Grünes Heupferd

Grünes Heupferd auf Kiesoberfläche

Als ich letzt mit meinem Rad nach dem Besuch der Apfelplantage den hellen Kiesweg weiterfahre, fällt mir ein paar Meter weiter auf einmal etwas großes, Grünes ins Auge, was dort irgendwie nicht hingehört. Das ist mir ja in Südfrankreich schon mal passiert, da habe ich eine Gottesanbeterin auf dem Weg gefunden und gleich ein paar Fotos geschossen.

Diesmal ist es ein weibliche s Grünes Heupferd, erkennbar am Legestachel am hinteren Ende der Laubheuschrecke (sagt Google Lens). Sie ist entweder nicht mehr die Jüngste, oder generell nicht mehr so fit, denn sie bleibt ruhig sitzen, auch als ich ihr mit meiner Kamera dicht auf den Chitinpanzer rücke. Nach der Fotosession habe ich sie ein wenig motiviert ins Gras neben dem Weg zu hüpfen. Damit kann sie auch niemand überfahren.

Ihre Zeit läuft aber wohl eh im September ab. Nach erfolgter Paarung legt das Weibchen zwischen 200 und 600 Eier tief im Boden ab und stirbt anschließend. Mission completed.

Die Fotos wurden mit meiner Olympus OM-D E-M1 III und dem m.Zuiko 12-100 f4.0 aufgenommen. Verwendet wurde das interne Fokusstacking. Das erzeugt 8 Fotos mit verschiedener Schärfentiefe und rechnet das am Ende kameraintern zusammen. Damit erhält man einen Schärfebereich, den man mit einer normalen Aufnahme nicht erreichen kann. Mit KI wurde das Titelfoto etwas nachgeschärft.

Hagelslag

Rote Äpfel mit Hagelschaden

In den Niederlanden bezeichnet der „Hachelschlach“ einen Brotbelag aus Schokolade oder gefärbtem Zucker. Man streut das Ganze auf sein Butterbrot. Also eigentlich was Leckeres.

Was der Hagelschlag Ende August hier am Bodensee angerichtet hat, greift dagegen die Substanz einiger Obstbauern an. Wenn man sich der großen Apfelplantage in Aufkirch nähert riecht es schon von weitem wie in einer Kelterei. Der süße, leicht faulige Geruch macht keine Lust auf das Betreten der Anlage.

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Wahrheit

Truth - Skulptur von Shilpa Gupta

Ich schreibe diesen Blogbeitrag wenige Minuten bevor in Sachsen-Anhalt die Wahllokale schließen. Leider bin ich nicht sehr optimistisch, was den Ausgang der Wahl angeht. Die Künstlerin Shilpa Gupta aus Indien, hat im „Hamburger Bahnhof“ in Berlin dazu einige verstörende Kunstwerke ausgestellt.

Der Teil ihrer Ausstellung trägt den Namen „Was noch gilt“. Was gilt noch, wenn Kräfte an die Macht kommen, denen Wahrheit nicht wirklich etwas bedeutet? Objektive Wahrheit, nicht eingebildete Wahrheiten aus der YouTube Akademie. Keine Orwellschen Wahrheiten aus Russland die lauten Frieden=Krieg und Krieg=Frieden. Ich gebe die Hoffnung nicht ganz auf, die Menschen können nicht alle verrückt geworden sein.

Weiter Blick

ICC mit Berliner Funkturm

Was ich in unseren paar Tagen im Berliner Häusergewirr vermisse, ist der freie Blick zum Horizont. Aus unserer Wohnung in Überlingen sehen wir weit über den Bodensee bis hinüber zu den Appenzeller Alpen. In Berlin meist nur über die Straße auf die gegenüberliegende Häuserwand. Mit „Into the Great Wide Open“ von Tom Petty isses hier nicht weit her.

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