Beniyork

Benidorm Süd

130 Hotels, 41.000 Betten, unzählige Appartements und 11 Campingplätze. 77 Hochhäuser und 27 Wolkenkratzer wachsen mit mehr als 100 Meter in den Himmel über der Costa Blanca. Der Apartmentturm „Intempo“ ist mit 200 Metern das höchste Gebäude, gefolgt vom „Grand Bali“ mit 186 Metern. Benidorm – von dem Ort ist hier die Rede – besitzt damit die weltweit höchste Dichte an Hochhäusern pro Einwohner. Pedro Zaragoza, seines Zeichens früherer Bürgermeister, ist in den fünfziger Jahren nach Madrid gefahren, um den damaligen Diktator Franco von seinen Plänen einer Urlaubsstadt ala „Beniyork“- einem New York am Mittelmeer – zu überzeugen. Hat funktioniert.
Quelle: Website Reisen nach Spanien

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Otra torre

Torre del Cap d'Or

Die ganze Küstenlinie der Costa Blanca scheint ja mit Türmen verziert zu sein. Alle paar Meter reckt irgendwo „noch ein Torre“ sein Haupt in die Luft und hält Ausschau nach Piraten. In Peñíscola waren wir ja schon mal beim Torre Badum, auch dorthin war der Weg nicht ohne. Auch mit E-Bikes. Hier in Calpe gibts in der Gegend auch Torres, was spricht dagegen zu einem mal eine Radtour zu machen. Irgendein Ziel zu haben ist ja meist ganz hilfreich. Kann motivierend wirken. Statt einfach nur in der Gegen rumzukurven. Also Komoot gefüttert, Tour gespeichert und ab aufs Rad, Richtung Moreira und den Torre del Cap d’Or.

Komoot hat die merkwürdige Angewohnheit auf ausgewählten Strecken zwischendurch kleine Schlenker oder Abkürzungen einzubauen, ohne Rücksicht auf Verluste. Das passierte auch auf der halben Strecke und plötzlich fanden wir uns auf einer MTB Strecke wieder. Erst holterdiepolter einen Rüttelberg runter, dann auf der anderen Seite wieder mühsam rauf. Okay, besser ignorieren die Vorschläge. Wir bleiben von da an lieber auf der Straße, die malerisch die Küste entlang mäandert. Halt mit Verkehr. Aber die Spanier sind rücksichtsvoll und kennen das. Im Winter sind hier ohne Ende Radrennfahrer zum Training in Gruppen aus ganz Europa unterwegs.

Als wir nach rund 15 km in Moraira um die Ecke kommen, sehen wir den Torre del Cap d’Or oben auf dem Berg thronen und beschließen spontan ihn da oben allein zu lassen. Wir suchen uns gegenüber der Festung an der Promenade ein Plätzchen und genießen vor der Rückfahrt bei Wein und Sandwich und dem Blick auf den Torre oben auf den Klippen das Meer und die Sonne. Vielleicht ein anderes mal.

Megacity

Sonnenuntergang mit Möwe

Um gute Fotos von einem Sonnenuntergang zu bekommen braucht es auf jeden Fall Wolken. Nur die garantieren einen „brennenden Himmel“. Dann, wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist. Was auch gut hilft, ist eine Kamera mit der Möglichkeit ein „Szenenprogramm“ nutzen zu können. Beim Ersten ist man von der Natur abhängig, für das Zweite habe ich ja meine Olympus OM-D E-M5II mit dem entsprechenden Programm für Sonnenuntergänge. Ein wenig Vordergrund, oder irgendwas, was die Szenerie belebt macht sich natürlich auch immer gut.

Von Calpe aus habe ich vom Fuße des Ifach gesehen einen tollen Blick hinüber über das Meer nach Benidorm. Mit dem 70-200er Lumix Objektiv (umgerechnetauf VF) kann ich mir die Kulisse der Stadt ganz nah heranholen, so dass sie ein wenig wirkt, wie ich mir Dubai. vorstelle. Es fehlen ja die Größenverhältnisse zum Vergleich. Es könnte allerdings auch eine Megacity der Zukunft auf dem Mars sein, die rote Farbe passt ja schon gut dazu. Wenn einem dann pittoresk noch eine Möwe durchs Bild fliegt – wie auf dem Titelbild zu sehen – ist mein Fotografenherz glücklich.

Überwintern für Anfänger

I love Calpe

„Camping ist der Zustand, in dem der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet“. Diesen Satz hab ich schon ein paar Mal auf diversen Wohnmobilen gesehen und ein kleines Stück Wahrheit steckt sicherlich darin. Aber bis zur Verwahrlosung ist es dann doch noch ein ganzes Stück, am Ende liegt es ja an einem selber. Wie geht es uns inzwischen eigentlich mit diesem „Überwintern“ in Spanien? Wir hatten ja so Ideen und Pläne bevor wir losfuhren, existieren die noch? Nicht so ganz, soviel Schon mal vorweg.

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Abalgata de Reyes

Hl. 3 Könige mit Anhang

Heute Abend war an der Promenade von Calpe ein wahrer Volksauflauf. Uns war klar, dass es irgendwas mit dem 6. Januar zu tun haben muss, aber noch unklar, was das werden soll. Elfen sammeln sich, Große und Kleine, Hirten, Mädchen in Trachten, Musikanten, der Touristenzug steht bereit und es kommen immer mehr Menschen zusammen. Nach kurzer Zeit ist klar, heute Abend ist der „Abalgata de Reyes“, der „Ritt der Könige“.

