Könnte der Wind für die zahlreichen Besucher der Nordseeküste im Moment gern ein wenig einschlafen, ist es für die Kitesurfer ein paradiesischer Zustand am Strand von Neuharlingersiel. Viele Kitedrachen am Himmel und am Strand warten bereits die nächsten Surfer um sich in die Fluten zu stürzen. Wobei es hier mit „stürzen“ nicht weit her ist, durch das flache Wasser kann man gemütlich mit dem Kitedrachen in die Nordsee hineinlaufen, stellt sich dann auf das Brett und los geht es.
Seit ich Mitte der 2000er im Rahmen der Deutschen Bahn die Website der „SIW-Wangerooge“ aufgebaut und bis zu meiner Pensionierung betreut habe, wollte ich da schon immer mal hin. Gestern hat es endlich geklappt.
Hinter den Panzern und der riesigen Figur eines sowjetischen Soldaten liegen etwa 2500 in der Schlacht um Berlin gefallene Rotarmisten. Neben Russen auch Ukrainer und Soldaten anderer inzwischen selbstständiger Länder der ehemaligen Sowjetunion. Daher hat das Ehrenmal weiterhin einen Sinn, auch wenn dieser momentan schwer zu verstehen ist.
Die Befreiung aus der Herrschaft der Nationalsozialisten war ein wichtiger Akt und führte letztendlich auch zur Bildung einer europäischen Identität. Umso schlimmer, dass einer der damaligen Akteure – Russland – aktuell ein mörderischen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland führt, um es angeblich zu „entnazifizieren“. Der völkerrechtswidrige Krieg gegen die Ukraine wird aus russischer Sicht mit immer abstruseren Gründen gerechtfertigt. Der Roman 1984 ist in der Realität angekommen. Damit hätte ich in meinem Leben nicht mehr gerechnet.
Wenn wir schon an der Nordsee sind, gehört das fotografieren von Leuchttürmen natürlich mit dazu. Wenn dann noch ein sehr bekannter Leuchtturm nur 25 km entfernt steht, schnappen wir die Räder, die Kamera und machen uns entlang des Deiches auf den Weg nach Pilsum. Dort steht der rot-gelb geringelte Leuchtturm der im Jahr 1989 Berühmtheit erlangte als Location im Film „Otto – der Außerfriesische“. Auch im Tatort kam der Leuchtturm schon zu filmischen Ehren. Im Leuchtturm kann man auch heiraten, was die Masse der Liebesschlösser erklärt, die direkt vor dem Leuchtturm an einer Wand angebracht werden können.
Im Ruhrgebiet stehen ja viele Dinge rum. Früher waren es überwiegend Fördertürme und Schlote, heute sind es im Rahmen der Industriekultur und der Transformation einer ganzen Region eher Kunstwerke. Eins davon hab ich ja am Sonntag schon gezeigt, Tiger & Turtle. Dazu kommt später noch ein ausführlicher Beitrag. Heute möchte ich euch den „Zauberlehrling„, oder den „tanzenden Strommast“ in Oberhausen unweit des Gasometers vorstellen.
Ein Vorteil eines Wohnmobils ist ja die Spontanität. Statt also wie geplant zum ersten See zu fahren, um dort die Nacht zu verbringen, sind wir kurzerhand in Coswig bereits von der Autobahn abgefahren und haben an der Elbe in der dortigen Marina unser Lager aufgeschlagen. Dort waren wir bereits ein paar mal, und wir wissen, dass die dortige Infrastruktur unseren Wünschen entgegenkommt. Als wir ankommen, wird gerade schwer gebastelt, der Platz wird auf Self-Service umgerüstet. Statt Check-In mit Personal, gibt es nun ein Kassenautomat. Alle Angaben eintippen, Karte zum Bezahlen einschieben und die Schranke öffnet sich.
Wir suchen uns einen Platz direkt mit Blick auf die schnell vorbeifließende Elbe und genießen den Ausblick auf das frische grün der Bäume auf der andere Seite der Elbe. Das ist dieses noch junge Grün, was es nur kurz im Frühling zu sehen gibt. Unserer Meinung nach, das schönste Grün fürs Auge. Ich hab mir dann mein Stativ geschnappt – mach ich ja sehr selten – und den Blick hinüber mit einer Belichtung von 20 Sekunden bei Blende 22 eingefangen. Am hellen Tag hilft dabei natürlich ein Graufilter. Das Ergebnis ist das Titelbild des Beitrages.
Natürlich waren wir am nächsten Tag noch kurz am „Süßen See“, sonst würde ja der Tourname nicht mehr passen. Den 2. See haben wir dann gestern erreicht. Den Edersee in Nordhessen, der diesmal gut gefüllt ist.
Seeburg am süßen SeeBlick auf Edersee mit Burg Waldeck
Nachdem wir bereits einige Zeit die Fühler ausgestreckt haben, geht es morgen wieder los. Die Route ist geplant, das „Haus“ bereits gepackt, nach dreieinhalb Wochen Berlin zieht es uns wieder in die Welt. Die ist diesmal aber nicht so groß, sondern beschränkt sich auf Deutschland. Man könnte die Tour auch die „4 Seen Tour“ nennen.
Nach einem kleinen „Stopover“ am „Süßen See“ in der Nähe von Halle, ist das Ziel für das Wochenende um den 1. Mai der Edersee in Nordhessen. Hier treffen sich ein paar „Verrückte“, deren gemeinsames Interesse ein Wohnmobil der Marke HOBBY ist und für die sogar eine Facebookgruppe existiert. Essen, Trinken, quatschen, TechTalk, Spaß haben.