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Kalte Hände

Es ist ein trüber und eiskalter Sonntag im Januar. Leise schweben sphärische Klänge unterhalb des alten Leuchtturms über die Promenade von Warnemünde. Die zahlreichen Flaneure – dick vermummt – ziehen langsam an dem einsamen Pianospieler vorbei. Seine Finger fliegen über die Tasten, um immer neue Töne zu finden. Viele bleiben mit einem Lächeln kurz stehen, seine Schale ist bereits gut gefüllt mit Kleingeld aller Art. Mir fallen schon fast die Finger ab, um das Foto zu machen, wie macht er das nur? Hält die Magie der Musik seine Hände warm? Wie auch immer, danke dafür.

Cap Fréhel

Der Leuchtturm am Cap Fréhel
Der Leuchtturm und die Klippen am Cap Fréhel in der Abendsonne – Foto: h|b

Heute haben wir die „Perle der Smaragdküste“ erreicht, das Cap Fréhel. Gestern waren wir noch an der „Cotê de Granite Rose“. Damit nähert sich unsere Tour durch die Bretagne langsam dem Ende und die Normandie wartet auf uns. Morgen besichtigen wir die Stadt der Freibeuter „St-Malo“, und dann steht einer der Höhepunkte der Tour an, der Besuch von Mont-St-Michel.

Côte des Abers

Der „Aber Wrac’h“ in der Bretagne – Foto: h|b
Heute sind wir die Küste der Widersprüche entlanggefahren. „Abers“, das keltische Wort für Flussmündung, entstanden am Ende der letzten Eiszeit durch abschmelzende Gletscher. Drei von ihnen haben wir heute überquert. Den „Aber Ildut“, den „Aber Benoît“ und den „Aber Wrac’h“. Je nach Tide sind sie mehr oder weniger gefüllt und ziehen sich vom Meer weit ins Landesinnere. Zwischendurch sind wir immer wieder mal zur Küste gefahren, um einen weiteren Leuchtturm zu „erlegen“. Die Sammlung wächst unaufhörlich. Und Einer ist schöner als der Andere. Langsam nähern wir uns dem Ende der Bretagne und steuern auf die Normandie zu. Morgen geht es aber erstmal die „Côte de Granit Rose“ entlang. Bonne nuit.