Modellregion Schlei

Blick über den Campingplatz Schubystrand

Das einzige Bundesland in dem man aktuell Urlaub machen kann ist Schleswig-Holstein. Ermöglicht durch sehr niedrige Inzidenzzahlen, im Moment liegen sie unter 20 in der Region Kappeln/Schlei, versucht die Landesregierung den Tourismus wieder anzukurbeln. Es gibt ein Testkonzept, die Luca App ist flächendeckend im Einsatz, und sogar die Außengastronomie ist teilweise geöffnet. Minigolf und Aperol Spritz in Damp, Kaffee und Kuchen in Kappeln, Pizza und Wein beim Italiener. Der Campingplatz in Damp ist gut ausgebucht, aber es ist ausreichend Platz, wie das beim Camping üblich ist. Abstand ist quasi Programm. Auch für uns gab es im Ostseecamp Schubystrand für fünf Tage ein freies Plätzchen.

Corona Testmobil in Kappeln
Corona Testmobil – Foto: h|b
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Toskana

Typisches Toskanabild

Vor genau 10 Jahren sind wir auf einer unserer ersten Touren mit dem noch recht neuen Wohnmobil in die Toskana gefahren. In Zeiten wie den Aktuellen, in denen Tourismus oder Reisen selbst ins benachbarte Bundesland schon eine eher theoretische Möglichkeit darstellen, ergreife ich die Gelegenheit ab und an eine unserer Reisen vorzustellen und wenn ihr möchtet, könnt ihr mich virtuell dabei begleiten. Timehop weist mich ja täglich darauf hin, wo ich vor Jahren gewesen bin, also sollte genug Futter vorhanden sein.

Die Reise in die Toskana startet mit einem langen Anlauf über Reit im Winkel bis nach Venedig. Von Berlin ca. 1200 Kliometer entfernt, einmal über die Alpen. In Punta Sabbioni gegenüber von Venedig gibt es einen kleinen Stellplatz und von dem kleinen Hafen in der Nähe fährt man mit den Wasserbooten in einer halben Stunde bequem und schnell direkt zum Markusplatz (San Marco). Kauft man sich gleich Tagestickets, kann man auch in Venedig die Boote auf dem Canale Grande benutzen.

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Vogel des Jahres 2021

Rotkehlchen vor grünem Hintergrund

Dieser Titel würde sich aktuell auch gut für manchen Politiker eignen, aber da ist die Auswahl vielleicht noch schwerer, als die für die echten Vögel. Die Niedlichen, die uns an ihrem Getschilpe teilhaben lassen und vom nahen Frühling künden. Die uns morgens ab fünf Uhr im Berliner Hinterhof aus dem Schlaf holen und um Aufmerksamkeit wetteifern. Wenn es denn mitten in der Stadt noch Singvögel gibt.

Diesmal durfte die Bevölkerung abstimmen, die Jahre davor hat der NaBu diese Entscheidung getroffen. Das Rotkehlchen setzte sich vor der Rauchschwalbe und dem Kiebitz mit knapp 60.000 Stimmen durch. Die Stadttaube, in der Vorwahl noch auf Platz 1, konnte sich am Ende doch nicht durchsetzen. Ihr Beliebtheitswert liegt dann vielleicht doch weit unter ihrem städtischen Nervfaktor.

Mein Siegerportrait stammt aus 2015 und entstand in Österreich am Hallstatter See. Auf dem Campingplatz in Obertraun-Winkl, wo wir 3 Tage Rast auf unserer Österreichtour eingelegt haben, hatte ich endlich mal die Muße und die Möglichkeit mit der OM-D und einem Teleobjektiv die kleinen Piepmätze zu fotografieren.

Der Siegervogel im Portrait auf der Website des NaBu.