Die „Heiligen 3 Könige“, die in Spanien traditionell das uns bekannte Christkind ersetzen und den Kindern erst zum 6. Januar die Weihnachtsgeschenke bringen, müssen aber nicht selbst reiten, sondern werden stehend auf einem Prunkwagen durch die wartende Menge gefahren. Die oben beschriebenen Helferlein verteilen derweil Süßigkeiten an die Kleinen am Wegesrand.

Vielerorts in Spanien wurden diese „Aufmärsche“ wegen Corona abgesagt, hier in Calpe ist es aber ein großes Volksfest. Alle Erwachsenen haben dabei brav ihre Masken auf. Ein tolles Erlebnis in diesen nicht ganz einfachen Zeiten. Morgen ist in Spanien offizieller Feiertag und wir gehen morgen Mittag auf die „Plaza Central“ wo ein Konzert gegeben wird.

Hier noch ein paar Eindrücke des heutigen „Abalgata de Reyes“.

Alle Fotos mit dem iPhone 13pro.

Mirador Morro de Toix

Person blickt in die Ferne

Nach einem herrlichen Strand- und Badetag am gestrigen Montag, bei geschätzten 25 Grad und voller Sonne, stand heute wieder etwas Bewegung auf der Tagesordnung. Als Ziel hatte ich mir den „Mirador Morro de Toix“ ausgesucht, ein Aussichtspunkt am südlichen Ende von Calpe. Recht unspektakulär, da nur rund 7 km vom Campingplatz entfernt. Aber es galt über 350 Höhenmeter zu überwinden.

Aber wie das manchmal mit Planungen so ist. Ich hatte mir am Vortag die Route über Komoot angelegt und das Navi im Handy führte mich durch die Stadt langsam nach oben. In diese Richtung geht es ja meist von den Küsten Spaniens, solange es noch die bergigen Abschnitte sind.

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Feliz Navidad

Calpe

Nun haben wir es also geschafft. Wir haben unser erstes Weihnachtsfest außerhalb von Deutschland gefeiert. 2500 Kilometer von unserem zu Hause in Berlin entfernt. Allein, nur wir zwei. In Spanien. Weihnachtsgrüße erreichen uns über die sozialem Medien, die Kinder sind entweder bei sich zu Hause, oder bei den Eltern des Partners.

Am Heiligabend machen wir bei angenehmen Temperaturen einen längeren Spaziergang durch die Altstadt von Calpe, finden ein paar schöne Fotomotive und landen am Ende in einer Bar mit DJ, Weihnachtsmusik und Blick auf den Ifach (Titelbild). Bei Aperol Spritz und einem Sangria genießen wir das Ambiente und den Ausblick auf das Meer. Wir könnten es schlechter getroffen haben.

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Platzmangel

Wohnmobile vor Hochhäusern

Den Platz in Calpe haben wir bereits im April des Jahres gebucht, wohl wissend, dass es in Spanien wieder voll werden könnte. Der Nachholbedarf ist hoch und in der entsprechenden Facebookgruppe zeichnete sich schon ab, dass es wieder zum Überwintern nach Spanien gehen würde. Da wir auch unbedingt nach Calpe wollten, haben wir den letzten verfügbaren Platz gebucht. Auch wenn es laut Beschreibung eng werden könnte. Egal, no risk, no fun. Außerdem Calpe, egal. Gestern sind wir dann kurz nach zwei angekommen und wurden vom Hausberg Ifach schon von weitem begrüßt. Den müssen wir dann noch irgendwann ersteigen.

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Auf zu neuen Ufern

Vier Palmen mit Sonnenaufgang

Am heutigen Tag endet unser Aufenthalt in Peniscola nach etwas mehr als 14 Tagen. Zwischen heftigem Wind, dem dadurch bedingten, dreifachen Auf- und Abbau unseres Vorzeltes, kalten Nächten, schmerzenden Rücken, stand das Projekt „Überwintern in Spanien“ sogar auf der Kippe. Es hat sich aber – im wahrsten Sinne des Wortes – alles wieder eingerenkt und es geht nun weiter gen Süden.

Am Sonntag hab ich mich auch endlich mal aufgerafft und bin morgens – um kurz nach acht und bei 4 Grad – zum Strand, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Ich hab es die ganze Zeit vor mir hergeschoben, weil es morgens im Bett des Wohnmobils irgendwie kuscheliger ist. Aber schließlich musste meine Olympus Kamera ja auch mal wieder zum Einsatz kommen und Sonnenaufgänge sind definitiv eher was für „richtige“ Kameras mit Teleobjektiven.

Nach einer guten halben Stunde war ich durchgefroren genug, Zeit für eine heiße Dusche und leckeres Frühstück. Die Ergebnisse zeige ich euch hier in der kleinen Galerie …

Ab heute betreten wir nun Neuland. Weiter im Süden von Spanien waren wir bisher nur mit einem Kreuzfahrtschiff. Malaga und Cadiz – damals die Anlaufhäfen – stehen aber noch auf unserer Liste. Jetzt ist es allerdings nur ein mittlerer Hopser, es geht 270 km weiter, nach Calpe in der Region Murcia. Dort haben wir den CP Calpe Mar gebucht und sind schon sehr gespannt was uns dort erwartet. Laut Wetterapp soll es endlich auch etwas wärmer werden, angeblich bis zu 21 Grad über Weihnachten. Das wäre sehr cool. Lassen wir uns überraschen. Neue Geschichten und Bilder vom (Un-)Ruhestand und unserem nächsten Ziel gibt es dann in Kürze in diesem Blog. Stay tuned.