Blühende Landschaften

Schneeglöckchen

Die Sonne beginnt so langsam die ersten Blumen aus der Erde hervorzulocken. Der Schlosspark Biesdorf ist an manchen Stellen bereits flächendeckend mit einem Teppich aus Minikrokussen bedeckt, was ein sehr schönes Bild ergibt. Leider nur für die Augen, die Menge der Blumen lässt sich mit der Kamera schlecht einfangen. Daher ist es besser ins Detail zu gehen und dabei auch bereits die ersten fleissigen Bienen zu überraschen, die mit dickem Blütenstaub an den Beinen von Blume zu Blume schwirren und so für deren Befruchtung sorgen. Ein Fest für die Augen. Wer dann noch Zeit hat, sollte sich die Ausstellung „Fernwärme“ anschauen, ein Projekt der Ostkreuzschule anlässlich des 40jährigen Bezirksjubiläums.

Kontemplation

Anstatt sich heute der Sammlung von Massen hinzugeben, zum Beispiel auf dem MyFest in Kreuzberg, ging unsere Überlegung zu etwas mehr Abgeschiedenheit und Besinnung. Die Gärten der Welt in Berlin bieten genügend Platz und Gelegenheit zur Reflexion, sei es auf dem Wasser des chinesischen Pavillons, über den Zengärten des japanischen Gartens, oder in den Spiegeln in der Nähe des Haupteingangs. Zunächst lud jedoch ein englisches Cottage zur Einkehr, und wir richteten unsere Konzentration ganz auf die Versenkung von Kaffee und leckeren Kuchen. Bei der tieferen Betrachtung der farbenfrohen Blumen und Blüten im Laufe unseres weiteren Spaziergangs kamen wir uns vor wie in einer herrlichen Andacht in Gottes Natur, über uns nur der weite, blaue Himmel, als Dach der einen, großen Welt.

Das heilige Wort – Foto: h|b

Um mir ein wenig folgen zu können, hier eine Auswahl der Fotos vom heutigen Spaziergang zum nachmeditieren. Und wer es vielleicht bemerkt hat, alle unterstrichenen Worte im Text sind Synonyme des Wortes Kontemplation. Sagt der Duden. Musste nur noch den Text drumherum schreiben 😉

Schneeglöckchen

Seit letztem Jahr hängen Bilder von mir im Cafe Victoria im Botanischen Garten von Berlin. Unser Fotoklub – die Kreuzberger Fotografen – haben dort eine Art Belegungsrecht und das letzte Thema „Berlin, anders gesehen“, ist aktuell dort zu sehen. Berliner Fotomotive, jenseits der klassischen Touristenfotos. Wer zufällig mal dort vorbeikommt, kann sich bei Kaffee und leckerem Kuchen stärken und die Bilder anschauen.

Ausstellung Cafe Victoria – Foto: h|b

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Spazierwege

Rapsfeld mit Wanderweg und Spaziergänger mit Hund

Wege winden sich durch die Natur und ermöglichen uns das leichtere durchqueren eben jener. Auf dem Land trifft man sie oft noch in ihrer urtümlichen Struktur, in der Stadt heißen sie Straßen und dienen eher dem motorisierten Verkehr, denn dem gemütlich dahinschlendern. In diesem Sinne eine schöne Woche und findet euren eigenen Weg.

Foto: Olympus OM-D E-M-5II, 12-40 / 2.8 PRO

Durch die Lüfte

Pusteblume mit fliegenden Samen

Pflanzen haben ein wichtiges Ziel: Nicht aussterben! Überleben! Mehr werden! Bei den meisten Blumen übernehmen diese Aufgaben kleine Helferlein wie Bienen, Hummeln und andere Insekten, in dem sie von Blüte zu Blüte fliegen, den süßen Nektar schnabulieren und sich dabei mit Pollen bekleckern. Den schleppen sie dann zur nächsten Blüte, weiter zur nächsten Blüte und so weiter und so weiter, und sorgen so dafür, dass das alles funktioniert.

Pusteblume im Gegenlicht
Warten auf den richtigen Wind – Foto: h|b

Anders ist es beim Löwenzahn. Der ist erst eine schöne, gelbe Blume, metamorphisiert sich dann aber zu einem runden, puscheligen Knäuel von kleinen, weißen Fallschirmen. Diese lösen sich beim leisesten Windhauch und fliegen fort. Unter dem Fallschirm hängt der Samen und wo er landet, entsteht neues Löwenzahnleben. Ein perfekter Kreislauf unterstützt durch die Kräfte der Natur.

