Lindaunis Schleibrücke

Lindaunisbrücke mit Gebäuden

Egal ob Bahn, Auto, Fahrrad oder Fußgänger, „One fits all“ heißt es bei der rund 130 Meter langen Lindaunis Schleibrücke. Sie verbindet die Landkreise Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde und liegt auf der Strecke Kiel-Flensburg. Grundsätzlich ist es eine Eisenbahnbrücke und gehört daher auch der DB Netz AG. Seit 1924 ermöglicht sie an dieser Stelle die Überquerung der Schlei. Mit ihren fünf Metern Breite ist sie so schmal, dass alle Verkehrsteilnehmer:innen die Fahrbahn gemeinsam nutzen müssen. Wer von der Ostseeküste kommt und ein Stück Kuchen im Landarzthaus essen möchte, muss also über die Brücke. Wenn sie grad hochgeklappt ist, heißt es warten.

Lindaunisbrücke über der Schlei
Lindaunisbrücke über der Schlei – Foto: h|b
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Lückenschluss

U-Bahn verwischt in einem Bahnhof

Letztes Jahr im Dezember wurde aus der Stummelbahn U55 die U5 und mit der kann man seit dem zwischen Alex und Brandenburger Tor durchfahren. Ursprünglich sollte die neue Verbindung bereits 2017 in Betrieb gehen, aber wie das so ist mit Tunnelbau. Viele unerwartete Dinge traten zu Tage, die die Tunnelbohrmaschine Bärlinde auf 1650 Metern wegräumen musste. Die Eröffnung fiel Dank Corona leider aus und auch die Station „Museumsinsel“ ist noch nicht eröffnet. Die steht für diesen Sommer an.

Letzte Woche bin ich dann auch wieder – nach gut einem Jahr – mit dem ÖPNV gefahren, da wir uns mit dem Fotoclub an der Museumsinsel treffen wollten, um ein wenig zu fotografieren. Und von Friedrichshain eignet sich dafür am Besten die U5. Bis zum Alex hatte früher die Kurzstrecke von der Station Weberwiese gereicht, für den kleinen Hüpfer bis zum „Roten Rathaus“ ist nun ein normales Ticket erforderlich. Aber die Kosten von rund 500.000.000 € müssen sich ja auch irgendwann amortisieren.

Zwei U-Bahnen in einem U-Bahnhof in Berlin
U-Bahn Station Rotes Rathaus – Foto: h|b

Die Fotos entstanden nach dem kleinen Fotowalk in der Station „Rotes Rathaus“ mit der Olympus OM-D E-M5 II und dem 12-40/2.8 m.Zuiko. Die Exifdaten: ISO 100, Blende 14 und 2 Sekunden Belichtung. Aufgelegt auf ein Kästchen an der Wand. Dann nur noch Warten bis die U-Bahn kommt 😉

insideBER

Terminal 1 am BER

Am Sonntag habe ich mir den neuen Hauptstadtflughafen BB Willy Brandt mal angesehen. Zünftig will ich mit dem neuen FEX, dem Flughafenexpress, anreisen, doch Personen am Gleis können das erfolgreich verhindern. Der FEX fährt zurück nach Schönefeld „alt“ und von dort geht es dann mit der S-Bahn weiter. Die S45 ist die neuste Baureihe der Berliner S-Bahn und entspricht dem aktuellen Standard anderer Städte, echt schick.

Mit mir sind eine Menge Leute unterwegs, alle mit Maske im Gesicht, sehr vorbildlich. Was allerdings fehlt: Passagiere. Keine Koffer, keine Aufregung, nur Touristen, die sich am Sonntag mal den neuen Flughafen ansehen wollen. So wie icke. Wie es sich heutzutage gehört, ist der der BER hervorragend an den ÖPNV angebunden und vom Tiefbahnsteig kommend stehe ich ein paar Minuten später mitten unter dem „Magic Carpet“ im T 1.

Auch hier kaum Passagiere, allerdings fliegen an diesem Sonntag auch nur eine Handvoll Maschinen ab. Mit meinem vorab gebuchten Onlineticket für die Besucherterrasse lasse ich die lange Schlange der auf ein Ticket wartenden links liegen und stehe kurz danach im Freien mit Blick auf die orangen Maschinen der EasyJet Flugzeuge die das Vorfeld farblich dominieren. Weit hinten hat die Lufthansa ihre Maschinen geparkt, die aktuell wegen Corona nicht gebraucht werden.

Am Ende schieße ich noch ein paar Detailfotos des in angenehmen warmen Holztönen gehaltenen Terminals und muss feststellen: Es fühlt sich ganz normal an. Ein Flughafen wie man ihn auch anderswo auf der Welt finden würde. Unaufgeregt, unspektakulär, aber weiter kurze Wege zu den Gates. Passt irgendwie zu Berlin.

Hier wie immer ein paar Impressionen für alle, die vielleicht mal hier starten oder landen werden …

Kurvenradius

Tramlinie aus der Luft

Die Vogelsicht ist ja das, was einem in der Regel verwehrt bleibt, solange man eben kein solcher ist. Mit einer kleinen Drohne kann man den Blick aber problemlos simulieren, auch wenn man nicht selbst am Himmel schwebt. In Friedrichshain, direkt neben dem Skaterpark den ich hier schon mal vorgestellt habe, fährt die M13 in einem großen Bogen von ihrer letzten Haltestelle zu ihrem neuen Startpunkt, um ihre Reise durch halb Berlin kurze Zeit später wieder anzutreten. Eingebettet in einen kleinen Steinpark durchquert sie quietschend den Helsingforser Platz um sich neben dem REWE wieder aufzustellen. An dem Platz liegt auch meine Lieblingsfotogalerie, die „fotogalerie.berlin“ die leider auch aktuell geschlossen hat. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr auch den Fotografen. Natürlich aus der Vogelsicht.

