Hatte ich an meinem ursprünglichen Waldesrand so viele Insekten gefunden, dass ich gar nicht wusste, wen oder was ich alles fotografieren sollte, war mein Besuch an unserem heimischen Bach anfangs eher frustrierend. Es war zum Einen sauheiß, zum Anderen hielten sich die Insekten bedeckt.

Ich hatte gehofft vielleicht eine schicke Libelle zu treffen, die halten sich doch in Bachnähe auf, aber leider keine Libellen. Vielleicht war es denen auch zu heiß. Würde ich verstehen. Ein paar fleißige Bierchen summten herum, aber dass ist ja nun nichts außergewöhnliches.

Als ich schon frustriert aufgeben wollte, bemerkte ich aus den Augenwinkeln einen hübschen Falter. Hatte ich so einen schon fotografiert? Glaube nicht, also vorsichtig anpirschen, zack, Falter weg. Aber was braucht man bei der Naturfotografie? Geduld. Also stehen bleiben, schwitzen und warten.

Als er dann wieder auftauchte, konnte ich den Distelfalter, um so ein Exemplar handelte es sich nämlich, leider nur von hinten aufnehmen. Besser wäre aus Fotografensicht natürlich von vorn oder von der Seite.
Als ich dachte, okay, das wars, weg isser kam er noch mal zurück und jetzt blieb er länger an einem Fleck sitzen. Schön von der Seite, gut für die Schärfentiefe, brilliant in den Farben. Ein perfektes Model.
Ich hab mich am Ende artig bedankt, dass er mir eine große Freude an diesem heißen Sommertag gemacht hat, hab meine Sachen gepackt und bin beschwingt nach Hause gegangen. Besser konnte es heute nicht mehr werden.
Alle Fotos mit der Olympus OM-D E-M1 III und dem m.zuiko 12-100 / 4.0


Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) wächst bei euch ausserhalb der Gärten, am Bach und draussen in der Natur? Dann verstehe ich allerdings, weshalb er den schlechten Ruf einer invasiven Pflanze erworben hat, wegen dem sich bei mir immer mal Leser aus der Schweiz beschweren. Hier im Norden versät er sich (noch) nicht draussen und das sollte er auch wirklich nicht.
Sooo viel Geduld … —und dann auf einmal: SO GROẞES GLÜCK!🙏💛🌈🦋🍀
Ich habe es bei mir angezeigt.