Bei dem Titelfoto mussten wir allerdings etwas nachhelfen, da der natürliche Wind gerade Pause hatte. Aber die Pusteblume hat ihren Namen ja nicht umsonst 😉

Fotos: Olympus OM-D E-M-5II, 12-40 / 2.8 PRO

Welttage

Bäume am Olbersdorfer See

Gefühlt scheint es gerade eine Invasion der „Welttage“ zu geben. Jeder Tag ein anderer Welttag. Heute konkurrieren zum Beispiel die Bäume und die Pinguine miteinander. Da es in unseren Breitengraden mit Pinguinen etwas dünn bestellt ist, wir andererseits aber nichts so viel haben, wie Bäume, bietet sich dieses Motiv geradezu an. Das Bild zeigt eine bestimmte Baumart – hab leider vergessen welche – am Olbersdorfer See in Zittau.

Ein weiterer Welttag, nämlich der „Internationale Tag gegen Lärm“ findet übrigens morgen statt. Wie wir inzwischen wissen, macht zu viel Lärm die Menschen krank. Am Olbersdorfer See kann man die Ruhe noch genießen, außer Vogelzwitschern und dem Rauschen des Windes ist in der Vorsaison nicht viel zu hören. Leider wird das in der Hochsaison nicht so bleiben. In den umliegenden Wäldern, fernab des Trubels, findet man aber sicher immer ein Ruheplätzchen, vielleicht sogar mit Aussicht auf See und Zittau.

Blick auf Zittau über den Olbersdorfer See
Blick auf Zittau von der Helmut-Sattler-Aussicht – Foto: h|b

Frostblumen

Gelbe Blume mit Eiskristallen

Der diesjährige „Winter“ fordert den Berlinern wieder mal alles ab. Zwar kein schneidender Wind aus Sibirien, der einen sonst beim Gang über die Warschauer Brücke Erfrierungen beschert, aber frostige Temperaturen aus Skandinavien. Die bringen Graupel, Nachtfrost und halten uns Mitte April weiterhin davon ab, die Wintersachen endlich einzumotten. Das alles kann den jungen Blüten zum Verhängnis werden, die den ersten warmen Sonnenstrahlen bereits vertraut haben. Aber die Natur weiß sich da sicher zu helfen.

Hummel, Hummel

Der ganze Kirschbaum ist erfüllt von einem Brummen und Summen, das von überall herzukommen scheint. Geschäftig fliegen die dicken Hummeln von Blüte zu Blüte, um den Nektar zu trinken und ganz nebenbei den Akt der Bestäubung durchzuführen. Albert Einstein hat einmal die These aufgestellt, dass „…wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben hat. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Keine guten Aussichten. Weiterlesen „Hummel, Hummel“

Knospenflut

Kaum zeigt sich die Sonne länger als ein paar Minuten mit all ihrer Lebenskraft, knospt und blüht es an allen Enden. Wie die Menschen, hat auch die Natur nur darauf gewartet endlich wieder aufzublühen, den kalten Winter abzuschütteln und den Frühling zu genießen. Bei Temperaturen um die zwanzig Grad in Berlin, fühlt es sich fast schon ein wenig sommerlich an.

Fotos: Olympus OM-D E-M5II / 12-40/2.8

Frühlingsversuch

Laut „Timehop“ hatten wir am heutigen Frühlingsanfang in Berlin in den letzten Jahren sowohl angenehme Temperaturen mit leuchtenden Frühlingsblumen, frechen Eichhörnchen (vor 2 und 3 Jahren) als auch Schnee mit den weißen Nächten von Berlin (vor 4 Jahren), alles dabei. Dieses Jahr ist es eher die Kälte und regnerische Nummer. Die Temperaturen schaffen es nicht wirklich an der 10 Grad Marke zu kratzen und der Regenschirm ist in den letzten Tagen der ständige Begleiter der Berliner.  Laut meiner Wetter-App soll es aber endlich aufwärts gehen. Für nächstes Wochenende sind immerhin Sonne und frühlingshafte Temperaturen angekündigt. Ick freu mir.

Foto: Olympus E-M5II, LUMIX 35-100/2.8