wir jetzt ein halbes Jahr in unserem Wohnmobil. Aufgebrochen zur „Schlumpftour“ in Berlin am 8. September 22 haben wir bis heute eine Strecke von rund 8000 km zurückgelegt. Unsere Stationen dabei waren (u.a) …

Berlin – Coswig – Okriftel (Familie) – Salzburg – Wörthersee – Krk – Venedig – Reschenpass – Überlingen (Freunde) – Kehl – Koblenz – Besse (Familie) – Kassel – Freiburg – Villefranche-sur-Saone – Marseillan Plage – Mataro (Barcelona) – Peñíscola – Calpe – Los Alcazares – Ardales (Caminito del Rey) – Torremolinos (Malaga) – Roquetas de Mar – Manilva – Gibraltar – Cadiz – Isla Cristina – Luz (Portugal) – Manta Rota – Tarifa – Cabo de Gata – La Manga – tbc. Aktuell stehen wir den letzten Tag in Peñíscola unserem jeweiligen Start- und Endepunkt unserer bisherigen Überwinterungen in Spanien.

Weiterlesen „Ein ganzes, halbes Jahr“

Lachsfarben

Flamingos in Calpe

Langsam nähert sich unser Aufenthalt in Spanien dem Ende. Nach fast einem halben Jahr unterwegs in südlichen Gefilden, besuchen wir zum Schluss nochmal Calpe. Auch wenn sich durch Neubauten von immer neuen Hochhäusern, eins wird gerade direkt neben unserem Campingplatz hochgezogen, das Bild von Calpe immer mehr verändert, gibt es doch eine Konstante: Die „Les Salinas“ mit ihren Flamingos.

Weiterlesen „Lachsfarben“

Reflexion 8/52

Der Ifach in Calpe spiegelt sich in einer Fensterfront

Im Rahmen der #52WochenPhotoChallenge steht heute das Thema „Reflexion“ auf dem Programm. Dafür braucht es entweder Spiegel, Pfützen, Metall, oder eben Fenster die mit schwarzer Folie abgedeckt sind, weil im Restaurant gebaut wird. Da ich mir diese Woche eine weitere Aufgabe gestellt habe, nämlichen den bekannten Felsen in Calpe, Spanien, den Ifach, immer wieder zu fotografieren, aber mit unterschiedlichen Umgebungen, Vordergründen, Rahmen, bot sich auch die Reflexionsaufgabe entsprechend an. Neben dem Titelbild – der eigentlichen Aufgabe – hier noch drei Variationen des Themas.

Weiterlesen „Reflexion 8/52“

Der Mandelzweig

Mandelblüte in Portugal

Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht vergeht, so viel Blut auch schreit, achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht. Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt, das bleibt mir ein Fingerzeig für des Lebens Sieg.“
Quelle: Schalom Ben-Chorin, 1942

Weiterlesen „Der Mandelzweig“

Durch den Monsun

Foto auf einen Autospiegel im Regen von innen

Gestern sind wir auf unserer 2. Überwinterer-Tour wieder an der Wasserscheide zwischen Atlantik und Mittelmeer in Tarifa angekommen. Bei blauem Himmel haben wir Stadt und Strand erkundet und konnten Abends noch gemeinsam einen farbenfrohen Sonnenuntergang genießen. Die Wetter-App wies uns aber bereits daraufhin, dass morgen, also heute mit Regen zu rechnen sei. Ein kleines Tief über dem Mittelmeer kündigte sich an. Auch gut, dann würde endlich mal der Staub von unserem Wohnmobil gewaschen.

Weiterlesen „Durch den Monsun“

Arbeit 6/52

Brotverkäufer in Essauira, Marokko

Um den nächsten Begriff der #52WochenFotoChallenge bildlich umzusetzen, musste ich diesmal in mein Archiv greifen. Den verschmitzten Brotverkäufer haben wir in Essaouira in Marokko getroffen. Dort fuhr er mit seinem Korb am Roller über die Wallanlage – auf der schon Game of Thrones gedreht wurde – und versuchte sein Fladenbrot an den Mann oder die Frau zu bringen. Meine Bildinterpretation ist das verträumte Prüfen der Qualität des Brotes mit geschlossenen Augen, aber wahrscheinlich habe ich einfach nicht aufgepasst, dass er die Augen im Moment des Abdrückens aufhatte. Wäre sicher noch besser gewesen.