Tunneln, Bridgen und Carven

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Der Atlanterhavsveien, die Atlantikküstenstraße – Foto: h|b

Heute haben wir sicherlich dreissig Kilometer unter Tage verbracht, die längste Tunnelstrecke davon ist knapp 6 Kilometer lang und läutet den Einstieg zum „Atlanterhavsveien“ein. Der Atlantikküstenstraße von Kristiansund in Richtung Molde direkt am und über dem Atlantik. Über geschwungene Brücken und an die Klippen geschmiegte Straßen, zählt das neun Kilometer lange Straßenstück zu den beliebtesten Küstenstraßen der Welt, besonders wenn die Herbststürme mit Macht gegen die Straße brechen. Aber danke, nein, das hatten wir schon in 2006, auch ohne Herbst, und wir wollen die Straße heute mal „in schön“ sehen. Den Gefallen macht sie uns netterweise auch. Dazu gibt es während der Rast Waffeln mit Jordbæren, ganz frisch aus dem Kiosk. Lecker.

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Viel Verkehr auf dem Trollstigen – Foto: h|b

Danach steht der nächste Höhepunkt auf der Tagesordnung und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wir erklimmen den Trollstigen. Eine Passstraße wie aus der Zeit der ersten Alpenpässe, bevor alles untertunnelt wurde. Das machen die Norweger zwar auch gerne, aber nicht in diesem Fall. In unzähligen Kehren windet sich die Straße den steilen Berg hinauf, rechts und links flankiert von zwei mächtigen Wasserfällen. Ulla fährt und ich schieße Fotos wie verrückt. Man muss den Blick weit nach vorn, beziehungsweise oben richten, um abschätzen zu können, wann man in eine Ausweichnische fährt. Die Straße ist nicht breit und der Verkehr nicht ohne. Oben gibt es eine super angelegte Aussichtsplattform, wo man sich ansehen kann, was man gerade geschafft hat und wie andere sich dabei anstellen. Irre.

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Das Ende des Geirangerfjords mit der Ortschaft Geiranger – Foto: h|b

Noch ein wenig weiter oben überschreiten wir bei 870 Metern über N.N. den eigentlich Pass und mäandern wieder langsam nach unten. Die letzte Fähre, von insgesamt dreien am heutigen Tag, bringt uns über den Norddalsfjorden und zur letzten Herausforderung für unsere „Bergziege“ dessen Motor schon einiges geleistet hat. Es geht wieder hinauf auf rund 580 Meter Höhe, um direkt über dem Geirangerfjord anzukommen. Auch hier gibt es wieder eine perfekte Aussichtsplattform, von der aus man direkt nach Geiranger und dem Fjordende sehen kann. Dort liegt heute die „Princess Danae“ ganz allein vor Anker. Morgen wird es mit drei Schiffen voll am Geirangerfjord. Wir checken auf dem Campingplatz ein und läuten damit das langsame Ende dieser Tour ein. Wir bleiben hier bis zum Dienstag, ab dann beginnt die Rückfahrt.

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