Durchmarsch

Als wir heute morgen den Campingplatz am Vänernsee verlassen, ist es bewölkt, aber die Sonne versucht ein wenig Boden gut zu machen. Ich sitze nach dem Frühstück noch ein paar Minuten am See und genieße die Sonnenstrahlen. Dann müssen wir aber los, wir wollen in 380 Kilometern, kurz nach Halmstadt, ein letztes Mal in Schweden übernachten.

Als wir kurz nach der Abfahrt einen Hinweis auf einen besonderen touristischen Punkt sehen, der auch in der Karte mit einem Stern versehen ist, beschließen wir uns die Zeit noch zu nehmen und fahren zum „Akvedukt“ von Halverud. Ein lokales Highlight. Es zeigt sich, dass sich unser Kreis langsam schließt.

So wie wir am zweiten Tag unserer Tour die Schleusentreppe am Gotakanal besucht haben, schauen wir uns heute, am vorletzten Tag, ein ähnlich technisches Meisterwerk an, welches die Schiffe auch über mehrere Schleusen von einem zum anderen See befördert, aber mittendrin noch einen genieteten Eisenaquädukt benutzt, um eine kleine Schlucht zu überqueren. Über alles führt noch eine Eisenbahnstrecke, die mit einer Hebebrücke, den Schiffen die Durchfahrt ermöglicht. Eine sehr eigenwillige Konstruktion, die zeigt, was Menschen alles schaffen können. Netterweise fährt auch noch just zum richtigen Zeitpunkt ein Touristenschiff nach oben, so dass wir alles gut beobachten und fotografieren können. On the right time, at the right place. Wie schon oft auf unserer Tour.

Nach anderthalb Stunden müssen wir aber wirklich los, der Weg ist noch weit. Das Wetter wird unterwegs immer abenteuerlicher und zwischendurch schafft der Scheibenwischer fast die Regenmassen nicht von der Frontscheibe zu bekommen. Wo kommt das nur alles her? Links von uns versucht eine Windhose den Kontakt zum Boden herzustellen. Bevor es klappt, löst sie sich allerdings auf. Der dunklel Himmel mit seinen zig Wolkenkonstruktionen sieht schon irre aus. Gut dass wir im Auto sitzen.

Auf Grund der Wolkenbrüche lassen wir Campingplatz Campingplatz sein, der steht sicher auch nur komplett unter Wasser, und fahren nach einem längerem Abendbrotstopp, mit frischem Salat, durch bis zum Stellplatz nach Trelleborg. 55 Kilometer vor dem Ziel knacken wir noch die 7000 Kilometermarke. Auf dem Stellplatz schlafen wir und warten morgen vormittag in Ruhe ab, bis die Abfahrtszeit unserer Fähre gekommen ist. Ab morgen soll auch in Südschweden endlich die Regenzeit vorbei sein und wenn wir nach Berlin kommen, sieht es ja auch ganz gut aus.

Das ist dann der letzte Post aus Skandinavien, ab morgen dann wieder Neues aus Deutschland und ab nächste Woche auch wieder Neues aus Berlin. Falls es da etwas Neues gibt 😉 bis dahin dann.

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