Blick zurück auf 2020

Gletscherschaukel

Winter

Der Jahresanfang startet für uns mit 14 Tagen Sonne und Meer. Zum 60sten Geburtstag meiner Frau starten wir unsere vorerst letzte Kreuzfahrt. Kanaren mit Madeira und Marokko. Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand, dass sich ein kleines Virus von China auf den Weg um die Welt macht, um eine noch nie dagewesene Pandemie auszulösen. Der fällt dann auch die Kreuzfahrtindustrie, sowie eigentlich der gesamte Tourismus zum Opfer. Nichts geht mehr. Wir hatten Glück und können von unseren gemachten Eindrücken zehren. Ansonsten geht es schnell in den ersten „Lockdown“. Restaurants geschlossen, Spielplätze und Schulen gesperrt, Berlin steht still. Die Stadt ist gespenstisch leer. Dafür ist der Weg zur Arbeit kürzer geworden. Statt 7 Kilometer nur noch fünf Meter. Vom Frühstückstisch nach nebenan ins Homeoffice. Es sollte das ganze Jahr dauern.

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Herbstblues

Campingplatz im Herbst, von oben

Einen Monat ist es jetzt schon wieder her, dass wir mit unserem Wohnmobil ein letztes langes Wochenende am Senftenberger See verbringen konnten. Inzwischen haben wir ja wieder Reiseverbot und einen Lockdown Light. Die Zahlen der sich täglich neu mit Corona Infizierenden ist immer noch auf einem viel zu hohen Stand, als dass man von Restriktionen absehen könnte. So wie es jetzt aussieht verlängert sich das bis Weihnachten. Ob es dann Besuche geben kann, hängt stark davon ab, wie diszipliniert die Menschen in den nächsten Wochen agieren. Im Moment bin ich da eher pessimistisch. Schulen und Kitas sind starke Trigger und vor den Weihnachtsferien wird man keine Schulen schließen.

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Jagdsaison

Jagdsaison

Wer häufiger auf den Straßen der Republik unterwegs ist, sieht sie meist rechts und links auf den Feldern, an den Waldrändern und in sehr verschiedenen Erscheinungsformen. Die Ansitze. Teilweise gut gebaut, manchmal auch nur vier kurze Stangen und ein Brett obendrauf. Ich meine das auch nur in Deutschland gesehen zu haben, im Ausland ist mir das nie aufgefallen. Deutschland, ein Land der Dichter und Jäger. Rund 390.000 Jagdscheininhaber gibt es in Deutschland die – wenn sie denn eine Jagdpacht haben – überwiegend auf Rotwild ansitzen.

Herbst und Winter sind die Jahreszeiten, in denen vor allen Dingen gejagt wird und die großen Drück- und Treibjagden stattfinden. Viele Tierarten haben lediglich eine kurze Schonzeit, meist im Frühling und Sommer, wenn die Tierkinder auf die Welt kommen. Die Zeit soll den Elterntieren dienen, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Leider sind diese kurzen Zeiten oft nicht einmal ausreichend, um das Selbstständigwerden der Welpen abzudecken. Einige Wildtiere genießen gar keine Schonzeit und dürfen ganzjährig getötet werden. Pro Jagdsaison fallen dabei rund 1.3 Millionen Rehe, 600.000 Wildschweine und 400.000 Füchse der Jagd zum Opfer schreibt PETA auf Ihrer Website.

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#DankeTXL

Ein Airbus 320 der Air France verlässt als letztes Flugzeug Tegel

Am späten Nachmittag startete ein Airbus 320 der Air France als letztes Flugzeug vom Flughafen Berlin Tegel mit dem Ziel Paris CDG. 1960 eröffnete ebenfalls eine Maschine der Air France den zivilen Lufverkehr von und nach Berlin Tegel. Der Kreis hat sich nun – nach 60 Jahren – geschlossen. Damit existiert kein Flughafen mehr auf Berliner Gebiet, der Neue – der BER – liegt ja schon in Brandenburg. Zeit für viele Berliner für einen nostalgischen Rückblick. Für das „alte“ Westberlin war er der Freiheitsflughafen, konnte man von hier doch am schnellsten die Insel verlassen. Hier landeten Kennedy und Obama und sicher noch ganz viele andere Berühmtheiten, auch mein erster Flug überhaupt ging 1990 von Frankfurt (FRA) nach Berlin (TXL), ohne da schon zu wissen, eines Tages Einwohner von Berlin zu werden.

#DankeTXL
#DankeTXL – Foto: h|b
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