Der diesjährige „Winter“ fordert den Berlinern wieder mal alles ab. Zwar kein schneidender Wind aus Sibirien, der einen sonst beim Gang über die Warschauer Brücke Erfrierungen beschert, aber frostige Temperaturen aus Skandinavien. Die bringen Graupel, Nachtfrost und halten uns Mitte April weiterhin davon ab, die Wintersachen endlich einzumotten. Das alles kann den jungen Blüten zum Verhängnis werden, die den ersten warmen Sonnenstrahlen bereits vertraut haben. Aber die Natur weiß sich da sicher zu helfen.
Hummel, Hummel
Der ganze Kirschbaum ist erfüllt von einem Brummen und Summen, das von überall herzukommen scheint. Geschäftig fliegen die dicken Hummeln von Blüte zu Blüte, um den Nektar zu trinken und ganz nebenbei den Akt der Bestäubung durchzuführen. Albert Einstein hat einmal die These aufgestellt, dass „…wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben hat. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Keine guten Aussichten. Weiterlesen „Hummel, Hummel“
Knospenflut
Kaum zeigt sich die Sonne länger als ein paar Minuten mit all ihrer Lebenskraft, knospt und blüht es an allen Enden. Wie die Menschen, hat auch die Natur nur darauf gewartet endlich wieder aufzublühen, den kalten Winter abzuschütteln und den Frühling zu genießen. Bei Temperaturen um die zwanzig Grad in Berlin, fühlt es sich fast schon ein wenig sommerlich an.
Fotos: Olympus OM-D E-M5II / 12-40/2.8
Frühlingsversuch
Laut „Timehop“ hatten wir am heutigen Frühlingsanfang in Berlin in den letzten Jahren sowohl angenehme Temperaturen mit leuchtenden Frühlingsblumen, frechen Eichhörnchen (vor 2 und 3 Jahren) als auch Schnee mit den weißen Nächten von Berlin (vor 4 Jahren), alles dabei. Dieses Jahr ist es eher die Kälte und regnerische Nummer. Die Temperaturen schaffen es nicht wirklich an der 10 Grad Marke zu kratzen und der Regenschirm ist in den letzten Tagen der ständige Begleiter der Berliner. Laut meiner Wetter-App soll es aber endlich aufwärts gehen. Für nächstes Wochenende sind immerhin Sonne und frühlingshafte Temperaturen angekündigt. Ick freu mir.
Foto: Olympus E-M5II, LUMIX 35-100/2.8
Eine Rose ist eine Rose
Ich weiß ja nicht wie es euch so geht, aber mir schlagen die immer neuen Aufnahmen eines Donald T., der diabolisch grinsend, schon wieder ein neues, von ihm grad unterschriebenes, Dekret in die – scheinbar – immer selbe Kamera hält, irgendwie aufs Gemüt. Im Halbkreis dahinter eine finster blickende Armee seiner Zombies, keine Miene verziehend. Egal ob Mauerbau, Einreiseverbot für Muslime, Streichung der Gelder zur Schwangerschaftsaufklärung, Abschaffung von Obamacare, …. Es ist nicht das Procedere als solches, das machten vor ihm schon andere Präsidenten, aber die Art wie es zelebriert wird, hat für mich etwas Beängstigendes. Das „wir werden euch schon spüren lassen, dass ihr nicht an mich geglaubt habt, jeden Tag, jeden Moment. Wir sind die Sieger und ihr die Verlierer, that’s Business“. Und genau das drücken die Bilder für mich aus.
Daher zeige ich euch nun zur Abwechslung – und um den Kopf von diesen Bildern zu befreien – eine unschuldige Blume als Symbol für eine schönere Welt, ohne trotzige Kindsköpfe an den Schalthebeln der Macht. Sie hat Dornen und kann sich wehren. Am Besten wir tun es ihr gleich. Wir haben ja dieses Jahr noch Gelegenheit dazu.
Olympus O-MD E-M5II – Lumix 35-100/F2.8 – 100mm – 1/200 f/2,8 – ISO 2500
Strandhafer
Wie wichtig die Befestigung der Dünen am Warnemünder Strand sind, hat sich vor 14 Tagen gezeigt, als die Ostsee wider Erwarten, statt 1.20 stolze 2 Meter anstieg. Der wirklich große Strand war bis zu den Dünen mit Wasser gefüllt. Der Strandhafer ist einer der Garanten dafür, das der Sand sich verfestigt und auch bei starkem Wind oder Sturm nicht verweht wird. An der Nordsee ist das so wichtig, dass es bei Strafe verboten ist, solche Bereiche zu betreten. Ganz so streng ist es hier nicht, allerdings verhält sich die Ostsee, von einigen Wetterphänomenen abgesehen, auch nicht ganz so wild wie die rauere Nordsee. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt.
Rot-Rot-Grün
In diesen bunten Buchenblättern am herbstlichen Weißensee, spiegelt sich nicht nur die Abendsonne, sondern auch die neue Koalition in Berlin wider. Die will die Stadt endlich wieder den entscheidenden Schritt nach vorn bringen. Mehr IT Innovation, erschwingliches Wohnen, Neuausrichtung des Verkehrs, Erhaltung der kulturellen Vielfalt, Ausbau maroder Schulen, bessere Austattung von Behörden, Polizei und Ämtern und vieles mehr. Fünf Jahre haben sie sich dafür Zeit gegeben. Also noch fünf mal bunte Blätter am Weißensee, dann wissen wir, was aus den Plänen geworden ist.
Farbenpracht
Die Farben der Bäume im Herbst sind so bunt und leuchtend und kaum von einer anderen Jahreszeit zu toppen. Leider ist die Zeit relativ kurz und auch nur schön anzusehen, wenn die Sonne dazu scheint. Davon hatte es in diesem Herbst noch nicht so viel, noch dazu begann das bunte Herbstlaub dieses Jahr relativ spät, da der Oktober noch eher sommerlich war. Inzwischen findet sich das bunte Laub lediglich als Matsch auf Plätzen und Straßen.
Faszination Greifvögel
Möchte man bei diesem Wetter nicht auch einfach durch die Lüfte segeln, den kühlen Wind in der Höhe spüren, sich mit der Thermik treiben lassen? Der alte Traum der Menschen – Fliegen zu können. Das erklärt sicher die Faszination, die Flugschauen mit Greifvögeln ausmachen. Gebannt starren die Zuschauer auf die majestätisch dahingleitenden Greifvögel, deren Augen nichts zu entgehen scheint. Weiterlesen „Faszination Greifvögel“
Sonnentau
Um mich etwas aufzutauen, besuchte ich letztens im Botanischen Garten zwischendurch die Tropenhäuser. Das erste was beschlug war natürlich meine Kamera, also erstmal etwas akklimatisieren und Jacke aus. Fotografisch eher nicht so spannend das viele grüne Blattwerk der tropischen Bäume. Interessanter dagegen das kleine aber feine Gewächshaus mit den fleischfressenden Pflanzen, den „Insektivoren“. Die Fütterungszeit stand wohl noch aus, alle Pflanzen taten nämlich ihr Bestes, um Nahrung, sprich Insekten, anzulocken. Der Sonnentau macht das mit feinen „Tautropfen“, die aber dummerweise klebrig sind und sich nach dem Erstkontakt und der daraus entstehenden Hektik des kleben gebliebenen Opfers, noch zusammenrollen. Der Rest ist Verdauung.