Foto: DJI Mavic Mini

Revaler Spitze

Revaler Straße in Berlin-Friedrichshain

Nein, hier wird nichts geklöppelt und es eignet sich auch nicht als Untersetzer. Aber es tut sich was entlang der Revaler Straße. Während am Anfang der Straße noch um jeden Meter kulturellen Freiraums gekämpft wird, bildet sich am Ende, in der Revaler Straße 28-31, ein neues Gebäude, die Revaler Spitze.

Leider werden dort keine dringend benötigte Wohnungen entstehen, sondern wie so häufig, Büros, Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen, das klassische Friedrichshainer Gemisch mit der vermutlich besten Rendite. Anderseits ist es vermutlich durch die direkte Nachbarschaft zur S-Bahn auch nicht ganz einfach dort Wohnungen auf den Markt zu bringen, Der Gebäuderiegel wird aber sicherlich den bereits dort bestehenden Wohnungen einen Schallschutz bieten und damit die Wohnqualität erhöhen.

Beim Kiezspaziergang sind viele Entwicklungen zu sehen und ich werde in den weiteren Beiträgen mal auf das eine oder andere näher eingehen und auch die Entwicklung begleiten. Die Revaler Spitze soll übrigens in 2021 fertig gestellt sein. Vielleicht gibt es ja bis dahin sogar einen neuen Berliner Flughafen. Aber wer glaubt schon an Wunder.

(R)Ostkreuz

Blick auf den Bahnhof Ostkreuz

Nach gut 12 Jahren Bauzeit ist aus dem Bahnhof „Rostkreuz“ nun ein schmucker neuer Umsteigebahnhof geworden. Er ist noch nicht ganz fertig, Abfertigungsgebäude, Vorplatz, Fahrradparkhaus und einige kleine Dinge fehlen noch, aber seit heute sind alle Gleise des Bahnhofs Berlin-Ostkreuz – wie er jetzt offiziell heißt – in Betrieb. Es gibt Regionalbahnsteige, einen S-Bahnsteig Richtung Stadt, einen für die Fahrt ins Grüne und die Ringbahn mit ihrer weithin sichtbaren Glashalle und dem Bahnhofsnamen. Keine Verwirrung mehr, eindeutige Reisendenführung. Hinsichtlich der Anzahl der abfahrenden Züge als auch von den Fahrgastzahlen her ist er einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Deutschlands. Weiterlesen „(R)Ostkreuz“

Neue Zeit

Der erste der beiden, um 12. 17 in München gestarteten, ICE 3 erreicht um kurz vor 16 Uhr den Bahnhof Berlin Südkreuz. Also nach genau 3.38 Minuten Fahrzeit. Fast einmal durch Deutschland, oder wie auf einem Schild bei der Abfahrt in München etwas despektierlich stand, „Sauschnell zu den Saupreißen“.

Der ICE 3 bei der Einfahrt in den Bahnhof Südkreuz – Foto: h|b

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Rote Liste

Zauneidechse auf Blättern

Am Wochenende war ich mit meiner Enkelin in der Nähe von Frankfurt auf einer alten und stillgelegten Eisenbahnstrecke unterwegs. Schwellen, Schienen, Schotter, alles noch da und jede Menge Geraschel neben der Strecke. Lange Zeit haben wir uns die Augen aus dem Kopf geschaut, um zu sehen wer da raschelt. Mäuse? Käfer? Aber nein, es waren Eidechsen. Kleine, etwas länger als ein Finger.

Das es sich dabei um die gefährdete Zauneidechse handelt, habe ich heute morgen über Bilder aus der Presse erfahren, da viel Geld dafür verwendet wird, sie bei Stuttgart 21 umzusiedeln. Jede für mehrere 1000€, insgesamt werden rund 15 Millionen Euro für die Umsiedlung aufgewendet. Scheinbar liebt die Zauneidechse Bahngelände, obwohl es dort eigentlich gar keine Zäune gibt. Die Zauneidechse steht jedenfalls in Deutschland auf der roten Liste in der Vorwarnstufe.

Foto: Olympus OM-D E-M5 II – Lumix 35-100 / f2.8 – 1600stel

Mitten im Nichts

Berlin Hauptbahnhof

Eigentlich fehlten damals nur noch die Steppenläufer, um die die Einsamkeit am Berliner Hauptbahnhof zu unterstreichen. Vielleicht noch ein paar Takte eines Songs von Ennio Morricone, perfekt. Wie ein Solitär stand der heute vor genau 10 Jahren eröffnete Berliner Hauptbahnhof im Nichts. Rechtzeitig zur WM war er fertig geworden, unvergessen das spektakuläre runterklappen der Bügelbauten. Das große Feuerwerk zur Eröffnung mit tausenden, feiernden Menschen. Berlin hatte wieder einen echten Hauptbahnhof.

Heute stehen die Hotels und Bürobauten bereits so dicht um den Bahnhof, dass man ihn aus mancher Sichtachse kaum noch sehen kann. Vergessen inzwischen die Nörgeleien über den unfertigen Bahnhof, die fehlenden Anbindungen und herunterfallende Bauteile nach einem Orkan. Der Hauptbahnhof pulsiert, auf zwei Ebenen fahren die Züge fast im Minutentakt, dazwischen täglich tausende Reisende auf Rolltreppen und Bahnsteigen. Gesteuert von einem unsichtbaren Dirigenten.

Herzlichen Glückwunsch lieber Hauptbahnhof, wir sehen uns auf deiner Geburtstagsfeier am Samstag.