Costa del Sol

Yachthafen von Manilva

Seit Montag hat uns die Küste wieder. Die „Costa del Sol“ oder auch „Costa del Golf“ wie es auf großen Schildern entlang der Autobahn zu lesen ist, ist der südliche Teil der spanischen Mittelmeerküste und endet ein Stück vor Gibraltar. Bis dahin sind es von unserem aktuellen Standort – Manilva – noch rund 40 km. Wir haben uns auf dem Campingplatz „Bella Vista“ für eine Woche eingebucht und genießen Meer und Sonne ohne irgendwas tun zu müssen. Chillen ist angesagt. Der einzige Nachteil: Der letzte Platz den es zu vergeben war auf dem Platz liegt ca. 20 Meter neben der A-7, der Autovía del Mediterráneo. Gefühlt fahren die Autos fast durch unser Wohnmobil 😉

Da es aber parallel noch die AP-7 gibt, die „neue“ Autobahn“, ist der Verkehr eher lokaler Natur und lässt gegen Abend und Nachts stark nach. Trotzdem sind Ohrstöpsel angesagt, oder Kopfhörer mit Noise-Cancelling, um ruhig schlafen zu können. Unten am Strand, der CP hat direkten Strandzugang, hört man davon aber nichts mehr. Steht man am Ufer zeigt uns der Blick nach rechts bereits einen anderen Kontinent, nämlich Afrika. Später – wir fahren noch nach Gibraltar und Tarifa – wird er uns noch ein wenig näher kommen, aber bereits jetzt ist es schon ein faszinierendes Gefühl der afrikanischen Küste so nahe zu sein.

Das Titelbild des Beitrags zeigt den Yachthafen von Manilva, zu diesem Ort gehört auch der Campingplatz. Ein Stück weiter nach Norden kommt nach Estepona noch Marbella, aber den Bereich haben wir ausgelassen. Nach Jet Set steht uns aktuell nicht der Sinn. Eher nach Entspannung (Sonne, Meer und Strand), Genießen (Vino, Sangria, Tapas) und dem Gefühl es gut getroffen zu haben, den Stürmen und dem Winter in Deutschland entflohen zu sein. Das uns das möglich ist, macht uns sehr dankbar.

Alhambra – die „rote“ Festung

Alhambra mit Sierre Nevada

Am 2. Januar 1492 wurde mit dem Ende der Belagerung von Granada und der Übergabe der Alhambra an die spanische Königin Isabella mit ihrem Mann Ferdinand nach 700 Jahren der letzte muslimische Herrschaftsbereich auf der Iberischen Halbinsel erobert.

Unter der Herrschaft der Kalifen von Córdoba war Al-Andalus (Andalusien) ein reiches, blühendes Land. Kunst und Wissenschaft waren weltberühmt, das Handwerk galt in ganz Europa als Vorbild. Für alle Kinder gab es Schulen, für die Einwohner der Stadt Krankenhäuser, Bibliotheken und Freizeitzentren. Die Straßen waren befestigt, und es gab überall Wasserleitungen – im christlichen Europa war solch ein Luxus unbekannt.

Die Alhambra ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe. Für uns ein Grund die spanische Küste zu verlassen und für ein paar Tage auf 750 Metern Höhe in Granada anzudocken. Am Tag vor dem geplanten Besuch haben wir die Tickets online gebucht, inklusive eines Zeitslots für den Teil des Nasridischen Palastes. Den sollte man unbedingt mit einplanen, ist es doch mit einer der faszinierendsten Teile der Alhambra.

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Over the Curbs

Als die Düsenflieger in Los Alcázares am Wochenende Pause machen, weht ein anderes Geräusch herüber zu unserem Stellplatz. So als würden jede Menge Rasenmäher hochtourig durch die Gegend geschoben. Aber ich weiß ja, dass es keine Rasenmäher sind, sondern die Karts von der nahe gelegenen Kartbahn. Dort bin ich ja schon die Woche mit meinem Campingnachbarn Klaus gewesen, als man über Happy-Hour für den normalen Preis doppelt solange fahren konnte. Wir hatten uns für die Kartklasse F-300 entschieden. Diese Karts fahren rund 80 km/h, für die sehr kurvige Strecke ausreichend und für mich als – lange nicht mehr gefahren – auch nicht gleich übertrieben. Gegen den alten Profi hatte ich natürlich nicht den Hauch einer Chance. Bin ehrenvoll Zweiter geworden. Meine schnellste Runde war übrigens 55 Sekunden, für den Kurs gar nicht sooo schlecht 😉

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VROOOOOM

Jet beim Start

Auf unserer Reise in den Süden Spaniens sind wir auf einer Mischung aus Stell- und Campingplatz in Los Alcazares untergekommen. War ein Tipp auf meine Frage in der Facebookgruppe, wo eventuell noch freie Plätze zu finden seien. Damit haben wir einen Sprung von 160 Kilometer gemacht. Was in dem Tipp leider nicht vorkam, war die exponierte Lage direkt neben dem Flughafen San Javier. Das ist nicht so schlimm, da fliegt aktuell nix.

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Leaving Calpe

Camping Calpe Mar aus Drohnensicht

Nach nun 42 Tagen verlassen wir heute unsere Homebase in Calpe. Wir haben uns sehr an diesen kleinen Urlaubsort gewöhnt, sodass es ein wenig schwerfällt weiterzuziehen. Für reines Überwintern – einfach in der Sonne sitzen und das Meer genießen, Restaurants mit leckerm Essen, Tapas und Wein sind ausreichend vorhanden – ein idealer Ort. Es ist zwar recht frisch in der Nacht, teilweise bis runter zum Nullpunkt, aber 8 Stunden Sonne am Tag bei Temperaturen zwischen 16 und 21 Grad, machen das dann wieder wett.

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Club Social

Club Social mit La Muralla Roja

Das letzte Puzzlestück des Architekten Bofill in Calpe ist leider in einem schlechten Zustand, eigentlich ist es eine Ruine, aber eine Ruine mit Kultstatus und ein Insta-Hotspot. Der „Club Social“ ist ein praktisch im Meer versenktes Gebäude, dessen charakteristischsten Elemente die großen Oculi (Fenster) waren. Es handelt sich ursprünglich um ein Freizeitareal mit einem  Restaurant und einem Schwimmbad. Man kann die Nutzung auf dem alten Bild noch gut erkennen, heute sind nur noch die Mauern mit den typischen runden Öffnungen übrig. Der Rest ist mehr oder weniger vom Meer zerstört worden.


Die Fensterhöhlen bilden von innen gesehen einen schönen Rahmen um z.B. sich selbst oder den Ifach in Szene zu setzen. Es gibt wohl Pläne das Bauwerk wieder zu restaurieren, sogar Budget steht bereit. Allerdings scheint es Unstimmigkeiten im Stadtrat von Calpe zu geben. Mal schauen ob sich in den Folgejahren etwas tut, wir kommen sicher noch mal her um nachzuschauen. Bis dahin erstmal hier die kleine Bildergalerie der ikonischen Ruine.

Und zum Schluss der kleinen Serie zu den markanten Gebäuden des Architekten Ricardo Bofill in Calpe noch mal der Gesamtblick auf das Ensemble mit „La Muralla Roja„, dem „Xanadu“ und dem „Club Social“.