Adler sollen fliegen

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Ulla vor dem Skisprungturm am Osloer Holmenkollen – Foto: h|b

Das war mal die inoffizielle Skispringer-Hymne von PUR gesungen, als die deutschen Skispringer auf der Erfolgswelle schwammen. Von dort oben wo wir heute Mittag standen, ist sicher auch Sven Hannawald vor seinem Burnout gesprungen, oder Martin Schmitt, bevor ihn sein Glück verließ. Aber egal, auf jeden Fall braucht man Mut sich hier herunterzustürzen, auch wenn man es trainiert hat. Gleichzeitig ist hier oben am Holmenkollen in Oslo auch das Schießstadion des Biathlongeländes, wo auch ein paar Nachwuchskräfte trainierten. Schon ganz schön laut, wenn nur einer schießt, wie muss das klingen, wenn 20-30 Biathleten hier ins Stadion kommen, um die schwarzen Scheiben umzuschießen?

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Trockenübungen in der Biathlonarena am Holmenkollen – Foto: h|b

Durch Oslo hindurch fahren wir Richtung Osten und verlassen gegen fünfzehn Uhr Norwegen nach nun insgesamt 15 Tagen. 15 Tage an denen es nie richtig dunkel wurde. Wir haben viel gesehen und erlebt, viel für das Kopfkino gespeichert, was wir in den kommenden Wintertagen abrufen können. Ein Ereignis kam heute kurz vor der Grenze noch hinzu, als wir auf einem Rastplatz gehalten hatten, für Kaffee und Kaneboller. Während wir so sitzen und die Sonne und den Kaffee genießen, schleicht sich in mein Sichtfeld ein großes, braunes Etwas in das vor uns liegende Feld. EIN ELCH!

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Es gibt sie wirklich. Ein Elch in der Nähe von Oslo – Foto: h|b

Schnell ins Wohnmobil und das große Tele anschrauben, diesmal entkommt er mir nicht. Er hat’s auch gar nicht eilig, erst als ich noch etwas näher heranzukommen versuche, schlendert er zurück in den Wald. Er kommt noch ein paarmal heraus, entfernt sich aber dabei immer weiter von mir weg, so dass es selbst für das Tele nicht mehr reicht. Aber immerhin, endlich habe ich den fotografischen Beweis, dass es in Norwegen wirklich Elche gibt und nicht nur Schilder, die vor ihnen warnen.

Seit heute Nachmittag stehen wir in Åmål am schwedischen Vänernsee, wo sich die untergehende Abendsonne gerade anschickt noch ein paar wärmende Strahlen zu schicken, die die Kühle des Sees etwas abmildern. Warm war es während unserer Tour nirgends, sollte man allerdings auch nicht erwarten. Von knapp vier Grad am Nordkapp, bis 14 Grad auf den Lofoten war die Spanne. Für Juli schon arg frisch. Gut, wenn man etwas anderes will, sollte man auch vielleicht nach Süden fahren. Dafür gab es aber auch im Valldall, kurz vor Geiranger, frisch geerntete und leckere Erdbeeren, deren Zeit bei uns zu Hause schon lange vorbei ist. Morgen fahren wir noch ein Stück weiter nach Süden, bis wir am Freitagnachmittag in Trelleborg unsere Fähre erreichen. Bis dahin sind es noch knapp 500 Kilometer.

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